Der Biorhythmus

Hp. Kurt W. Seifert



Obwohl die Biorhythmik sehr alt ist - bereits die alten Chinesen kannten die Organzeituhr, die die Maximalzeiten der Organe im 24 Stundenrhytymus anzeigt - gilt sie immer noch als eine Aussenseitermethode.

Grob gesagt befasst sich die Biorhythmik mit den rhythmisch wiederkehrenden Vorgängen in lebenden Organismen. Man unterscheidet zwischen täglich wiederkehrenden Kurzzeitrhythmen (zirkadien [z.B. Organzeituhr]) und Langzeitrhythmen. Die Biorhythmik befasst sich speziell mit der Erforschung und praktischen Auswertung der Langzeitrhythmen des Menschen. Bislang sind vier dieser Langzeitrhythmen bekannt.

Der 28-Tage-Rhythmus wurde bereits von Hippokrates (460-377v.Chr.) beschrieben. Besonders interessant ist, dass auch Goethe in seinem Tagebuch sehr genaue biorhythmische Begebenheiten beschrieb.

Sanitätsrat Dr. Wilhelm Fliess und Dr. Hermann Swoboda veröffentlichten in den Jahren 1897 bis 1905 mehrere Arbeiten über den 23- und den 28-Tage Rhythmus. 1982 wurde der 33-Tage-Rhythmus von Walter A. Apel beschrieben. Dieser Rhythmus soll von dem Psychologen Carl Gustav Jung - einem Schüler Siegmund Freuds - entdeckt worden sein.

Phasen unterschiedlicher Leistungsfähigkeit können durch die Biorhythmik erkannt werden und es kann somit gezielt darauf reagiert werden. Es eröffnet sich bei wissenschaftlicher Anwendung ein breites Anwendungsspektrum, wie z. B. in der Medizin oder in der Unfallverhütung.

Obwohl die individuelle Feststellung des Biorhythmus trotz einiger Vorbehalte weitgehend anerkannt ist, ist die biorhythmische Partneranalyse umstritten. In dieser Analyse werden die Rhythmen beider oder mehrere Partner verglichen ob eine Rhythmusharmonie festzustellen ist. Einige Biorhythmiker empfehlen diese Untersuchung vor dem Abschluss langfristiger Partnerschaften. Über Sinn oder Unsinn dieser Partneranalyse kann durchaus diskutiert werden. Sehr hilfreich ist, dass nun jeder - ohne lange Tabellenrechnungen durchführen zu müssen - den eigenen Biorhythmus über Computerprogramme leicht selbst feststellen kann.
 





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