
Berge, Wälder, Wiesen, Seen – die Natur ist ein unerschöpflicher Quell positiver Lebensenergien. Auch Großstadtkinder (und ihre Eltern) möchten ihren natürlichen Bewegungs- und Erlebnisdrang spielerisch ausleben. Der Natur- und Erlebnispädagoge führt sie aus ihren starren virtuellen Welten hinaus und zurück in die Natur. Dort werden sie optimal gefordert und gefördert. Beweglichkeit, Sinne, Gefühle, Wahrnehmung und Kreativität werden angeregt durch gesteuerte Aktivitäten, Rituale, Spiele, Abenteuer und soziale Interaktion. Der Natur- und Erlebnispädagoge gibt neue Orientierung zur Persönlichkeitsentwicklung und mehr Erfolg in Schule und Beruf. Die berufsbegleitende Ausbildung vermittelt die psychologisch didaktischen Grundlagen für die Gruppenarbeit und eine Menge Vorschläge zur Gestaltung der Events.
AUSBILDUNGSINHALTE1. Natur erleben, erfahren und verstehen
2. Pädagogische Grundlagen
3. Pädagogische Ansätze und alternative Konzepte
Ideen und Anregungen für Natur- und Erlebnispädagogische Veranstaltungen werden entsprechend den alter– und entwicklungsmäßigen Möglichkeiten vorgestellt und besprochen. Viele davon werden auch praktisch durchgeführt, um auf die Situation des Gruppenleiters vorzubereiten.
- 0-3 Jahre
- 3-7 Jahre
- 7-12 Jahre
- 12-15 Jahre
Es wird ebenfalls thematisiert, was die Jugendlichen heute überwiegend vorfinden:
Erlebnisarmut und Funktionalität der Städte, d.h. de facto so gut wie keine Flächen, die sie frei und unentgeltlich nutzen können. Kaum Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten einzubringen in einer Form, die sie selbst auswählen und bestimmen können. Wenig Möglichkeiten für aktive und kreative Prozesse, mit denen sie innere Zufriedenheit und eine Erweiterung der eigenen Kompetenzen durch das eigene Tun erleben können. Stattdessen eine ausgeprägte Tendenz zum Rückzug in Computer, Medien, Mode etc oder Vandalismus und Brutalität im öffentlichen Raum.
4. Die Räume der Natur – und Erlebnispädagogik
5. Körperbetonte Erlebnisse
6. Besondere Rahmenbedingungen in der freien Natur
7. Der Wald vor der Haustür - Gestaltung eines Waldtages für verschiedene Altersgruppen
8. Bauen und die Arbeit mit den Händen
9. Erlebnispädagogische Ansätze für die Arbeit in geschlossenen Räumen:
10. Rechtliche Grundlagen
Um Handlungssicherheit in der Durchführung und Organisation von natur – und erlebnispädagogischen Maßnahmen und Veranstaltungen zu erreichen, werden die Teilnehmer in den folgenden Themen geschult:
11. Erste Hilfe
12. Kommunikation
Bausteine aus der systemischen Therapie, Aspekte der TZI / Themenzentrierter Interaktion, bewährte Lösungsstrategien nach Steve de Shazer, Techniken der Gesprächsführung nach Rogers und Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg bieten Ihnen erprobte Gesprächstechniken für Einzel- und Gruppenleitung.
Sie erhalten somit eine bewährte Grundlage, um folgende Prozesse bewältigen zu können:
Der theoretische Unterricht findet in den Räumen der Paracelsus Schulen statt.
Teile der Ausbildung finden in nahe gelegenen Waldgebieten oder geeigneten Flächen im Freien statt. Die An- und Abfahrt dorthin wird nach Absprache mit der Gruppe von den Teilnehmern eigenverantwortlich organisiert und durchgeführt.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Text und Konzeption:
Dipl.Soz.paed./HP Brigitte Stapp-Bretsch und Dipl.Ing. Dietmar Bretsch, Gärtner, Landschaftsarchitekt und Waldorfpädagoge
Dauer:
145 Unterrichtsstunden
Abschluss:
Paracelsus-Zertifikat
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