Therapie bei Tic

Hp. Kurt W. Seifert

Bei dem Tic (Tick) handelt es sich um meist automatisch, manchmal willkürlich beinflussbare, plötzlich einsetzende rasche Muskelzuckungen im Sinne von Stereotypien mit zwanghaften Ausdrucks-, Abwehr- oder Reflexbewegungen.

Die Ursache können Erkrankungen des extrapramidalen Systems (z.B. Gilles de- la Tourette-Syndrom oder Blepharospasmus), sowie auch psychogene Faktoren sein. Bei Kindern ist es meistens eine passagere Erscheinung.

Differentialdiagnostisch ist festzustellen ob es sich um plötzlich einschiessende Bewegungen bei Corea (minor) handelt.
Das Gilles de- la Tourette- Syndrom wird sich naturheikundlich kaum beeinflussen lassen, wobei bei einem Blepharospas eine alternative Behandlung durchaus sinnvoll und hilfreich sein kann. Der B. kann durch einen Lidkrampf, Krampf des M. orbicularis oculi und des M. corrugator supercilii (und/oder Inhibition des M. levator palpebrae superioris) entstehen.

Vorkommen:

  1. einseitig (od. beidseitig): bei Reizerscheinungen am Auge (z. B. durch Ultraviolettstrahlung oder Erkrankung der vorderen Augenabschnitte;
  2. beidseitig: als extrapyramidales Symptom (klonisch oder tonisch; insbesonders als fokale Dystonie).

Die schulmedizinische Therapie besteht aus Injektionen mit von Botulinumtoxin in den M. orbicularis oculi, evtuell auch durch eine Suspensionsoperation.

Wegen der möglichen unerwünschten Nebenwirkungen der schulmedizinischen Therapien (eventuelle ein- oder beidseitige Gesichtslähmung), ist es sinnvoll zunächst eine naturheilkundlichen Therapieversuch durchzuführen.

Beste Erfolge hatte ich mit folgendem Therapieansatz:

Injektionen mit Procain-hydrochlorid (Impletol) an das Ganglion Gasseri, sowie an das Ganglion Sphenopalatinum.
Empfehlenswert ist eine Störfeldsuche mit der der EAV (nachzulesen in den "Naturheilverfahren" auf unserer Hauptseite), sowie eine Medikamentenaustestung.
Injektionen im Rahmen der Homöosiniatrie können die Behandlung abrunden. Dazu wird dysto-L 90 und cor-L 90 (Firma Loges) in der Mischspritze in folgende Akupunkturpunke injiziert: H3; N4; Lu7; Bl54; KG6.





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