Hypnosetherapie

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Der Pschyrembel, das bekannteste klinische Wörterbuch, schreibt unter dem Stichwort Hypnose:
"Hypnose ist eine veränderte Bewußtseinslage im Sinne eines partiellen Schlafes mit Rapportbezug. Die Hypnose tritt ein durch Erweckung der Vorstellung des Ruhens oder des Schlafens, durch das Einreden, dass der Schlaf oder die gewünschte Veränderung eintreten werde (Verbalsuggestion). Der Hypnotisierte besitzt eine Hypermnesie (Abnorme Stärke des Gedächtnisses). Erhöhte Suggestibilität und die Wirkung der künstlich geschaffenen Vorstellungen sind so mächtig, dass man in der Hypnose und am Anschluss (posthypnotisch), Gedanken und Handlungen veranlassen, körperliche Zustände (Blutkreislauf, Darmträgheit usw.) und krankhafte Erscheinungen (namentlich des Nervensystems) beeinflussen kann -> Suggestionstherapie."

Der Begriff Hypnose kommt aus dem Griechischen und stammt ab von "hypnos", dem griechischen Gott des Schlafes. Dieser Begriff wurde im 19. Jahrhundert von dem englischen Psychiater Baird geprägt und zog als gemeingültiger Begriff in die Terminologie ein. Vor Baird hatte die Hypnose viele Bezeichnungen, aber keine traf ihr Wesen so genau wie die nun Allgemeingültige.

Durch die starke Einflussnahme auf das Unterbewusstsein kann die Hypnose zur Anästhesie und zur Heilung vieler Krankheiten eingesetzt werden. Mindestens 95% aller Erkrankungen sind psychosomatischer Natur. So ist es nur logisch, dass es möglich ist, diese Krankheiten über die Psyche zu behandeln. Mit dem Elektroenzephalographen kann nachgewiesen werden, wie die Hypnose Einfluss auf das elektrische Potenzial des Gehirns nimmt. Darüber hinaus kann auch nachgewiesen werden, dass es sich bei der Hypnose keinesfalls um eine Geheimwissenschaft handelt, die nur von Vertretern der Magie erlernt werden kann. Jeder kann lernen, Suggestionen unter Hypnose zu verwenden. Eine sonore Stimme erleichtert zwar die Arbeit, ist aber durchaus nicht Grundvoraussetzung.

Die Gehirnwellen, deren Frequenzen und Amplituden
  1. Alpha-Wellen: Frequenz/sec 8–13; Amplitude 50 µV.
  2. Beta-Wellen: Frequenz/sec. 14–32; Amplitude 20 µV.
  3. Theta-Wellen: Frequenz/sec. 4–7; Amplitude 10 µV.
  4. Delta-Wellen: Frequenz/sec. 0,5–3; Amplitude 100 µV.

Wichtig für die Hypnose sind die Alpha-, Beta- und Delta-Wellen.
In einem entspannten Zustand wird das Gehirn von den Alpha-Wellen dominiert. Bei konzentrierter Arbeit sind Gehirnwellen mit einer höheren Frequenz, aber mit einer niedrigeren Amplitude sichtbar. Diese nähern sich den Beta-Wellen an. Diese Wellen sind die Wellen des normalen Wachbewusstseins.

Für die Hypnose sind Delta-Wellen wichtig und hilfreich. Durch die Suggestion von Ruhe und Schläfrigkeit werden sämtliche Gehirnwellen in den Delta-Rhythmus gebracht. Die Delta-Wellen findet man im Tiefschlaf als auch in tiefster Entspannung.

Interessant ist, dass sich die Gehirnwellen je nach Rapport (Beziehung zum Patienten) verändern. Wird z.B. eine Bewegung (physisch) suggeriert, verändert sich der Delta-Rhythmus zu einem Beta-Rhythmus, obwohl der Patient völlig entspannt liegt und sich nicht bewegt. Bei einer Suggestion der Ruhe nähern sich die Beta-Wellen wieder den Delta-Wellen an.

Es werden häufig Standardsuggestionsformen gewählt, um den Patienten in Hypnose zu versetzen:

  1. Die Fixationsmethode
  2. Die Verbalmethode
  3. Die Faszinationsmethode

Mit den folgenden Fragen werden Hypnosetherapeuten häufig konfrontiert:

  1. Können Sie durch die Hypnose einen so starken Einfluss auf mich ausüben, dass ich alles, was Sie mir auftragen auch ausführe?
  2. Können Sie mir einen posthypnotischen Befehl geben, dass ich z.B. kriminelle Taten ausführe?
  3. Werde ich Ihnen, wenn Sie es wollen, selbst meine tiefsten Geheimnisse offenbaren?
  4. Ist es möglich, dass ich unter Hypnose sexuell missbraucht werde?
  5. Ist es möglich, dass ich aus dem hypnotischen Schlaf nicht mehr aufwache?
  6. Werde ich mich an das, was in der Hypnose passiert, erinnern können?

Hier die Antwort:

Es ist nicht möglich Suggestionen zu geben, die den Grundsätzen und der Moral des Patienten wiedersprechen. Bei der modernen Hypnosetherapie geht es nicht um Machtmissbrauch, sondern um Kommunikation auf Augenhöhe. Dabei ist der Patient dem Therapeuten weder bedingungslos ausgeliefert, noch in einem drogenähnlichen Zustand. Es werden mithilfe von Suggestionen unterbewusste Ressourcen aktiviert, die im Anschluss im Bewusstsein wirken sollen. Gerade das Erinnern ist ein Teil der Hypnosetherapie und trägt dazu bei, dass der Patient aktiv an seiner Gesundung mitarbeiten kann.

Obwohl die Hypnose eine eigenständige, hochwirksame Therapie ist, kann es durchaus vorkommen, dass eine Mitbehandlung der Schulmedizin in Frage kommt.

Folgende Krankheiten sprechen gut auf Hypnose an. Mit einem Sternchen versehen sind die Krankheiten, bei denen die Hypnose nur unterstützend einsetzbar ist. Bei den Krankheiten, die mit einem Sternchen in Klammern versehen sind, wird man von Fall zu Fall entscheiden müssen, ob eine Alleinbehandlung oder eine Mitbehandlung angebracht ist.

Anwendungsgebiete der Hypnose:

(Diese Liste erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.)

Die nächsten Seminare und Ausbildungstermine zum Thema Hypnosetherapie bei Paracelsus:

 

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