Amalgamvergiftung

Hp. Kurt W. Seifert

Es ist hinlänglich bekannt, dass Amalgam - eine Quecksilberverbindung - für den Organismus ausserordentlich schädlich ist. Es kommt allerdings sehr selten zu schweren Vergiftungen, da erstens ein Grossteil des Giftes vom Körper nicht aufgenommen wird - es wird direkt ausgeschieden und zweitens unser Organismus, solange er noch gesund ist, eine bemerkenswerte Selbstreinigungsfähigkeit besitzt. Es kommt natürlich auch darauf an, wieviele und wie gross die Plomben im Mund sind. Weiterhin kommt es auf die Amalgammischung an. Früher mischten die Zahnärzte diese selbst an, während heutzutage Fertigmischungen auf dem Markt sind, die "harmloser" als die selbstgemischten Füllungen zu sein scheinen.

Menschen mit einer guten Gesundheit und einem intakten Abwehrsystem vertragen das Amalgam natürlich besser als eher kränkliche. Allerdings bewiesen Studien an toten Unfallopfern, dass alle Amalgamträger Quecksilberansammlungen im Gehirn hatten. Über die Folgeschäden ist auch heute noch relativ wenig bekannt. Es ist aber eine bekannte Tatsache, dass unser Körper täglich eine kleine Menge der Amalgamgifte verarbeiten muss. Eine Zeitlang geht das auch gut; wenn dann jedoch eine schwere Krankheit, eine Operation, Stress oder andere Umweltgifte hinzukommen, beginnt der Körper die Amalgamgifte zu speichern. Leichte Amalgamvergiftungen werden von den meisten Menschen gar nicht bemerkt, es sei denn, dass sie mit einer starken Allergie mit ausgeprägten Symptomen einhergehen.

Das Erkennen akuter Vergiftungen ist leichter, weil der Übergang vom Gesundsein in die Krankheit abrupt und auffällig ist. Chronische Vergiftungen sind anfangs gar nicht zu bemerken, weil sie sich sehr langsam einschleichen. Vielleicht fühlt man sich hin und wieder unwohl, macht dann aber andere Faktoren wie Stress oder Ärger für diese Symptome verantwortlich, oder man gewöhnt sich sogar daran. Sogar an Kopfverspannungen und Verdauungsprobleme kann man sich gewöhnen, da sie sich langsam aufbauen. Wenn die Beschwerden nicht mehr zu übersehen sind, wird bei einem Arztbesuch oftmals die Diagnose vegetative Dystonie gestellt. Eine weitere Diagnose könnte sein: Leber/Gallenschaden, wobei nicht hinterfragt wird, woher diese Schäden stammen.

Die Symptome einer akuten Amalgamvergiftung sind leichter erkennbar. Treten nach einem Zahnarztbesuch, bei dem eine Amalgamplombe gelegt wurde, Übelkeit, Durchfall oder Kopfschmerzen auf, kann ein Zusammenhang mit der zahnärztlichen Behandlung hergestellt werden. Bei groben Zahnarztfehlern können sogar plötzliche Gesichtslähmungen in einer Wange auftreten. Das Schwierige bei chronischen Vergiftungen ist, dass es kein typisches Symptom gibt, sondern es ist immer eine Kombination von Symptomen.

Symptomliste:

  • (zeitweise) Muskelzittern, allgemein müde Muskeln, Stehen ist anstrengend, Muskelschmerzen
  • Allergien
  • allgemeine Infektanfälligkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Augentränen
  • Darmschmerzen oder -krämpfe
  • Druckgefühle im Bauch, aufgeblähter Bauch
  • ein bitterer oder metallischer Geschmack im Mund, schlechter Mundgeruch
  • ein ständig benommener Kopf; das Gefühl, die Welt hinter einem Vorhang zu erleben
  • eingeschränkte Bewegungsfähigkeit des Kiefers, viel Knirschen und Knacken der Kieferknochen bei Bewegung, manchmal Mundsperren
  • Gliederschmerzen, Rheuma u.a. Gelenkschmerzen
  • häufig Blasen, Wunden oder Geschwüre im Mund
  • häufig Halsentzündungen oder Stirnhöhlenentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung
  • häufig kalte Hände und Füße
  • häufig müde und erschöpft
  • häufiges Urinieren, auch nachts
  • Hautprobleme
  • Herzrhythmusstörungen, unregelmäßiger Herzschlag
  • Konzentrationsprobleme
  • Kopfdruck, Kopfschmerzen, Migräne
  • Krämpfe in den Beinen
  • langsames Atmen, besonders die Einatmung fällt etwas schwer
  • Lymphdrüsenschwellungen, besonders im Kopf- und Halsbereich
  • Nackensteifigkeit
  • oft antriebsschwach, Depressionen
  • plötzliche Stimmungsumbrüche, Angst, Menschenscheu, leicht irritierbar
  • Schlafprobleme, Schlaflosigkeit
  • schlechtes Erinnerungsvermögen
  • Schmerzen in der Herzregion
  • Schwindel, Schusseligkeit zeitweise
  • Sehprobleme, Sehstörungen wie z.B. Doppelsehen
  • sich sehr unwohl fühlen, wenn man hungrig ist
  • Verspannungen in den Kau- und Gesichtsmuskeln
  • verstopfte oder laufende Nase
  • Verstopfung, Durchfälle, oder beides abwechselnd
  • Zahn- oder Kieferknochenschmerzen
  • Zahnfleischbluten , Parodontose, Zahnfleischentzündungen
Treten häufiger mehrere dieser Symptome auf, sollte immer an eine Amalgamvergiftung gedacht werden.

Außer den in der obigen Liste angegebenen Symptomen wurden bei Menschen mit Amalgamvergiftungen folgende weitere Beschwerden beobachtet:
  • Augen/Ohren/Geschmacks- u. Geruchssinn
    Stumpfe Augen, unscharfes Sehen, Doppelsehen, eingeschränktes Gesichtsfeld, Nachtblindheit, Grauer Star, Erblindung, (graue) Pigmentveränderungen in der Augeniris, Hörstörungen, Hörsturz, Ohrgeräusche, allg. schlechteres Hören, Mit-telohrentzündungen, sehr geräuschempfindlich, schlechter Mundgeschmack, große Empfindlichkeit für Rauch, Abgase u.ä., verminderter Geschmacks- und Geruchssinn und z.T. Ausfälle dieser Sinne
  • Schilddrüse
    Über- und Unterfunktion, Knotenbildung , Schweißausbrüche, Gewichtsverlust, Schlaflosigkeit
  • Niere/Blase
    häufiger Harnzwang, Anfälligkeit für Blasen/Prostataentzündungen, Wasseransammlungen im Körper, dumpfer Schmerz im unteren Rücken/Lendengegend, Nierenschwellung oder Nierenschwund, viel Durst, Proteinurie, unbalancierte Magnesium- und Kalziumwerte
  • Magen/Darm/Pankreas
    Blähungen, öfters Übelkeit und Sichübergebenmüssen, Dickdarm-Magen/Darmschleimhaut - und Bauchspeicheldrüsenentzündungen, chron. Blinddarmentzündung oder Entzündungen in Blinddarmbereich
  • Leber/Galle
    Schmerzen in der Lebergegend, verschiedene Leberschäden, gelbliche Haut, heller, breiiger Stuhl, Gallenstörungen, -verkrümmung oder Gallensteine
  • Unterleibsorgane/Geschlechtsorgane
    Gewebeverhärtungen, Zysten, Polypen, Eierstock- und Gebärmutterschleimhautentzündungen, Prämenstruelles Syndrom PMS (starkes Ziehen im Unterleib u. Schmerzen in den Brüsten kurz vor der Menstruation), Unfruchtbarkeit, Hodenkrankheiten, Impotenz, Prostatakrebs.
  • Herz/Lunge/Blut
    unregelmäßiger, schwacher Herzschlag, öfters Herzklopfen o. -rasen, Atemnot schon bei kleinen Anstrengungen, flache Atemzüge, Gefühl daß der Brustkorb zugeschnürt ist, Anämie, erhöhte Blutviskosität, verschobenes Verhältnis der T-/B-Lymphozyten
  • Haut
    Hautallergien, Akne, Metallempfindlichkeit, Ausschläge, Knoten in der Haut, Hautjucken
  • Kopf/Mund/Kiefer/Halsbereich
    brennende Zunge, dick geschwollen mit Zahneindrücken an den Rändern, wackelige Zähne, Amalgamtätowierungen im Zahnfleisch (das sind kl. violette Punkte/Bereiche), taube Gebiete im Mund und Kieferknochen, Schluckbeschwerden, viel Halsschleim, Gesichtszuckungen, Lähmungserscheinungen in den Wangen, Kopf fühlt sich oft brennend an ("heißer Kopf"), das Gefühl, daß der Kopf nach hinten in den Nacken gezogen wird, Stirnhöhlen- , Nasennebenhöhlen-, Kieferhöhlenentzündungen, Kiefernekrose und -knochenschwund, Zahnfleischentzündungen, Haarausfall, Änderung der Haarstruktur: die Haare werden hart und strohig
  • Gehirn/Nervensystem
    Gehirnsklerose, Gedächnisschwäche und -ausfälle, Neuralgien, erhöhte Muskelreflexe, ständige innere Anspannung und Unruhe, geringes Leistungsvermögen, Kopfarbeit fällt schwer, latente Übermüdung und Überanstrengung, vielfältige Nervenerkrankungen im ZNS und vegetativen Nervensystem, Trigeminusneuralgien, toxische Gehirnhautentzündung, chron. Müdigkeitssyndrom (Enzephalomyelitis), Schriftbildveränderungen, Suizidgedanken, Schäden an der Hypophyse, Hypothalamus, limbischen System. Enzephalopathie, Hirntumore
  • Vermischte Symptome
    Schwankungen der Körpertemperatur: häufig unternormal, phasenweise übernormal, Schwankungen des Blutzuckerspiegels, Unverträglichkeit von Kaffee, Schwankungen des Cholesterinspiegels, Zittern (Tremor mercurius)
Wenn man diese Symptomenliste liest, sieht man wie umfangreich und komplex die Schädigung des Organismus durch eine langjährige Amalgamvergiftung sein kann. Es lohnt sich immer die Amalgamfüllungen gegen Porzellan-, Plastik- oder die teueren Goldfüllungen austauschen zu lassen.





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