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In der Chirotherapie werden gezielte Handgriffe eingesetzt um reversibele Funktionsstörungen der Wirbelsäule und der Gelenke, sog. "Blockierungen", zu behandeln. Der erfahrene Chirotherapeut stellt eine Diagnose, indem er durch eine manuelle Untersuchung die Problemzonen ertastet. Die Blockierung Nicht immer wird eine Blockierung gleich als eine solche erkannt. Sie führt nach einiger Zeit zu Schmerzen und vielfältigen anderen Beschwerden. In der Regel werden sie nicht sofort mit Funktionsstörungen der Wirbelsäule in Verbindung gebracht. Blockierungen können bereits in früher Kindheit auftreten. Oftmals werden sie nicht als solche erkannt, es entstehen dann Fehldiagnosen und viele Patienten durchlaufen einen langen Leidensweg. Selbstverständlich hängen die Erfolge der Chirotherapie von den Erfahrungen und dem Können des Chirotherapeuten ab. |
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Die Symptome Die moderne Chirotherapie ist standardisiert, wissenschaftlich etabliert und fundiert. | |
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Nicht selten treten Blockierungen in mehreren Abschnitten der Wirbelsäule auf. Die Anamnese Auch ein Chirotherapeut muss immer eine gründliche Anamnese durchführen, da sich wichtige Hinweise für eine Blockierung bereits aus der Krankengeschichte ergeben können. Besonders aus den Angaben über Schmerzen, die bei bestimmten Bewegungen oder Körperhaltungen auftreten, lassen sich diagnostische Schlüsse ziehen. Die Untersuchung Die Basis einer erfolgversprechenden Chirotherapie ist eine exakte segmentale Untersuchung der Wirbelsäule. Die Behandlung |
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Grundsätzlich gliedert sich die Behandlung in mehrere Abschnitte:
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Der Erfolg Im Gegensatz zu den meisten anderen Behandlungsarten oder –techniken kann der Erfolg der Manipulation von dem Therapeuten sofort kontrolliert werden. Er kann feststellen ob die vorher vorhanden gewesenen Irritationszonen verschwunden sind. Ausserdem empfindet der Patient in der Regel eine sofortige Erleichterung. Die Nachbehandlung Eine Nachbehandlung - z.B. mit Krankengymnastik - ist nach vollständiger Beseitigung der Blockierungen sinnvoll. Dadurch können Rückfälle vermieden werden. Wichtiger jedoch ist die aktive sportliche Betätigung wie Gehen, richtiges Radfahren; in Maßen Jogging und Schwimmen. Es ist bewiesen, dass nur eine kräftige Muskulatur die Wirbelsäule halten, stützen und entlasten kann. Richtige, in Massen betriebene sportliche Betätigungen fördern das Wohlbefinden und tragen zu einem dauerhaften Behandlungserfolg bei. Immer wieder wird folgende Frage gestellt Es kann durchaus erforderlich sein, dass bei begleitenden funktionellen Störungen der Wirbelsäule häufiger chirotherapeutisch behandelt werden muss. Die Wirbelgelenke können nur dann "ausleiern" wenn durch die Manualtherapie jedesmal kleine Bindegwebsverletzungen im Sinne von Verstauchungen entstehen. Derartige Verletzungen sind mit Sicherheit auszuschliessen, wenn die beschriebenen Techniken richtig und sorgfältig angewandt werden. Es kann jedoch sinnvoll sein andere Verfahren in die Behandlung mit einzubeziehen, wenn nach mehreren Behandlungen ein Dauererfolg ausbleibt. Hier bieten sich die Akupunktur und die Neuraltherapie als Begleittherapien an. Kontraindikationen In der Literatur sind folgende Erkrankungen als Gegenanzeigen genannt:
Einer der "Väter der Manualtherapie", KAREL LEWIT, schreibt jedoch: Eventuelle Komplikationen Wie bei jeder anderen Behandlungsform, kann es auch bei der Chirotherapie zu Komplikationen kommen. Aus der Literatur ist jedoch zu entnehmen, dass die Häufigkeit bei 1: 400 000 bis 1: 1,2 Millionen beträgt. D.h., dass auf ca. 1 Millionen Behandlungen eine schwere Komplikation kommt. Es gibt wohl keine andere Behandlungsmethode mit einer so geringen Nebenwirkungsrate. Fazit Es gibt wohl kaum einen Patienten der unter einer chronisch neurologischen Krankheit oder unter chronischen Schmerzen leidet, bei dem es im Verlauf seiner Krankheit nicht zu funktionellen Störungen von Wirbelsäulensegmenten kommt. Durch diese "Blockierungen" kommt es dann zu einem komplizierteren Krankheitsverlauf . Möglicherweise bildet sich sogar eine eigenständige Krankheit aus. Es kann also für jeden dieser Patienten durchaus lohnend sein, sich von einem erfahrenen Chirotherapeuten untersuchen und sich – gegebenenfalls - behandeln zu lassen. Grundsätzlich muss gesagt werden, dass sich die Chirotherapie millionenfach als nebenwirkungsarme und äusserst effektive Behandlungsmethode bewährt hat. Geschichtliches Es kann davon ausgegangen werden, dass die Chirotherapie (von griech. "chiros" = "Hand") aus Indien stammt. Die Inder hatten bereits vor den Griechen erkannt, dass mit gezielten Handgriffen wirbelsäulenbedingte Krankheiten behandelt werden können. Die Chirotherapie in der Antike HIPPOKRATES, der Begründer der europäischen Medizin, sah bereits im 5. Jahrundert vor unserer Zeitrechnung, die "Rhachiotherapie" als Grundstein der Medizin, neben der Chirurgie und der damaligen Arzneitherapie, an. Er schrieb ein Werk über die Gelenke und spricht von "Pararthemata". Das kommt einer geringen Dislokation oder auch dem Subluxationsbegriff der Chiropraktoren sehr nahe. HIPPOKRATES betont wiederholt, dass es notwendig ist, die Wirbelsäule gut zu kennen. Viele Erkrankungen würden mit der Wirbelsäule zusammenhängen. Deshalb sei die Kenntnis der Wirbelsäule für das Heilen vieler Erkrankungen von ausschlaggebender Bedeutung. Folgende Erkrankungen können, nach HIPPOKRATES, durch Wirbelverstellungen ausgelöst werden:
(zitiert nach WAERLAND) Auf zahlreichen griechischen und römischen Reliefs wurde die Manipulationstherapie des Altertums dargestellt. Die Chirotherapie im Mittelalter Bereits GALEN hatte erkannt, dass die peripheren Nerven aus den Foramina intervertebralia der Wirbelsäule austreten und sie durch eine Fehlstellung der Wirbel geschädigt werden können. Er beschreibt es genau bei der Behandlung des Sophisten Pausanias. Die Wiedergeburt der Chirotherapie Der Verdienst der Wiederentdeckung der Cirotherapie dürfte dem Amerikaner ANDREW STILL (geb. 1824) zuzuschreiben sein. Er arbeitete eine wissenschaftlich fundierte Manipulationstechnik aus. STILL, angeblich Sohn eines amerikanischen Landpfarrers, soll – so wird kolportiert - im Alter von 10 Jahren versucht haben, seine Kopfschmerzen dadurch zu beseitigen, dass er mittels einer Schnur einen Zug am Kopf ausübte. Die Chiropraktiker Der Gegensatz zwischen Chiropraktik und ärztlicher Schulmedizin ist auch heute noch nicht überwunden. Besonders bezeichnend sind die Äusserungen von ANGRIST im N. Y. State Journal of Medicine (1973): "Die Chiropraktik blüht, wo Unwissen besteht. Sie wird verschwinden, weil ihre Zeit vorüber ist. Die Chiropraktik entbehrt jeglicher Logik und des gesunden Menschenverstandes." |
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