Chirotherapie / Chiropraktik

In der Chirotherapie bzw. Chiropraktik (Chiro griech. = Hand) werden gezielte manuelle Techniken eingesetzt, um Fehlstellungen und Blockaden der Wirbelsäule und Gelenke zu beheben Sitzende Haltung, Bewegungsmangel und andere gesundheitsschädliche Angewohnheiten, Stress und Fehlernährung machen den Zivilisationsmenschen anfällig für Bandscheibenprobleme, Rückenleiden und mannigfache Beschwerden , die hier ihre Grundlagen haben.

Bewährtes Verfahren

Die Chirotherapie ist eines der vielseitigsten und wirkungsvollen Instrumente in der Hand des Heilpraktikers, des Physiotherapeuten und Allgemeinarztes. Sie löst hartnäckige Beschwerden, die mit Bewegungseinschränkung, Schmerzen und vielfachen organischen Funktionsstörungen verbunden sind, schnell und effektiv. Mehr über Chirotherapie / Chiropraktik

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Fachausbildungen & Seminare zum Thema Chiropraktik

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Seminar Ort Datum Dozent
Chiropraktik und Massage in der Schmerztherapie Augsburg

23.09.2017 Christian Kronmüller
Chiropraktik - Aufbaukurs Frankfurt

23.09.2017 Steven Käseberg
Chiropraktik und Massage in der Schmerztherapie Jena

30.09.2017 Jens Förster
Chiropraktik - Kompaktkurs Siegen

06.10.2017 HP Peter Hebel
Traditionelle Thailändische Medizin (TTM): Chiroflexing (Thailändische Chiropraktik) Münster

06.10.2017 HP Otmar Trejo-Duran Metzen

Mehr über Chirotherapie / Chiropraktik

Häufig lokalisieren sich Beschwerden in Körperbereichen, deren Bezug zu Blockaden und Fehlstellungen an der Wirbelsäule nicht leicht erkennbar ist. Einige typische Indikationen für chiropraktische Intervention zeigen, warum in vielen Fällen die eigentliche Ursache nicht direkt erkannt wird. Erfahrene Chirotherapeuten kennen die Zusammenhänge gut und helfen den Patienten oft schnell nach langer Odyssee durch die medizinischen Instanzen

• Darmkrämpfe
• Dreh- und Schwankschwindel
• Herzbeschwerden
• Hörstörungen, Tinnitus, Hörsturz
• Hüftbeschwerden
• Kloßgefühl in Hals und Brust
• Konzentrationsstörungen
• Kopfschmerzen
• Leistenschmerzen
• Magen- und Verdauungsstörungen
• Oberbauchbeschwerden
• Prostatabeschwerden
• psychische Störungen wie Depressionen und Reizbarkeit
• rasche Ermüdbarkeit
• rauer Hals und rauhe Stimme
• Schlafstörungen
• Schmerzen am hinteren Oberschenkel
• Schmerzen in der Nierengegend
• Schmerzen zwischen den Rippen
• Schulterschmerzen
• Sehstörungen
• Störungen der Atmung
• unklare Beschwerden der Beine und der Knie
• Unterleibsbeschwerden bei Frauen
• Fortgeleitete Schmerzen in Schulter und Ellenbogen ( häufig Begleitsymptome bei Blockaden im HWS Bereich )
• Fuß- und Fersenschmerzen ( Blockaden der LWS und des Ileosakralgelenkes)

Nicht selten treten Blockaden in mehreren Abschnitten der Wirbelsäule zugleich auf. Beschwerden können weit entfernt von der Stelle auftreten, wo sie verursacht sind. Aus diesem Grund muss immer die gesamte Wirbelsäule untersucht werden. Selbst bei nachgewiesenen Bandscheibenschäden kann Chirotherapie hilfreich sein. Oftmals ist nicht der Bandscheibenvorfall der Verursacher der Beschwerden, sondern eine Blockade in einem anderen Segment.

Anamnese

Der Chirotherapeut / Chiropraktiker muss stets eine gründliche Anamnese durchführen, da sich wichtige Hinweise bereits aus der Krankengeschichte ergeben können. Besonders aus den Angaben über Schmerzen, die bei bestimmten Bewegungen oder Körperhaltungen auftreten, lassen sich diagnostische Schlüsse ziehen.

Untersuchung

Die Basis einer erfolgversprechenden Chirotherapie bzw. chiropraktischen Behandlung ist eine gründliche segmentale palpatorische Untersuchung der Wirbelsäule. Bei einem physiologischem Gelenkspiel zeigt sich ein elastischer Anschlag in der Endstellung. Bei einer Blockade endet die Bewegung abrupt. Es entsteht für den Chiropraktiker oder -therapeut ein Gefühl, als würde er gegen eine Wand stoßen. Er erspürt Bereiche verminderter Beweglichkeit. Im blockierten Bereich kann immer eine Verhärtung der tiefen Rückenmuskulatur („Irritationszone“) getastet werden. Diese Irritationszonen sind im Halswirbelsäulenbereich in der Regel erbsen- bis bohnengroß, während man an der Lendenwirbelsäule oftmals eigroße, walzenförmige Verhärtungen ertasten kann. Die Schmerzhaftigkeit der Blockaden nimmt meist bei Bewegung in eine Richtung oder auch in mehrere Richtungen zu. Die Chiropraktik wird ausschließlich in die „freie“, d.h. in eine nicht schmerzhafte Richtung durchgeführt.

Der heilsame Ruck

Die typische Chiropraktik-Behandlung erfolgt in mehreren Schritten:
Der Kontaktaufnahme zur blockierten Struktur (meist Quer- oder Dornfortsatz) folgt die Einstellung der Ausgangsspannung. Nun erfolgt der Probezug, bei dem unter Beibehaltung der Ausgangsspannung die Bewegung in die Richtung des späteren Impulses verstärkt wird. Dann endlich übt der Therapeut den Impuls aus, den heilsamen Ruck. Er wird mit einem minimalen schnellen Bewegungsausschlag, bei möglichst geringstem Kraftaufwand durchgeführt. Das Lösen der Verspannung wird in den meisten Fällen von einem Knacken begleitet, das vom Patienten oft als Markenzeichen einer erfolgreichen Behandlung mißverstanden wird. Es sagt tatsächlich nichts über Gelingen oder Mißerfolg des „heilsamen Rucks“ aus. Oftmals erübrigt es sich, den Impuls auszulösen, weil sich Blockaden bereits durch Spannung und Probezug lösen.

Oft erlebt der Patient des Chiropraktikers durch die Behandlung spontane Erleichterung und Befreiung von langfristigen quälenden Schmerzen.

Eine Nachbehandlung – z. B. mit Krankengymnastik – ist nach vollständiger Beseitigung der Blockaden dennoch sinnvoll. Dadurch können Rückfälle vermieden werden. Wichtiger jedoch ist aktive sportliche Betätigung wie Rückentraining, Gehen, richtiges Radfahren, in Maßen Jogging und Schwimmen. Die geschwächte Rückenmuskulatur muss gestärkt und trainiert werden. Richtige, maßvolle sportliche Betätigung fördert das Wohlbefinden und trägt in der Chiropraktik zu einem dauerhaften Behandlungserfolg bei.

Kann Chirotherapie die Wirbelsäule schädigen ?

Ein Chiropraktiker wird darauf folgende Antwort geben:
Es kann durchaus erforderlich sein, dass bei begleitenden funktionellen Störungen der Wirbelsäule mehrere chirotherapeutische Sitzungen nötig sind. „Ausleiern“ können die Wirbelgelenke auch dann nur, wenn durch unsensible Krafteinwirkung Mikrotraumata im Bindegewebe gesetzt werden. Eine sehr gründliche Prüfung der gesamten Wirbelsäule ist unerlässlich, denn eine akute Vorschädigung kann schon bei geringer Krafteinwirkung einen Bandscheibenvorfall provozieren.

Es kann sinnvoll sein, andere Verfahren in die Behandlung mit einzubeziehen, Wärmeanwendung, Akupunktur und Neuraltherapie helfen, die verspannten Muskeln und Bänder geschmeidiger zu machen, damit sie dem Impuls weniger Widerstand entgegensetzen.

Kontraindikationen

Chirotherapie ist kontrainduziert bei:
• akuten Bandscheibenvorfällen und Instabilitäten.
• neoplastischen Erkrankungen (Tumor oder Metastasen)
• Spondylitis
• Spondylodiszitis
• Traumatischen Prozessen an der Wirbelsäule (Verletzung, Fraktur)

Einer der „Väter der Manualtherapie“, Karel Lewit, schreibt jedoch:
„Eine eigentliche Kontraindikation, bei der wir den Patienten gefährden könnten, gibt es nicht, wenn der Therapeut den Impuls ausschließlich in die bewegungsfreie Richtung eines Wirbelsegmentes lenkt.“

Die Chiropraktik bzw. Chirotherapie hat sich millionenfach als nebenwirkungsarme und äußerst effektive Behandlungsmethode bewährt.

Geschichtliches

Wir wissen von Naturvölkern, bei denen es üblich war, daß die Kinder barfuß über den Rücken der Eltern liefen, wenn diese nach schwerer Arbeit nach Hause kamen. Schon Hippokrates ( 500 v. Chr.) bezeichnete „Rhachiotherapie“ als einen der Grundsteine der Medizin, neben der Chirurgie und der Arzneitherapie. Er schrieb ein Werk über die Gelenke und beschrieb darin „Pararthemata“, die der Dislokation oder dem Subluxationsbegriff in der heutigen Chiropraktik sehr nahe kommen. Hippokrates betonte wiederholt, wie wichtig es sei, die Wirbelsäule gut zu kennen: Viele Erkrankungen hingen mit ihr zusammen und könnten über ihre Manipulation geheilt werden.
In Europa finden wir Aufzeichnungen zu dieser Therapie ab dem frühen Mittelalter. Die Chirotherapie wurde im späten Mittelalter von Laienbehandlern durchgeführt. Galen hatte erkannt, dass die peripheren Nerven aus den Foramina intervertebralia der Wirbelsäule austreten und dass sie durch eine Fehlstellung der Wirbel geschädigt werden können.Er beschrieb auch bestimmte Handgriffe zur Reponierung und zur Lösung von Blockaden. Im 19.  Jahrhundert wurde die Behandlungsmethode in den USA (als Teil der Osteopathie) wiederentdeckt und weiterentwickelt, und auch in Europa schließlich sogar von der universitären Medizin im Prinzip akzeptiert, jedoch wird das Feld in der Praxis bis heute der alternativen Medizin überlassen, hierzulande gehört die Chirotherapie, die Therapie des heilsamen Rucks zum Standardrepertoire der Heilpraktiker.

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