Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage wurde von dem dänischen Physiotherapeuten Emil Vordre (* 1896  †  1986 ) entwickelt. Vordre massierte – entgegen der damaligen Lehrmeinung – Lymphknoten, lymphatische Ödeme und Extremitäten entlang der Lymphbahnen mit vorsichtigen Dreh- und Pumpbewegungen. Die so erreichte Aktivierung des Lymphflusses zeigte viele positive therapeutische Effekte. 

Wirkungsweise

Die Lymphdrainage behebt akute Stauungen, und stellt die gestörte Leistungsfähigkeit des gesamten Lymphsystems wieder her. In der Naturheilpraxis wird Lymphdrainage oft begleitend eingesetzt, weil sie die Allgemeinbefindlichkeit verbessert und das Immunsystem stärkt. Auch in der Sportmedizin und im Wellnessbereich wird sie immer häufiger zur Tonisierung und Entspannung eingesetzt. Die Lymphdrainage ist ein Therapieverfahren, das, nach gründlicher Einweisung in die verschiedenen Techniken, dem notwendigen Studium er Kontraindikationen eine ganz erstaunliche Bandbreite an Indikationen und therapeutisch unterstützenden Anwendungen erschließt. Es gehört ins Repertoire des Heilpraktikers, des Physiotherapeuten, der Hebamme und von pflegendem Personal, das sie prophylaktisch und auf Anweisung des Arztes oder Heilpraktikers therapeutisch anwenden kann. Mehr über Lymphdrainage

Fachausbildungen & Seminare zum Thema Lymphdrainage

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Seminar Ort Datum Dozent
Kosmetische Lymphdrainage Essen

27.01.2018 HP, PT Uwe Schmidt
Kosmetische Lymphdrainage Freiburg

27.01.2018 Arno Stolz
Kosmetische Lymphdrainage Kempten

27.01.2018 HP Ralph Kress
Kosmetische Lymphdrainage Saarbrücken

03.02.2018 Sabine Fischer
Manuelle Lymphdrainage - Grundlagen Frankfurt

03.02.2018 HP Peter Hain
Mehr über Lymphdrainage

Im Brust-Rückenbereich

  • BWS-Syndrom
  • LWS-Syndrom
  • Lumbalgien
  • Ischialgien
  • Ödeme nach Rippenfrakturen

Im Arm- und Beinbereich

  • Armlymphödem nach ein- oder beidseitiger Brustamputation
  • Armlymphödem bei primärer Fehlbildung der Lymphgefäße
  • Sudeck`sche Dystrophie
  • Ödeme nach Knochenbrüchen
  • Ödeme nach Verstauchungen, Verrenkungen, ausgekugelten Gelenken
  • Blutergüsse
  • Beinlymphödeme nach Unterleibsoperationen
  • Beinlymphödeme nach Genitalkrebsoperationen
  • Beinlymphödeme bei primärer Fehlbildung der Lymphgefäße
  • Beinödeme bei venöser Insuffizienz (z.B. Krampfadern, Zustand nach tiefer Venenthrombose offene Beine)
  • Ödeme nach Meniskusoperationen
  • Hüftarthrose
  • Kniearthrose

Allgemein auftretende o. generalisierte Ödeme – Rheumatische Ödeme

  • Arthrose Schübe
  • Muskelschmerzen
  • Primäre chronisch Polyarthritis
  • Ödeme nach Operationen
  • Ödeme nach Unfällen
  • Hämatome
  • Lipodystrophia Dolorosa
  • Multiple Sklerose
  • Zustand nach Apoplex
  • Chronische Ekzeme
  • Narben und Keloide

Kontraindikationen für die manuelle Lymphdrainage

  • Bösartige, unbehandelte bzw. wiederauftretende Tumorkrankheiten
  • Akute Entzündungen (z.B. Wundrose/Erysipel)
  • Frische tiefe Venenthrombose
  • Oberflächliche Venenentzündungen und Thrombosen
  • Akutes, allergisches Kontaktekzem der Haut
  • Schwere (unbehandelte) Herzinsuffizienz

Die Aufzählungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Grundsätzlich wird das Unterhautgewebe mit sanftem Druck massiert.
Es stehen für die Lymphdrainage verschiedene Griffe zur Verfügung:

  • Kreisbewegungen
  • Pumpgriffe mit Hilfe von Daumen und Finger
  • sogenannte Schröpfgriffe
  • Drehgriffe, bei denen die Haut gegen die Unterhaut verschoben wird

Lymphdrainage gehört inzwischen zum Behandlungsstandard bei allen Beschwerden, die mit Stauungen (Ödemen) von Lymphe und Wasser im Gewebe verbunden sind,

  • Lymphödeme
  • Ödeme bei rheumatischen Erkrankungen
  • Schwellungen nach Verletzungen
  • Lymphstau nach Operationen

Lymphdrainage wird regelmäßig angewandt bei

  • Atemwegserkrankungen mit starker Verschleimung
  • Nervenschmerzen
  • Bestimmten Formen der Migräne

Bei einer sorgfältigen und vorsichtigen Anwendung der Lymphdrainage muß nicht mit Nebenwirkungen gerechnet werden. Allerdings sind folgende Anwendungseinschränkungen einzuhalten:

  • Akute Entzündungen
  • Akute allergische Reaktionen
  • Herzschwäche
  • Wasseransammlungen in den Beinen aufgrund einer Herzerkrankung
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Zustand nach einem Blutgerinnsel in den Venen

Zur Unterstützung der Lymphdrainage und zur Vermeidung der Reödematisierung des Gewebes wird in der Mehrheit der Krankheitsfälle nach der Behandlung noch eine Bandagierung oder Kompressionsbestrumpfung vorgenommen. Mit dieser Therapie können Lymphödeme (primärer und sekundärer Art), Phlebödeme (venöser oder postthrombotischer Art), traumatische Ödeme, Morbus Sudeck, artifizielle und ischämische Ödeme, rheumatische Ödeme, chronisch entzündliche Ödeme, (Sklerodermie, Strahlenschädigungen), Inaktivitätsödeme (bei Lähmungen), Lipoidem, idiopathische Ödeme, kardiale Ödeme behandelt werden. Eine große Bedeutung hat die Manuelle Lymphdrainage auch bei der Nachbehandlung operativer Eingriffe, bei denen Lymphknoten entfernt worden sind.

Indikationen für die manuelle Lymphdrainage

Im Kopf-Halsbereich

  • Migräne
  • Zustand nach grippalen Infekten
  • Chronische Schleimhautkatarrhen
  • HWS -Syndrom
  • Ödem nach Zahnextraktion
  • Nervenschmerzen im Gesicht
  • Gesichtsnerv-Lähmung
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