Therapie bei Arthrose

Hp. Kurt W. Seifert


Wird im Alter der Knorpelstoffwechsel träger, muß mit den Jahren zwangsläufig eine Arthrose entstehen - so die landläufige Meinung. Obwohl noch längst nicht alle Ursachen für eine Arthrose bekannt sind: Das Leiden entsteht zu einem Gutteil als Folge von Überlastungsschäden im Gelenk.

Das am meisten belastete Gelenk des Menschen, das Knie, ist deshalb auch am häufigsten betroffen. Menschen, die im Laufe ihres Lebens besonders kräftig zupacken mußten, haben hingegen öfter eine Arthrose der Fingergelenke. Zum Teil ist die Veranlagung zur Arthrose auch angeboren. Dies hat jetzt eine Studie an weiblichen Zwillingen bestätigt. Bei eineiigen Zwillingen sind viel häufiger beide krank, ein eindeutiges Merkmal Für Vererbung.

Es gibt heute durchaus Möglichkeiten, die Beschwerden, die die Arthrose verursacht, zu verringern, die Zerstörung des Gelenks hinauszuzögern und das Gelenk so lange wie möglich funktionsfähig zu halten.

Chemische Schmerzmittel helfen nur kurzfristig und symptomatisch. Damit lassen sich die Beschwerden zwar lindern, doch an der eigentlichen Arthrose ändern diese Medikamente nichts.

Rheumamittel, wie z.B. Aspirin, bekämpfen den Schmerz und wirken einer eventuellen Entzündung im Gelenk entgegen. Die oft horrenden Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich sind jedoch bekannt und gefürchtet. Kortisonhaltige Mittel helfen ebenfalls kurzfristig, obwohl Kortison für den Knorpel eher schädlich ist.

D-Glucosaminsulfat - das Mittel der Wahl

Speziell zur Behandlung der Arthrose wurden Injektionen mit D-Glucosaminsulfat entwickelt. Sie verbessern den Knorpelstoffwechsel und können so verhindern, daß sich die Arthrose ständig verschlimmert. Die Vorteile liegen aber auch in der Verbesserung der Gelenkfunktion, der Schmerzreduzierung über lange Zeit und in der besonders guter Verträglichkeit. Dies hat auch eine jetzt veröffentlichte klinische Studie mit 329 an Arthrose leidenden Menschen bewiesen. Die Patienten wurden mit verschiedenen Substanzen über 90 Tage behandelt, dann wurde die Medikamentengabe gestoppt. Die Gruppe mit D-Glucosaminsulfat hatte nicht nur sehr gute Ergebnisse, es gab auch nur wenige Therapie-Abbrüche wegen Unverträglichkeiten oder fehlender Wirkung. Nach weiteren 60 Tagen (ohne Medikamenten-Einnahme) wurde kontrolliert welche Medikamente dann noch wirksam waren. Bei den Patienten, die D-Glucosaminsulfat bekommen hatten, war die positive Wirkung nahezu vollständig erhalten.

Quellen:
"Arthrose: Schicksalhaft mit dem Altern verbunden?~Forschung und Praxis, 214 (1996) 32."
"Glucosaminsulfat vs. Piroxicam vs. ihre Kombination in der symptomatischen Therapie der Gonarthrose": 0steologie 5 (1996) 26-27, Suppl. 1.


Die Herstellung und Anwendung eines Rheuma- Arthrose-Tees nach Edgar Cayce


Der Amerikaner Edgar Cayce (1877 - 1945) wird auch der "schlafende Prophet" genannt. Er versetzte sich in Trance und hielt dann seine berühmten "Readings". Bekannt sind über 2000 mitstenographierte Vorträge, die er im Trance hielt.

Es gab wohl keine Thema der Naturwissenschaften, der Religion und der Esoterik, das nicht von Cayce behandelt wurde. Wenn er aus dem Trance erwachte, konnte er sich an seine "Readings" nicht erinnern.

Nun kann jeder für sich selbst über dieses Phänomen urteilen. Für mich steht die außerordentliche Wirksamkeit einer "Teebehandlung" bei Rheuma-, Arthritis- und Arthroseschmerzen, aus einem Cayce Gesundheitsreading, nach vielen Anwendungen jedoch fest. Es handelt sich um eine Teeherstellung und Anwendung, die ich vorher nicht kannte.

Das besondere ist, daß dieser Tee nicht mit Wasser, sondern mit Rizinusöl (Oleum Ricinus communis L.) hergestellt wird. Aus diesem Grund darf der Tee natürlich nicht getrunken werden. Cayce spricht in seinem Reading nur von einem Rheumatee, der in der besonderen Art zubereitet werden soll, ohne nähere phytotherapeutische Angaben gemacht zu haben.

Folgende Pflanzenmischung hat sich jedoch bei der Zubereitung des "Cayce-Tees" besonders bewährt:

Rp.
 
Cortex Salicius 30,0
Radix Bardanae 10,0
Radix Taraxaci 10,0
Rhizoma Graminis 20,0
Fructus Juniperi 10,0
M.f. Spec.   Rhizinusblatt

Eine Handvoll dieser Pflanzenmischung wird mit einem Liter siedendem Rizinusöl übergossen. Dabei muß sehr vorsichtig und sorgfältig vorgegangen werden, weil siedendes Öl heißer ist als Wasser und fürchterliche Verbrühungen hervorrufen kann.

Der "Tee" muss so lange ziehen, bis die Temperatur so weit abgesunken ist, daß er gefahrlos angewendet werden kann. Da dauert ziemlich lange, da Öl nur langsam abkühlt. Nun wird durch ein Leinentuch abgeseiht. Der in dem Leinentuch befindliche Satz wird auf das zu behandelnde Gelenk oder auf den Ort des größten Schmerzes aufgelegt. Cayce schreibt zwar vor, daß das Leinentuch mit einem Wolltuch befestigt werden solle, besser ist es jedoch, das Leinentuch durch loses Umwickeln mit einer Plastikfolie zu fixieren. Die Ränder werden mit Leukoplast verklebt. Dadurch entsteht eine feuchte Klimakammer und die Wirkung wird wesentlich verstärkt.

Diese Packung wird bis zur vollständigen Erkaltung auf der behandelten Stelle belassen. Das Öl kann (die gleiche Teemischung vorausgesetzt), immer wieder verwendet werden. Dadurch steigert sich die Wirkung sogar noch. Eine wissenschaftliche Erklärung für diesen Effekt ist mir nicht bekannt. Ich nehme jedoch an, daß durch das heiße Rizinusöl die Wirkstoffe des Tees durch die Haut leichter eingeschleust werden können.





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