Hypnosetherapie

Der englische Chirurg Baird (+1860) prägte den Begriff Hypnose nach dem griechischen Gott es Schlafs „Hypnos“ für ein Phänomen, das die Menschheit seit Urzeiten kennt: Es kennzeichnet einen schlafähnlichen Trancezustand, in dem der Hypnotiseur Einfluss auf das Unterbewusstsein nehmen kann, der bis zur Übernahme von Handlungsanweisungen und auch zur gezielten Beeinflussung physiologischer Funktionen und Reaktionen beim Hypnotisierten führen kann, die sogar nach dem Trancezustand aktiv bleiben können.

Die Hypnose kommt zur Anästhesie und zur Heilung vieler körperlicher wie psychischer Leiden und Krankheiten zum Einsatz, genauso häufig wird sie außerhalb der Heilkunde eingesetzt, z.B. im Wellnessbereich, im Showbusiness etc. Die Wirkung beschränkt sich nicht auf psychosomatisch begründete Beschwerden, denn mit Ihrer Hilfe können ja tatsächlich messbare physiologisch-funktionelle Zustände beeinflusst werden.

Immer wichtiger wird Hypnose in der Psychotherapie. Die Ausbildung Hypnosetherapeut bei Paracelsus vermittelt, wie Sie dieses Verfahren erfolgreich in beiden Bereichen einsetzen können. Mehr über Hypnosetherapie

Fachausbildungen & Seminare zum Thema Hypnosetherapie

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Seminar Ort Datum Dozent
Fachausbildung: Hypnosetherapie (nach Milton Erickson) Dresden

10.12.2016 HP Dennis Gildehaus
Hypnose für Fortgeschrittene Hannover

12.12.2016 HP Thomas Schnura
Einführung in die analytische Hypnosetherapie für Heilpraktiker Kassel

12.12.2016 HP PSY Sven Frank
Fachfortbildung z. Hypnosetherapeut/in Rosenheim

16.12.2016 Daniel Förster
Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion mit Hypnose Stuttgart

17.12.2016 HP Falk Lorenz
Mehr über Hypnosetherapie

KLINISCHE BEGRIFFSDEFINITION DER HYPNOSE

Der Pschyrembel, Hypnose wie folgt: „Sie…. ist eine veränderte Bewusstseinslage im Sinne eines partiellen Schlafes mit Rapportbezug. Die Hypnose tritt ein durch Erweckung der Vorstellung des Ruhens oder des Schlafens, durch das Einreden, dass der Schlaf oder die gewünschte Veränderung eintreten werde (Verbalsuggestion). Der Hypnotisierte besitzt eine Hypermnesie. (Hypermnesie: Abnorme Stärke des Gedächtnisses.) Erhöhte Suggestibilität und die Wirkung der künstlich geschaffenen Vorstellungen sind so mächtig, dass man in der Hypnose und nachher, posthypnotisch, Gedanken und Handlungen veranlassen, körperliche Zustände (Blutkreislauf, Darmträgheit usw.) und krankhafte Erscheinungen, namentlich des Nervensystems, beeinflussen kann: Suggestionstherapie.“

WIRKUNGSVOLL DAS GEHIRN-POTENZIAL BEEINFLUSSEN

Der Elektroenzephalograph kann nachweisen, wie die Hypnose Einfluss auf das elektrische Potenzial des Gehirns nimmt. Hypnose ist also keinesfalls eine Geheimwissenschaft der Magie. Jeder kann lernen, Suggestionen unter Hypnose zu verwenden.

Der Enzephalograph unterscheidet Alpha- (Freq/sec 8–13; Amplitude 50 µV), Beta- (Freq/sec 14–32; 20 µV) und Delta- Gehirnwellen (Freq/sec 0,5–3; 100 µV).

Im entspannten Zustand dominieren Alpha-Wellen. Bei konzentrierter Arbeit arbeitet das Gehirn mit Wellen höherer Frequenz, aber niedrigerer Amplitude. Es nähert sich den Beta-Werten an, die bei willkürlichen Bewegungen überwiegen.

Für die Hypnose sind die Delta-Wellen wichtig, die tiefen Schlaf und tiefe Entspannung charakterisieren, auch bei Säuglingen überwiegt dieser Zustand. Die Suggestion von Ruhe und Schläfrigkeit bringt nun sämtliche Gehirnwellen in den Delta-Rhythmus. In diesem Zustand können die Therapie-Rapporte gesetzt werden.

Interessant ist, dass die sich die Gehirnwellen je nach Rapport verändern. Bei suggerierter Bewegung wechselt der Delta-Rhythmus in den Beta-Rhythmus, obwohl der Patient völlig entspannt liegt und sich nicht bewegt. Bei darauffolgender Suggestion der Ruhe gehen die Beta-Wellen sofort wieder in die Delta-Wellen über.

SUGGESTIONSFORMEN DER HYPNOSE

Drei Suggestionsformen werden allein oder in Kombination verwendet, um den Probanden in Hypnose zu versetzen:

  1. Die Fixationsmethode
  2. Die Verbalmethode
  3. Die Faszinationsmethode

HÄUFIGE PATIENTENFRAGEN ZUR HYPNOSETHERAPIE

Hier sind Fragen, die die Patienten meistens in der Vorbesprechung stellen:

  1. Können Sie durch die Hypnose einen so starken Einfluss auf mich ausüben, dass ich alles, was Sie mir auftragen, auch ausführe?
  2. Können Sie mir einen posthypnotischen Befehl geben, dass ich z. B. kriminelle Taten ausführe?
  3. Werde ich Ihnen, wenn Sie es wollen, selbst meine tiefsten Geheimnisse offenbaren?
  4. Ist es möglich, dass ich unter Hypnose sexuell missbraucht werden kann?
  5. Ist es möglich, dass ich aus dem hypnotischen Schlaf nicht mehr aufwache?
  6. Werde ich mich an das, was in der Hypnose passiert, erinnern können?

Diese sechs Fragen werden von nahezu allem neuen Patienten gestellt.
Hier die Antworten:

  1. Es ist nicht möglich Rapporte zu geben, die den Grundsätzen und der Moral des Patienten zuwider gehen.
  2. Wie bereits in der ersten Frage und Antwort angedeutet, ist es nicht möglich, etwas über die grundsätzliche Bereitschaft des Patienten hinaus zu befehlen.
  3. Diese Frage und Antwort steht im Zusammenhang mit den ersten beiden Fragen und Antworten und kann grundsätzlich verneint werden.
  4. Die beste Antwort auf diese Frage ist der Hinweis auf den Versuch, den Sigmund Freud mit einer Nonne durchgeführt hat. Durch diesen, bereits erwähnten Versuch beantwortet sich die Frage von selbst.
  5. Es ist nicht möglich, aus einem hypnotischen Schlaf nicht mehr zu erwachen. In einem Prozent der Fälle gibt es zwar eine Schwierigkeit beim Erwecken. Doch geht der hypnotische Schlaf dann in den normalen Schlaf ü Der Patient erwacht nach längstens einer Stunde von selbst.
  6. Da der Patient den Rapport bekommt, sich an alles, was in der Hypnose geschehen ist, nach dem Aufwachen zu erinnern, beantwortet sich diese Frage von selbst. Gerade das Erinnern ist ein Teil der Therapie. Es trägt dazu bei, dass der Patient an den therapiefreien Tagen aktiv an seiner Gesundung mitarbeiten kann.

INDIKATIONEN FÜR HYPNOSETHERAPIE

Die Hypnose ist einerseits eine eigenständige, hochwirksame Therapie, häufiger noch wird sie unterstützend im Rahmen schulmedizinischer Behandlungen eingesetzt, um bestimmte nützliche Reaktionen herbeizuführen oder zu verstärken Die folgende Tabelle enthält nur einige Beispiele für Zuständen, bei denen Hypnose als Therapie oder unterstützend eingesetzt wird, sie machen auch deutlich, dass sie sowohl in der psychotherapeutischen wie in der naturheilkundlichen Praxis von großem Wert ist.

Anwendungsgebiete der Hypnose:

  • Adipositas
  • Ängste, allgemein
  • Aerophagie
  • AIDS
  • Angina Pectoris
  • Asthma
  • Depressionen
  • Essstörungen
  • Gallenkoliken, chronische
  • Hals- Nacken- Schulterverspannungen
  • Herzbeschwerden allgemein
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Krebs
  • Magen- und Zwölffinger- Darmgeschwüre
  • Nervosität
  • Neuralgien
  • Obstipationen
  • Phobien
  • Raucherentwöhnung
  • Stottern
  • Tachykardien
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