Reisvitamine


Allgemeines zum Vitaminbedarf:

Senioren

Senioren benötigen im Alter weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Nahrung, da der Körper nicht mehr oder nur eingeschränkt in der Lage ist, die angebotenen Nährstoffe zu verwerten.

Wichtig für Senioren:

  • Im Senium läßt die Nachtsichtigkeit nach. Ein probates Mittel, dem entgegenzuwirken, ist Vitamin A. Vitamin A soll auch vor Grünem Star (Glaukom) schützen.
  • Gegen das Nachlassen des Gedächtnisses und der Konzentration hilft eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B1.
  • Im Senium läßt die Fähigkeit des Körpers, Thiamin zu nutzen, erheblich nach, es muss dem Körper in ausreichendem Maße über Nahrungsergänzungen zugeführt werden.
  • Senioren über 70 Jahre benötigen Folsäure aus Nahrungsergänzungsmitteln, da der Körper aus der normalen Nahrung nicht genügend aufnehmen kann.
  • Ältere Menschen sind empfindlicher gegen Erkältungskrankheiten. Wichtiger Nahrungszusatz für Menschen im Senium ist deshalb Vitamin C.
  • Vitamin E → HDL wird erhöht, LDL wird gesenkt. Ausgleich des Cholesterinhaushalts.
  • Vitamin D und K, damit dem Körper zugeführtes Calcium verwertet und eingelagert werden kann.
Zusammenfassung:
  • Senioren haben grundsätzlich einen höheren Bedarf an:
    Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin D, Folsäure, Vitamin E, Vitamin K.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere Frauen und Frauen in der Stillzeit müssen nicht mehr essen, sondern mehr Vitamine zu sich nehmen, weil sich die Leibesfrucht und das gestillte Kind aus dem Körper der Mutter das holt, was es benötigt.

  • Schwangere und stillende Frauen haben einen besonders hohen Bedarf an Vitamin B2. Es gehört in den Kreis den Blutbildungsfaktoren.
  • Übelkeit und Erbrechen in der Frühschwangerschaft lassen sich oft auf einen Vitamin B6 Mangel zurückführen.
  • Schwangere und stillende Frauen benötigen grundsätzlich Vitamin B12. (Blutbildung).
  • Schwangerschaft und Mutterschaft erhöht den Bedarf an Folsäure. Nervöse Beinleiden und Depressionen bei Schwangeren lassen sich häfig auf den Mangel dieses Vitamins zurükfüren.
Zusammenfassung:
  • Schwangere und Stillende haben einen erhöten Bedarf an:
    Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure.

Kinder und Jugendliche

Im Normalfall sind Kinder und Jugendliche durchaus in der Lage, die benötigten Vitamine aus der Nahrung zu sich zu nehmen. Allerdings muß dafür eine ausgewogene vitaminreiche Nahrung vorausgesetzt werden. Da dieses nicht immer der Fall sein kann, sollten folgende Vitamine den Heranwachsenden über Nahrungsmittelergänzungen zugeführt werden:

  • Vitamin A hilft in Verbindung mit Vitamin E gegen die lästige Akne.
  • Vitamin B1 kräftigt den Herzmuskel. Sehr wichtig bei schnell aufschießenden Jugendlichen.
  • Eine Eisensubstitution zur besseren Blutbildung wirkt bei gleichzeitiger Zuführung von Vitamin B2 wesentlich effizienter.
  • Vitamin B12 ist von ausschlaggebender Bedeutung für die Blutbildung. Es erhöht die Konzentrationsfähigkeit durch seinen Einfluss auf das Vegetativum. Aus "Lernfrust" kann wieder "Lernlust" werden.
  • Schule bedeutet Stress. Biotin ist ein Antistressvitamin.
  • Kinder und Jugendliche verletzen sich durch Spielen und Sporttreiben wesentlich häufiger als Erwachsene. Vitamin E beschleunigt und verbessert die Wundheilung.
Zusammenfassung:

  • Kinder und Jugendliche haben einen erhöhten Bedarf an:
    Vitamin A, Vitamin E, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B12 und Biotin.

Sportler

Obwohl Sport, besonders der Breitensport, sehr gesund und förderungswürdig ist, sollte beachtet werden, daß sich durch den entstehenden Körperstress der Vitaminbedarf erhöht. Kein Leistungssportler verläßt sich auf die ausreichende Vitaminaufnahme durch die Nahrung; er wird immer Nahrungsergänzungen zu sich nehmen.

  • Gestresste Menschen, physisch oder psychychisch, darunter gehören auch die Sportler, haben einen erhöhten Bedarf an folgenden Vitaminen:
    Vitamin A, Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe, Folsäure, Biotin.

Ausblick und Grundsatz

Es ist müßig zu sagen, daß der leistungsfähige Körper ausreichend Vitamine benötigt, darüber sind Tausende Bücher und Artikel geschrieben worden. Wichtig ist jedoch, daß darauf hingewiesen wird, daß verschiedene Bevölkerungsgruppen einen erhöhten Bedarf an verschiedenen Vitaminen haben. Das o. A. gibt eine Hilfestellung.
Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, essentielle Aminosäuren, gewonnen aus dem Silberhäutchen des Reiskorns. - Eine sinnvolle Nahrungsergänzung!
Oft werden die Fragen gestellt:
  1. Was sind eigentlich Nahrungsergänzungen?
  2. Wer sollte Nahrungsergänzungen zu sich nehmen?
  3. Worin unterscheiden sich Nahrungsergänzungen von Medikamenten?
Die Antworten:
  1. Nahrungsergänzungen sind Präparate, die täglich oder kurmäßig, zusätzlich zur Nahrung eingenommen werden sollten, da diese die vom Körper benötigten Stoffe gar nicht oder nur in unzureichendem Masse enthält.
  2. Der Grund dafür ist einfach zu finden. Verschiedene Agrarrichtlinien der EU sowie der exzessive Anbau vieler Produkte aus reiner Profitgier sind Schuld an der Verarmung der natürlichen Inhaltsstoffe. Es muß an die Tomate erinnert werden, die man heute durchaus als "schnittfestes Wasser" bezeichnen kann. Alle Pflanzen benötigen einen bestimmten Mindestabstand zueinander, um die Stoffe aus dem Boden ziehen zu können, aus denen dann die Bausteine der Vitamine und der essentiellen Aminosäuren durch biochemische Umwandlungen entstehen. Das Gleiche gilt für die Mineralien und Spurenelemente. Durch den bereits angesprochenen exzessiven Anbau, der künstlichen Überdüngung des Ackerbodens und der daraus entstehenden Verarmung der Ackererde, sind die natürlichen Aufnahmekriterien in der Regel nicht mehr gegeben. Deshalb muß das Manko an Vitaminen, essentiellen Aminosäuren, Mineralien und Spurenelementen durch Nahrungsergänzungen ausgeglichen werden.
  3. Die zweite Frage ist noch leichter zu beantworten als die Erste, denn die Antwort ergibt sich direkt aus der Beantwortung der Ersten.
  4. Jeder sollte Nahrungsergänzungen zu sich nehmen!
    Das Kind benötigt sie für den Aufbau eines gesunden und widerstandsfähigen Körpers, der Jugendliche bzw. der Heranwachsende benötigt sie, um gut über die Pubertät zu kommen und um dem Schulstress gewachsen zu sein, und der Erwachsene benötigt sie, um seinen Körper leistungsfähig und gesund zu erhalten, damit er im Arbeitsleben bestehen kann. Eine besondere Stellung nimmt der ältere Mensch ein. Im Senium benötigt der Körper von der Quantität her weniger Nahrung. Entscheidend ist, daß die Qualität, also die Aufnahme von Vitaminen, essentiellen Aminosäuren, Mineralien und Spurenelementen gesteigert wird, da die Aufnahme und Verwertung dieser Stoffe im Alter erschwert ist. Die Verbesserung der Nahrungsqualität läßt sich jedoch in der Regel nur durch eine sinnvolle Nahrungsergänzung erreichen.
  5. Ein Medikament ist eine Droge, die spezifisch auf eine oder mehrere Krankheiten wirkt und deren Linderung oder Heilung herbeiführt. Verschiedene Medikamente können auch zur Vorbeugung von Kranheiten verordnet werden.
Nahrungsergänzungen setzen sich aus Stoffen (Vitaminen, essentiellen Aminosäuren, Mineralien und Spurenelementen) zusammen, die der Körper über die normale Nahrung hinaus benötigt, um seine Vitalfunktionen in ausreichendem Maße aufrecht erhalten zu können. Nahrungsergänzungen haben keine spezifische Wirkung auf einzelne Erkrankungen, können jedoch, durch die Kräftigung des Organismus, der Entstehung von Krankheiten entgegenwirken oder deren Ausheilung beschleunigen, ohne ein spezielles Medikament oder Prophylaktikum zu sein.

Nach der Beantwortung der meistgestellten Fragen eröffnet sich meistens eine Weitere:

"Warum werden die Inhaltsstoffe einer bestimmten Nahrungsergänzung nur aus der Aleuronschicht (Silberhäutchen) des Reis gewonnen?"

Die Antwort:

Selbstverständlich könnten die Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und essentiellen Aminosäuren auch aus anderen Pflanzen gewonnen werden. Die Homöopathie hat uns jedoch gelehrt, daß es nicht allein auf das Grobstoffliche, sondern vor Allem auf die feinstofflichen Informationen der Wirksubstanzen ankommt. Bekannt ist dieses Phänomen aus der Musik: Der Kammerton a’ hat immer die gleiche Tonfrequenz. Dieser Frequenz ist jedoch, je nach Klanginstrument, ein bestimmtes Tonmuster (Obertöne) aufmoduliert. Nur dieses Tonmuster bestimmt den Charakter des zu hörenden Klangs, aus dem man dann die Art des Musikinstruments bestimmen kann.
Ähnlich verhält es sich mit den Wirkstoffen in Medikamenten oder Nahrungsergänzungen, seien sie tierischer, pflanzlicher oder mineralischer Natur. Die Ascorbinsäure (Vitamin C) aus der Zitrone hat eine andere feinstoffliche Information als die Ascorbinsaeure, die z.B. aus der Endivie gewonnen wurde.
Besonders fällt in diesem Zusammenhang der Vitamin B Komplex auf. In der Regel werden die B Vitamine entweder aus Fleisch gewonnen oder es werden Nährlösungen angesetzt, in denen genmanipulierte Bakterien aus einer "Grundsuppe" den B Komplex, hier wiederum besonders das Vitamin B12, durch eine biochemische Verstoffwechselung entstehen lassen.
Das hier die Resonanz der feinstofflichen Information eine ganz andere als bei einer Extraktion aus einer Pflanze sein muß, wird jedem interessierten Leser sicherlich klar sein. Eine wissenschaftliche Erklärung für die hier aufgestellte These gibt es nicht. Das Zutreffen ist jedoch empirisch bewiesen.
Ein weiterer Grund für die ausschließliche Verwendung des Silberhäutchens des Reis ist, daß der hier besprochene Nahrungsergänzungskomplex in seiner Gänze praktisch nur in der Aleuronschicht des Reis enthalten ist. Er muß also weder aus verschiedenen Pflanzen, Fleischsorten oder Mineralien extrahiert und zusammengesetzt werden noch muß durch Genmanipulationen ein biochemischer Prozess in Gang gestzt werden. Das ergibt eine besondere Harmonie in der Wirkungsweise der Komposition; und gerade die Harmonie ist es, die die Natur zu erhalten oder zu erreichen sucht.

Der Reis

(Oryza satina)

Die Urheimat der Reispflanze ist Südostasien.. Aus Überlieferungen geht hervor, daß sie in Thailand bereits um 3500 v. Chr. angebaut wurde. Botanisch gehört sie zu den Süßgräsern. Sie kann nicht, wie andere Getreidearten, gesät werden, sondern muß in mühsamer Arbeit gepflanzt werden.
Wenig bekannt ist, daß es auch in Europa Reisanbaugebiete gibt, z.B. im Süden Frankreichs, in der Po-Ebene Norditaliens und einer Region um Valencia in Spanien.
Wenn man sieht, wie der Reis von den Bauern, bis zu den Knien im Wasser stehend, gepflanzt wird, entsteht der Eindruck, daß der Wasserverbrauch für den Reisanbau enorm ist. Vergleiche ergeben jedoch, daß der Wasserverbrauch nicht oder nur unwesentlich höher ist als bei anderen, industriell angebauten Nutzpflanzen.
Das relative Überangebot an Wasser hat den großen Vorteil, daß sich auf den unter Wasser stehenden Feldern kaum Unkraut bilden kann und der Einsatz von Herbiziden in der Regel unnötig ist.
Da die Wurzeln der Reispflanze durch oberirdische Pflanzenteile mit Sauerstoff versorgt werden, kommt es nicht zu einer Fäulnis. Ein weiterer Vorteil, den der Nassanbau bietet, ist, daß die Pflanze während des Wachstums nicht nur die Nährstoffe des Bodens, sondern auch die des Wassers aufnehmen kann.
Reis kann, im Gegensatz zu anderen Nutzpflanzen, praktisch unbegrenzt in Monokultur angebaut werden, ohne daß exzessiv künstlich gedüngt werden muß.
Keine Regel ohne Ausnahme!
Es ist wenig bekannt, aber Reis kann auch auf trockenen Böden angebaut werden. Dann braucht er jedoch eine hohe Luftfeuchtigkeit und ergiebige Niederschläge. Der trockene Anbau hat aber zwei große Nachteile gegenüber dem Naßanbau.
  1. Ist der Anbau sehr wetterabhängig. Die Temperatur beim Keimen darf 10 – 140 C bei subtropischen Reissorten und 180 C bei tropischen Reissorten nicht unterschreiten, sonst kommt es zu Missernten. In der Wachstumsphase darf die Temperatur 200 C nicht unterschreiten. Ein relativer Kälteeinbruch, unter 170 C, würde auch zu einer Missernte führen.
  2. Beim Trockenanbau müssen, wie bei anderen Nutzpflanzen auch, Herbizide und Pestizide gegen Unkraut und Schädlinge eingesetzt werden.
Es ist also daruf zu achten, daß die Reissorten, die für die Gewinnung der Stoffe, die in einer Nahrungsergänzung enthalten sind, aus dem Nassanbau stammen. Die meisten der bekannten Präparate erfüllen diese Forderung.
Wie bei allen Cerealien die wir essen, ist natürlich auch beim Reis das Korn der Samen für eine neue Pflanze und enthält alle für die Entwicklung einer neuen Reispflanze wichtigen Stoffe:
  • Fette
  • Kohlenhydrate
  • Proteine
  • Aminosäuren
  • Mineralien
  • Spurenelemente
  • Coenzyme
  • Vitamine
in einer ausgewogenen und harmonischen Zusammensetzung.
Das Innere des Reiskorns, sofern es naturbelassen ist, ist von dem Silberhäutchen, der Botaniker spricht von der Aleronschicht, umgeben. Diese Schicht ist wiederum von einer faserreichen Schale umhüllt. Am unteren Ende des Reiskorns befindet sich der Keim, in dem die Erbinformationen gespeichert sind.
Auf dem Markt sind folgende Reissorten:
  1. Der Vollwertreis.
  2. Das Reiskorn ist vom Silberhäutchen und von der faserreichen Schale umgeben. Es enthält auch den intakten Keim.
  3. Der geschälte Reis.
  4. Nur die faserreiche Schale wurde entfernt, Silberhäutchen und Keim sind vorhanden.
  5. Brauner Reis
  6. Silberhäutchen und Keim wurden teilweise entfernt
  7. Weisser, polierter Reis Die faserreiche Schale, das Silberhäutchen und der Keim sind vollständig entfernt

Der weiße, polierte Reis enthält praktisch nur noch Kohlenhydrate, da die meisten wichtigen Mineralstoffe, Vitamine und Zusatzstoffe durch die Aufbereitung entfernt wurden.
Immer wieder muß feststgestellt werden, daß man sich auf dem Gebiet der Gesundheit auf die Intuitionen unserer Altvorderen durchaus verlassen kann.
Früher wußte man empirisch – intuitiv den überaus hohen ernährungsphysiologischen Wert des vollen Reiskorns zu schätzen. Die Wichtigkeit der geradezu wunderbaren Wirkung gegen Krankheiten und gegen Alterungsprozessen war damals bereits bekannt, geriet dann jedoch in Vergessenheit und wird erst heute wieder von Ernährungwissenschaftlern und Ärzten hervorgehoben.
Im 17. Jahrhundert trat besonders bei den Bewohnern Ostindiens eine Krankheit auf, die die holländischen Ärzte Bontius und Tulp in der Mitte des Jahrhunderts beschrieben und Beriberi nannten.
Beriberi (hindost. bharbhari Anschwellung, sudan. beriberi steifer Gang), Kakke (jap.): Klassische B1-Avitaminose der Menschen. Vorkommen besonders in ostasiatischen Ländern, in denen (polierter oder geschälter) Reis das Volksnahrungsmittel ist. Auftreten in Europa nur ausnahmsweise.

Prodromalerscheinungen über Wochen und Monate: Körperliche Schwäche, Nachlassen der Energie, unklare Schmerzempfindungen.

Das ausgeprägte Krankheitsbild tritt in zwei Formen auf:
  1. "Trockene" Form: aufsteigende Polyneuritis mit schlaffen Lähmungen (Sehnenreflexe erloschen, Paraesthesien, Hyperaesthesien und –algesien, retrobulbaere Neuritis mit zentralem Skotom).
  2. "Feuchte Form: Verlauf als Herzkrankheit mit nicht kardial bedingten Ödemen (an den unteren Extremitäten), Myokardschädigung, besonders des rechten Herzens, Hypotonie, Herabsetzung des Grundumsatzes, verläuft nicht selten tödlich infolge akuten Herzversagens.
Der Grund der Erkrankung konnte damals nicht festgestellt werden, da die Ärzte noch keine Kenntnisse über die Vitamine hatten. Die Krankheit trat immer gehäufter auf, die Medizin stand vor einem Rätsel.
Gleichzeitig wurde der Reis immer weiter bearbeitet, um ihn ansehnlicher zu machen; er sollte eine schöne weiße Farbe bekommen. Dadurch wurden die essentiellen Inhaltsstoffe des Reis eleminiert.
Erst 1906 kamen Eijkmann und Grijns zu der Annahme, daß die Erkrankung in engem Zusammenhang mit dem Polieren des Reis stehen müsse. In einer Studie achteten sie darauf, daß die Probanden nur Vollreis aßen. In relativ kurzer Zeit kam es dann zum Verschwinden der Krankheitssymptomatik. Es mußten also in der Aleuronschicht des Reis Stoffe vorhanden sein, die sich von den Salzen und Proteinen unterschieden. Der Begriff Vitamine war auch noch am Anfang des 20. Jahrhunderts unbekannt.
Für 3 000 000 000 (3 Milliarden) Menschen, also der Hälfte der Weltbevölkerung, stellt Reis das Hauptnahrungsmittel dar. Wenn er nicht denaturisiert wird, enthält er alles, was für eine gesunde, vollwertige Ernährung wichtig ist. Das Reiskorn darf weder geschält noch poliert werden. Das Silberhäutchen und der Keim müssen erhalten bleiben.
Der vollwertige Reis enthält fast alle Stoffe, die der Körper des Menschen für seine Vitalfunktionen benötigt.

Dazu gehören:

  • Proteine
  • Kohlenhydrate
  • Lipide
  • Vitamine
  • Mineralien
Die Proteine sind abhängig von den Aminosäuren.

Die wichtigste Gruppe unter den Aminosäuren sind die essentiellen Aminosäuren. Diese. kann der Mensch nicht durch seinen Stoffwechsel selbst aufbauen, sie müssen dem Körper über die Nahrung zugeführt werden. Daß es Probleme mit der Zuführung dieser Stoffe durch die Nahrung geben kann, habe ich bereits ausgeführt. Dazu kommt noch, daß sehr oft nur einseitig und unausgewogen gegessen wird.
8 essentiellen Aminosäuren sind hier alphabetisch aufgeführt, die Reihenfolge sagt also nichts über die Wichtigkeit der Stoffe aus. Hinter dem Namen finden Sie den täglichen Bedarf des Menschen, pro kg Körpergewicht.
  1. Isoleucin 12 mg/kg
  2. Leucin 16 mg/kg
  3. Lysin 12 mg/kg
  4. Methionin 10 mg/kg
  5. Phenylalanin 16 mg/kg
  6. Threonin 8 mg/kg
  7. Tryptophan 3 mg/kg
  8. Valin 14 mg/kg
Aminosäuren werden zum Aufbau der körpereigenen Proteine benötigt. Es handelt sich dabei um niedermolekulare bio-chemische Verbindungen, die Amino- und Carboxylgruppen enthalten.
Durch die intensive Forschung auf dem Gebiet des Stoffwechsels sind heute Zehntausende von unterschiedlichen Proteinen bekannt. Ihre Wirkungsbreite ist für den Laien und manchmal auch für den Fachmann nahezu unglaublich. Das Spektrum reicht von der Signalübertragung und Kommunikation der Zellen und Gewebe untereinander über den Aufbau von Enzymen, bis hin zu den Stützfunktionen im Skelett, den Gelenken und der Muskeln. Proteine sind als Strukturbestandteile selbst in den Haaren und Nägeln zu finden. Die Gesamtaufgaben der Proteine zu beschreiben, hieße ein eigenes Buch über die "Bio-chemie der Proteine" zu verfassen. In diesem Buch hätten dann die Aminosäuren, besonders die "essentiellen Aminosäuren", eine hervorragende Stellung.
Wie bereits gesagt, müssen die essentiellen Aminosäuren dem Körper durch die Nahrung zugeführt werden, da sie vom Körper gar nicht oder nur in unzureichendem Maße synthetisiert werden können.
Jetzt wird es auch klar, warum eine Unterversorgung des Körpers mit ausgewogener Nahrung schwere negative Veränderungen nach sich ziehen kann.
Bei einem Mangel tritt zunächst einmal eine Verschlechterung des allgemeinen Wohlbefindens auf. Später kommt es dann zur Beeinflussung der Gelenkfunktionen, des Aufbaus des Bindegewebes, und des Haarwuchses. Die Fingernägel werden brüchig, wachsen langsamer und können ihre Schutzfunktion nur noch eingeschränkt ausüben.
Für die besonders interessierte Leserin und für den besonders interessierten Leser führe ich für drei der essentiellen Aminosäuren die Beschreibung des "Pschyrembels" an.

Methionin: α-Amino-γ-methylthiol-buttersδure; essentielle schwefelhaltige Aminosäure. Wichtigster Lieferant von Methylgruppen; durch Reaktion mit ATP entsteht die sehr reaktionsfähige Sulfoniumverbindung Adenosinmethionin (= "aktives Methyl"), dessen Methylgruppe zu Biosynthesen verwandt werden kann: z.B. Kreatinsynthese. Methionin ist auch ein Schwefellieferant für den Eiweissaufbau.

Phenylalanin: C6H5CH2 . CH(NH2) . COOH; zyklische essentielle Aminosäure.

Tryptophan: Indolamin, als (aromatische) essentielle Aminosäure ein Baustein von Eiweisskörpern; wird bei deren Spaltung (z.B. durch das Enzym Trypsin) frei.

Es dürfte jetzt klar geworden sein, wie wichtig die ausreichende Versorgung des Körpers mit den angesprochenen Stoffen ist.

Obwohl es eine Wiederholung ist, muß noch einmal auf die Harmonie der Stoffe hingewiesen werden, wenn sie aus ein und der selben Pflanze, hier dem Silberhäutchen des Reis, stammen.

Die Lipide

Die Lipide sind nicht nur wichtige Energieträger, sondern sie werden vor allen Dingen für die Resorption fettlöslicher Vitamine im Darm benötigt. Ohne eine ausgewogene Menge Fett kann man selbst Megadosen an Vitamin A, D, E und K zu sich nehmen und würde doch unter einer Hypovitaminose dieser fettlöslichen Vitamine leiden.

Die Kohlenhydrate

Besonders ergiebige und wichtige Energielieferanten sind die Kohlenhydrate. Die Summenformel ist CnH2nOn. Sie reagieren neutral und schmecken meist süß.
Ohne weiter in das diffiziele Gebiet der Chemie oder Bio – Chemie eingehen zu wollen, sei gesagt, daß bestimmte Bestandteile der großen Kohlenhydratketten, besonders die Monosacchariden, für den Organismus eine besondere Wichtigkeit darstellen.
Die Monosaccharide sind Bestandteile der körpereigenen Glykoproteide und Glykolipide. Diese wiederum sind für eine Vielzahl von Funktionen im Körper zuständig. Unter Anderem sind sie wichtig für die Schleimhautbildung, der Kommunikation der Zellen, auch der Nervenzellen untereinander und dem Zellmembranaufbau. Natürlich haben sie noch eine Vielzahl weiterer Aufgaben, doch um diese zu erklären, müßte so weit in die Bio – Chemie eingedrungen werden, daß der Rahmen dieses Artikels gesprengt werden würde.

Die Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendige organische Verbindungen, die vom Organismus höherer Tiere nicht oder nicht ausreichend synthetisierbar sind. Sie müssen deshalb als essentielle Nahrungsbestandteile dem Organismus in ausreichendem Maße zugeführt werden. Vitamine sind keine Energielieferanten im üblichen Sinne, besitzen jedoch, nach unserem heutigen Wissensstand, eine Art katalytische Funktion.
Daß es Stoffe geben muß, die zwar mit der Menge der Nährstoffe nichts zu tun haben, deren Fehlen aber Krankheitszustände auslösen können, wußte man schon vor vielen Jahren. Ein Krankheitsbild war z. B. die Skorbut der alten Seefahrer und die bereits angesprochene Beriberi.
Erst 1912 definierte Kasimir Funk, ein deutscher Arzt und Bio-chemiker, das erste Vitamin. Er nannte es Vitamin A, weil er es als erstes entdeckte und beschrieb. Alle weitern Vitamine wurden dann alphanumerisch weiter benannt. Es vergingen noch viele Jahre, bis die Forscher herausfanden, welche überragende Bedeutung Vitamine für die Gesundheit des Körpers, für die körpereigene Abwehr und für die Rekonvaleszenz nach Krankheiten haben.
Die Funktionen der verschiedenen Vitamine überschneiden sich. Kein Vitamin erfüllt nur eine einzige Aufgabe. Alle Vitamine sind lebensnotwendig.
Heute wird man in den Industrienationen kaum noch einen sog. "klinischen Mangel" an Vitaminen vorfinden, der so ausgeprägte Symptome zeigt, daß der Arzt oder Heilpraktiker es ohne weiteres erkennt. Der "relative" Vitaminmangel allerdings ist recht oft anzutreffen. Oftmals wird er aber nicht ohne weiteres entdeckt, weil keine signifikanten Symptome vorherrschen. Viele Menschen haben die typischen Beschwerden, wie z.B. Müdigkeit, ungesunde Haut und eine besondere Infektanfälligkeit, ohne daß an einen Vitaminmangel gedacht wird.
Personengruppen, die besonders häufig unter einem relativen Vitaminmangel leiden:
  1. Menschen, die zu häufigen Infekten neigen, weil ihr Autoimmunsystem geschwächt ist.
  2. Bei diesem Personenkreis wird man in der Regel immer eine Hypovitaminose finden.
  3. Schwangere Frauen.
  4. Der Spruch: Schwangere müssen für zwei essen, kennt wohl jeder, doch nicht die Nahrungsmenge, sondern die Nahrungsqualität muß erhöht werden.
  5. Frauen, die die Pille nehmen.
  6. Die Pille kann durchaus ein "Vitaminkiller" sein. Besonders wichtig ist hier auf einen genügend hohen Spiegel an Folsäure aus der Vitamin B-Gruppe, Vitamin B6 (Pyridoxin) und Vitamin B12 zu achten.
  7. Frauen nach der Menopause
  8. Viele Frauen leiden nach der hormonellen Umstellung an einer Osteoporose. Nur wenn genügend Vitamin D und K vorhanden sind, kann supplementär zugeführtes Calcium im Körper ausreichend verwertet werden.
  9. Menschen im Senium
  10. Je älter wir sind, desto weniger Nährstoffe werden vom Körper verwertet. Die Resorptionsfähigkeit des Darms ist in den meisten Fällen gestört. Zusätzlich essen und trinken die älteren Menschen oftmals zu wenig. Weniger Nahrung bedeutet in der Regel auch weniger Vitamine. Die Quantität der Nahrungsaufnahme kann durchaus gesenkt sein, wenn die Qualität erhöht wird.
  11. Kaffee und Teetrinker
  12. Thiamin (Vitamin B1) wird schneller aus dem Körper gespült als es durch die die Nahrung ersetzt werden kann.
  13. Alkoholtrinker
  14. Alkohol behindert die Aufnahme von Folsäure und Vitamin A. Gemeint ist hier nicht nur der Alkoholiker, sondern auch der "Gesellschaftstrinker".
  15. Menschen die Medikamente nehmen.
  16. Verschiedene Arzneimittel behindern die Aufnahme bestimmter Vitamine und können sie teilweise sogar unwirksam machen. Besonders betroffen sind natürlich chronisch Kranke.
  17. Kranke Menschen und Personen, die vor einer Operation stehen oder sich davon erholen; Rekonvaleszenz im Allgemeinen.
  18. Für die Genesung wird viel Vitamin C, Vitamin A und Vitamin B-Komplex gebraucht. Bei einem Mangel verzögert sich die Heilung.
  19. Gestreßte Menschen.
  20. Egal ob psychischer oder physischer (Sportler) Stress herscht, hat unser Körper einen erhöhten Bedarf an folgenden Vitaminen:
    Vitamin A, Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe, Folsäure, Biotin
  21. Menschen, die sich hauptsächlich durch Fast food und Konserven ernähren.
Durch die industrielle Vorverarbeitung und lange Lagerzeit gehen Vitamine verloren. Vor allem Vitamin C und Folsäure bauen schnell ab.

Im Folgenden werden die wasserlöslichen Vitamine mit einem W und die fettlöslichen Vitamine mit einem F gekennzeichnet.

Vitamin AF

Vitamin A kann man als "Bollwerk" der äußeren und inneren Körperoberfläche bezeichnen. Es dient dabei als Schutzschild gegen Viren, Bakterien, chem. Giftstoffe etc..
Vitamin A ist unbedingt notwendig, die körpereigene Abwehr zu kräftigen und zu schützen.

Aufgaben:
  1. Es erhält und erneuert Epithelgewebe.
  2. Es sorgt für die Funktion der Flimmerhärchen im Atemtrakt. (Besonders wichtig für Raucher).
  3. Es schützt vor Erkältungen und hilft bei der Genesung. Bei Erkältungen verbraucht der Körper bis zu 60% seines Vitamin A Gehalts.
  4. Es schützt uns vor NO2 (Stickstoffdioxyd). Das ist das Gas, das den Smog braun färbt.
  5. NO2 entsteht durch Auto- und Industrieabgase, Zigarettenrauch, bei der Erdgas und Kohleverbrennung und kann Lungengewebe schädigen und sogar zerstören (Lungenemphysem).
  6. Es hilft gegen zu trockene Haut, vor allem in Verbindung mit Vitamin D.
  7. Es schützt gegen Celulite.
  8. Es hilft bei Akne (in hohen Dosen mit Vitamin E).
  9. Es schützt gegen Nachtblindheit.
  10. Die Netzhaut des Auges besteht aus lichtempfindlichen Zellen, Stäbchen und Zapfen. Die Zapfen sind farbempfindlich, die Stäbchen reagieren auf unterschiedliche Lichtstärken. Bei Dämmerlicht können kaum noch Farben unterschieden werden. Die Stäbchen sind für das gute Sehen verantwortlich. Sie enthalten ein Pigment, das Rhodopsin. Rhodopsin ist chemisch mit dem Vitamin A nahe verwandt. Wenn Licht auf die Stäbchen trifft, wird Rhodopsin abgebaut und kann nur mit Vitamin A wieder hergestellt werden. Ganz extrem ist dies bei Alkoholikern mit bereits geschädigter Leber. Bei diesen Personen ist die Fähigkeit der Leber, Vitamin A zu speichern und wieder zur Verfügung zu stellen meist verloren gegangen. Daher leiden sie häufig unter extremer Nachtblindheit.
  11. Es soll vorbeugend bei grünem Star helfen. Grüner Star ist in Ländern mit Ernährungsmangel wesentlich stärker vertreten als in Ländern mit ausreichender Nahrungsmittelversorgung und kommt auch schon im Kindesalter vor. In Westafrika, z.B. tritt der grüne Star 30mal häufiger auf als in Deutschland.
  12. Die Rezeptorzellen im Ohr brauchen Vitamin A für die Hörfunktion. Die Konzentration von Vitamin A ist in der Cochlea im Innenohr zehnmal so hoch, wie im übrigen Körper.
Vitamin A Mangel tritt relativ häufig auf. Vor allem bei älteren Menschen und bei Frauen, die Diät machen und sich dabei hauptsächlich von Kaffee und Fertigkost ernähren. Jeder Raucher sollte Vitamin A in ausreichendem Maße zu sich nehmen. Die ernährungswissenschftlich empfohlene Tagesrichtmenge für Vitamin A beträgt 5000 I.E., bzw. 20 mg täglich. Bei Überdosierung kann sich die Haut gelb-braun verfärben.

Vitamin B1 (Thiamin)W

Thiamin ist für die anhaltende Leistungsfähigkeit von Herz und Gehirn absolut notwendig. Bereits ein geringer Thiaminmangel kann negative Auswirkungen auf das Nervensystem und das Gehirn haben. Es kommt zu Symptomen wie:
  • Schlechtes Gedächnis
  • Gereiztheit
  • Depressionen
  • Mangelnder Schwung
  • Schlaflosigkeit
  • Konzentrationsverlust
Thiaminmangel:

  1. Wissenschaftler verabreichten einer Gruppe von Menschen, die von den meisten Ärzten als "neurotisch" im Rahmen ihrer Erkrankung abgestempelt wurden, Vitamine der B-Gruppe. Diese Menschen litten unter Schlafstörungen, unerfreulicher Veränderung der Persönlichkeitsstruktur, Fieberanfällen ohne ersichtlichem Grund, periodisch auftretendem Durchfall und Appetitlosigkeit.
  2. Nach Verabreichung der B-Vitamine verschwanden oder verbesserten sich die Symptome sofort.
  3. Senilität älterer Menschen kann mit einem Thiamin-Mangel in Verbindung gebracht werden.
  4. Im Alter läßt die Fähigkeit Thiamin zu nutzen erheblich nach. Wissenschaftler untersuchten bei 18, als senil eingestuften Frauen den Thiaminspiegel und verglichen ihn mit 10 gesunden Menschen. Bei 15 dieser "senilen" Frauen war der Thiaminspiegel im Blut zu niedrig.
  5. Thiamin ist zum Erhalt eines kräftigen Herzmuskels notwendig.
In einer wissenschaftlichen Studie wurde festgestellt, daß bei Menschen die einen zu niedrigen Thiaminspiegel hatten, fast doppelt so viele Herz-und Kreislaufbeschwerden auftraten wie bei Menschen, deren Thiaminbedarf ausgeglichen war.
Patienten, die vor einer Herzoperation Thiamin in hohen Dosen bekamen, hatten während und nach der Operation viel weniger Herzkrämpfe als Patienten, die ohne Thiaminverabreichung operiert wurden.
Die wissenschaftlich empfohlene Tagesrichtmenge ist sehr niedrig. Frauen sollten 1,0 bis 1,2 mg zu sich nehmen und Männer 1,2 bis 1,4 mg.

Wie kommt es bei einem so geringen Bedarf an Thiamin so oft zu einem Mangel?

Das liegt liegt in der Natur des Thiamins. Thiamin ist ebenso wie Vitamin C wasserlöslich und kann daher vom Körper nicht gespeichert werden. D.h. wir müssen dem Körper jeden Tag Thiamin zuführen, da es vom Körper ständig gebraucht wird.

Ernährungsgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle:

  • Diät: Wenn wir weniger essen, kann die Thiaminaufnahme um 40% sinken.
  • Schlechte Auswahl an Nahrungsmitteln:
    Thiamin ist in großen Mengen in Leber, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vorhanden, in anderen Nahrungsmitteln, außer in Vollkornreis, jedoch kaum. Der Verzehr von "leeren" Kohlenhydraten wie Süßigkeiten, Kartoffelchips, weißem Feinmehl und poliertem Reis kann den Thiaminspiegel senken, da diese Nahrungsmittel Thiamin benötigen, um verdaut werden zu können. Durch den industriellen Herstellungsprozess wird ihnen sämtlicher Thiamingehalt geraubt.
  • Kaffee:
    In einer wissenschaftlichen Untersuchung wurden freiwilligen Testpersonen sieben Tassen Kaffee in 3 Stunden verabreicht. Eine Woche später tranken die Testpersonen in der selben Zeit die gleiche Menge Wasser. Anschließend wurde beide Male die Thiaminmenge im Urin labortechnisch gemessen. Am Kaffeetag war die Menge des Thiamins um 45% niedriger. Da der verantwortliche "Thiaminräuber" im Kaffee die Chlorogensäure ist, die nichts mit dem Röstvorgang oder dem Koffein zu tun hat, nützt es auch nichts, nur koffeinfreien Kaffee zu trinken.
  • Tee:
    Einige Versuchspersonen wurden gebeten, einige Wochen lang täglich 4 bis 6 Tassen Tee zu trinken und bekamen gleichzeitig thiaminreiche Kost. Trotzdem hatten alle bereits nach einer Woche Thiaminmangel.
  • Alkohol:
    Ebenso wie Tee verringert Alkohol die Aufnahme und Umsetzung des Thiamins. Starke Trinker leiden daher an schwerem Thiaminmangel. Bereits geringe Mengen Alkohol rauben dem Kρrper Thiamin.
  • Langes Kochen:
    Thiamin ist thermolabil. Zu hohe Temperaturen oder zu langes Kochen kann Thiamin zerstören.
  • Chlor:
    Die meisten Menschen trinken und kochen mit chlorhaltigem Leitungswasser. Wissenschaftler kochten Vollkornreis in chlorhaltigem Leitungswasser und in einem zweiten Topf in destilliertem Wasser. Der im chlorhaltigem Wasser gekochte Reis enthielt 36% weniger Thiamin. Als man in einem zweiten Versuch noch mehr Chlor zusetzte, sank der Thiamingehalt im Reis praktisch auf Null.
Das Problem ist, daß die meisten Menschen mehr Thiamin benötigen. In einer wissenschaftlichen Studie wurde festgestellt, daß 50% der gesunden Menschen einen Thiaminmangel haben. Thiaminmangel ist heute eines der am meisten verbreiteten Ernährungsprobleme.

Vitamin B2 (Riboflavin)W

Der beste Indikator für einen ausreichenden Vitamin B2 Gehalt im Körper ist unsere Zunge. Ist die Zunge normal groß und hat eine gesunde rote Farbe, fühlen sich die Ränder glatt an und gibt es keine sichtbaren Zahnabdrücke, dann ist der Riboflavingehalt im Körper in der Regel ausreichend. Wenn die Zunge aber einen dunkelroten bis violetten Schimmer hat und gereizt aussieht, dann ist dies ein Hinweis auf einen möglichen Vitamin B2 Mangel.

Symptome eines Riboflavin Mangels:
  1. Rhagaden
  2. Fettiges Haar
  3. Müde, gerötete Augen
  4. Schuppige Haut um Nase, Augenbrauen und am Haaransatz
  5. Verschwimmen der Sicht
  6. Überempfindlichkeit der Augen gegen helles Licht
  7. Ebenso können auch andere Hautprobleme die ersten Symptome eines Riboflavin-Mangels sein.
Aufgaben des Riboflavins im menschlichen Körper:

  • Gesunderhaltung des epithelialen oder hautbildenden Gewebes.
  • Riboflavin nimmt an jeder Körperzellatmung teil.
  • Riboflavin verbindet sich mit Protein und bildet dadurch ein sauerstofftransportierendes Enzym.
  • Riboflavin trägt zur Blutbildung bei: Die Lebensdauer der Erythrozyten sinkt bereits bei einem geringen Riboflavin-Mangel. Deshalb wirkt eine Eisensubstitutionstherapie, mit Riboflavin kombiniert, auch wesentlich besser, als eine Eisentherapie alleine.
  • Es unterstützt den Eiweissabbau, d.h. bei großem Eiweisskonsum steigt der Bedarf an Vitamin B2 an.
  • Es wandelt Vitamin B6 (Pyridoxin) in eine für den Körper verwertbare Form um. Deshalb sollte bei Vitamin B6 Mangel immer Riboflavin mit verordnet werden.
  • Riboflavin hat eine entgiftende Wirkung, selbst gegen Drogen:
    Bei dem Contergan-Skandal haben einige Frauen trotz Contergan Einnahme ein gesundes Kind zur Welt gebracht. Anschließende Untersuchungen ergaben, daß diese Frauen hohe Dosen Riboflavin zu sich genommen hatten. Einige Wissenschaftler schreiben diesem Vitamin sogar eine protektive Wirkung gegenüber embryotoxischen Substanzen zu.
  • Riboflavin unterstützt die vorgeburtliche geistige Entwicklung des Kindes. Schwangere Frauen und stillende Mütter haben einen besonders hohen Bedarf an Riboflavin.

Riboflavin ist ein sehr empfindliches Vitamin.

Lebensmittel verlieren jeden Tag, selbst bei entsprechend kühler Lagerung, Riboflavin. Bestimmte Nahrungsmittel verlieren bis zu 1% ihres Riboflavingehalts pro Tag! Beim Auftauen von gefrorenem Fleisch gehen etwa 9% Riboflavin, 12% Thiamin und 15% Niacin verloren. Licht und Wärme zerstören ebenfalls Vitamin B2, deshalb sollte beim Kochen den Deckel nicht abgenommen werden.

Riboflavin ist, wie alle Vitamine der B-Gruppe, wasserlöslich. Deshalb Obst und Gemüse nur kurz, aber gründlich waschen und niemals vor dem Essen einweichen. Am Besten kocht man mit ganz wenig Wasser und verwendet die zurückbleibende Flüssigkeit, da diese sehr reich an Vitamin B2 ist.

Die wissenschftlich empfohlene Tagesdosis ist bei der Frau durchschnittlich 1,2 bis 1,5 mg und beim Mann 1,4 bis 1,7 mg.

Vitamin B6 (Pyridoxin)W

Pyridoxin ist neben Vitamin B12 eines der wichtigsten Vitamine überhaupt, besonders für die Frau.

Die Aufgaben des Pyridoxins:

Vitamin B6 ist an fast jeder wichtigen biochemischen Körperfunktion beteiligt.

  • Verdauung der Kohlenhydrate und Fette
  • Verarbeitung von Eiweiss
  • Es vertreibt den Trübsal
  • Es hilft zur Vorbeugung von Gallensteinen und Nierensteinen
  • Es hilft bei Akne
Pyridoxin im weiblichen Hormonhaushalt:

Millionen Frauen nehmen die oralen Kontrazeptiva (Pille) und viele Frauen fühlen sich deprimiert. Laut einer Studie sind es etwa 7%. Die Pillen-Einnahme führt zu einem relativen Vitamin B6-Mangel.
Ein Hormon der Pille, das Östrogen, erhöht den Stoffwechsel von Tryptophan. Für den Tryptophan-Stoffwechsel benötigen wir Vitamin B6, d.h. je mehr Tryptophan abgebaut wird, um so mehr Vitamin B6 wird verbraucht. Es kann zu einem derart starken Mangel kommen, daß manchmal das empfindliche Gleichgewicht des chemischen Kräftespiels im Gehirn gestört wird und die Benutzerin des Verhütungsmittels in tiefe Depressionen fällt.
Schwangere Frauen haben ebenfalls einen erhöhten Bedarf an Pyridoxin. Es werden bis zu 50 mg/Tag empfohlen.

  • Präparate die Vitamin B6 enthalten, lassen Ödeme verschwinden.
  • Übelkeit und Erbrechen in der Frühschwangerschaft lassen sich häufig auf Vitamin B6 Mangel zurückführen.
  • Schmerzhafte Neuropathien in Finger und Händen sprechen sehr häufig auf Vitamin B6 an.
  • Schwellungen der Hände und Füße bessern sich.
  • Krämpfe in Händen und Beinen können auf einen Pyridoxin Mangel hindeuten.
  • Einschlafen der Extremitäten kann ebenfalls auf einen Vitamin B6-Mangel hindeuten.
  • Pyridoxin hilft zur Vorbeugung und Heilung von Sepsis und eklamptischer Toxikose.
  • Vitamin B6 löst prämenstruelle Probleme, vor allem Akne und geschwollene Hände und Füße. Aber auch Spannungen Gereiztheit, Schmerzen und Gewichtszunahme während dieser Zyklusphase, bessern sich häufig bei Vitamin B6 Einnahme.
  • Bei medizinisch nicht erklärbarer Unfruchtbarkeit kann in vielen Fällen Vitamin B6 helfen: In einer Studie wurden 12 von 14 Patientinnen, die zwischen 18 Monaten und 7 Jahren unfruchtbar waren, nach einer Therapie mit Pyridoxin schwanger. Die Teilnehmerinnen waren zwischen 23 und 31 Jahre alt und litten an prämenstruellen Spannungen. Sie bekamen täglich 100-800 mg Vitamin B6, je nachdem bei welcher Dosis die prämenstruellen Probleme nachließen. 11 Patientinnen wurden in den ersten 6 Monaten schwanger. Warum die Frauen schwanger wurden ist nicht sicher, aber der Progesteronspiegel (Gelbkörperhormon) stieg bei den meisten Frauen erheblich an. (Progesteron bereitet die Innenseite der Gebärmutter für die Aufnahme und Einlagerung des befruchteten Eies vor).
Vitamin B6 brauchen nicht nur Frauen, es hilft auch bei folgenden Problemen:
  • Pyridoxin beugt der Gallensteinbildung vor. Wenn die Gallenblase mit mehr Cholesterin übersättigt ist, als sie verkraften kann, bilden sich Gallensteine.
    In einer Studie wurden 22 Patienten mit 1 Essl. Maisöl und 50 mg Vitamin B6 behandelt. Alle Patienten konnten dadurch ihren Cholesterinspiegel besser unter Kontrolle halten.
  • Die Bildung von Nierensteinen wird eingeschränkt. Etwa 70% aller Nierensteine entstehen durch Calciumoxalat-Ablagerungen. Die Calciumoxalat Steine können Schmerzen, Fieber, Harnverhaltung, Entzündungen und Blut im Urin verursachen. Mit hohen Vitamin B6-Dosen kann sich das Harnoxalat normalisieren.
  • Vitamin B6 hilft bei schmerzenden und steifen Gliedern: z.B. Handwurzelkanalsyndrom, bei dem es durch Druck der Handgelenkbänder auf den mittleren Handnerv zu Symptomen wie Schmerzen, Steifheit vor allem morgens, Schwellungen an den Fingern und Händen, Muskelkrämpfen und kurzzeitigen Lähmungserscheinungen kommen kann.
    In einer Studie entschieden sich die Ärzte zu einer sehr hohen Pyridoxin Dosis (300 mg täglich), da bei allen Patienten ein Vitamin B6-Mangel festgestellt wurde. Die Ergebnisse waren erstaunlich. Muskelkrämpfe legten sich, geschwollene Füße und Fußgelenke normalisierten sich, Schmerzen und Steifheit im Knie wurden erheblich gelindert, so daß die Beweglichkeit wieder weitgehend hergestellt war.
  • Kontaktlinsen können beschwerdefreier getragen werden:
    Die Vitaminbehandlung verstärkte den Tränenfluß; allerdings erst in sehr hohen Dosen.
  • Autistische Kinder reagierten ganz stark auf Vitamin B6, das mit Magnesium kombiniert wurde. Die Dosis von mehreren Hundert mg muß dauerhaft zugeführt werden, da sich das Verhalten nach dem Absetzen wieder merklich verschlechterte.
In einer Laboruntersuchung über den Vitamin B6-Gehalt hunderter industriell verarbeiteter Lebensmittel, stellte man im Jahre 1971 fest:
Aufgrund der Konservierung von Nahrungsmitteln ergaben sich Verluste von 57% bis 77%. Bei tiefgefrorenem Gemüse von 37% bis 56%. Bei weißem ausgemahlenem Mehl etwa 80%. Schnellkochreis verliert etwa 93% Pyridoxin.

Die wissenschaftlich empfohlene Tagesmindestmenge an Vitamin B6 beträgt 2 mg.

Vitamin B12 (Cyanocobalamin)W

Vitamin B12 kann man durchaus als eines der wichtigsten Vitamine bezeichnen, wobei aber darauf hingewiesen werden muß, daß auch das Cyanocobalamin nur eine Komponente aus einem Komplex ist. Es hilft oftmals sogar bei manchen nervlich bedingten Störungen, bei denen herkömmliche Arzneimittel und Behandlungsmethoden unwirksam bleiben.

Aufgaben:

Vitamin B12 ist wichtig für den Zellaufbau und das Zellwachstum. Vor allem bei der Entstehung und Entwicklung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ist B12 außerordentlich wichtig. Die roten Blutkörperchen transportieren Sauerstoff zu jeden Teil des Körpers. Bei einem Mangel an Erythrozyten ist der gesamte Körper geschwächt, man spricht dann von einer Anämie.

Vitamin B12 gibt neuen Schwung: Menschen mit Neigung zu Depressionen und zur Lethargie, die starke Konzentrationsschwierigkeiten haben, Schwierigkeiten im Verstehen und Behalten gelesener Texte und das Gefühl haben, morgens nicht aus dem Bett zu kommen, leiden häufig unter einem Vitamin B12-Mangel. Die genannten Symptome bessern sich sehr schnell, wenn dem Körper ausreichend Vitamin B12 hinzugeführt wird.

Vitamin B12 -Mangel:

Wie bereits oben erwähnt, kommt es zur Anämie, mit folgenden Symptomen: Müdigkeit, Schwäche, unsicherer Gang, Benommenheit, prickelndes Gefühl in den Beinen, Atembeschwerden, Gewichtsverlust, Gedächtnisschwund, Rötung der Zunge, Unterleibsbeschwerden, Brustschmerz.

Es ist fast nicht zu glauben, daß ein einziges Vitamin all diese Symptome bekämpfen kann. Wenn man jedoch bedenkt, daß Vitamin B12 außer bei der Bildung der roten Blutkörperchen auch bei der Funktionsfähigkeit des zentralen Nervensystems eine wichtige Rolle spielt, dann kann sich jeder vorstellen, wie wichtig dieses Vitamin für unsere Gesundheit ist.

Selbst Psychosen können durch einen Mangel an Vitamin B12 verursacht werden.

Bei älteren Menschen kann durch einen B12 – Mangel, eine Senilität vorgetäuscht werden, besonders dann, wenn gleichzeitig ein Folsäure-Mangel vorliegt: Es kommt zur Vergesslichkeit, Verwirrtheit, bis zur Depression.

Die Unfruchtbarkeit wird verringert: Unfruchtbare Frauen, bei denen kein medizinischer Grund vorlag, wurden schon nach wenigen Monaten Behandlung mit Vitamin B12 schwanger.

Außerdem hat man in der Samenflüssigkeit und im Sperma von Männern mit perniziöser Anämie (Vitamin B12-Mangelanämie), Abnormalitäten festgestellt. Es ist ein spektakulärer Fall bekannt, bei dem eine Vitamin B12 Behandlung einem 73 jährigen australischen Schäfer seine Arbeitskraft wiedergab und seine 37 jährige Frau schwanger werden ließ.

Bestimmte Bedingungen können die Aufnahme von Vitamin B12 beeinträchtigen: Viele Medikamente (einschließlich orale Verhütungsmittel) senken den Gehalt von Vitamin B12 im Blut.

Magen-und Darmoperationen: Der sogenannte "Intrinsic Factor", der für die Aufnahme von Vitamin B12 unbedingt erforderlich ist, wird im oberen Dünndarmteil gebildet. Fehlt dieser Faktor, kann der Körper diesen Vitalstoff trotz ausreichender oraler Zufuhr, nicht aufnehmen! Das ist der Fall bei Magenoperationen nach Billroth I und II. In diesem Falle muß dem Körper B12 mittels Injektionen zugeführt werden, um den Darmtrakt zu umgehen.

Auch Alter kommt es zu Veränderungen im Magen-Darmtrakt, die zu einer geringeren Absorption von Vitamin B12 führen können.

Strenge Vegetarier und Veganer, die sowohl Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte ablehnen, sind prädestiniert für einen Vitamin B12-Mangel. Vorsicht (!), die Symptome erscheinen meist erst 3 Jahre später, daher werden sie häufig nicht mit der veränderten Nahrungszufuhr in Verbindung gebracht.

Nach Krankheiten, Operationen und beim Älterwerden reicht die tägliche Nahrungsaufnahme nicht aus, um den Bedarf dieses Vitalstoffes zu decken.

Die wissenschaftlich empfohlene Tagesdosis an Vitamin B12 beträgt 3 Mikrogramm.

FolsäureW

Folsäure wird auch Folin-oder Blattsäure genannt und ist ein weiteres Vitamin der B-Gruppe. Wie auch die anderen Vitamine, hat Folsäure eine große Bedeutung bei der Funktionstüchtigkeit des zentralen Nervensystems.

Folsäure-Mangel:

Bei einem Mangel kommt es zu vielen Störungen im Körper und Gehirn, wie z.B.:
  • Muskelschwäche
  • Muskelkrämpfe
  • Körperliche und geistige Ermüdungserscheinungen
  • Vergesslichkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Schlaflosigkeit
  • Schwindelgefühle
  • Depressionen
  • Kopfschmerzen aufgrund von Stress
  • Verstopfung oder Durchfall.
Mutterschaft erhöht den Bedarf an Folsäure: Eine 29jährige Mutter mit zwei Kindern war als hoffnungsloser Fall von Hypochondrie abgestempelt. Ihre Nerven waren völlig zerrüttet, sie war körperlich und psychisch erschöpft, ihr war dauernd schwindelig und sie litt unter Kopfschmerzen. Diese Probleme hatten sich alle nach der Geburt des zweiten Kindes entwickelt. Dazu kamen noch Muskelkrämpfe, Benommenheit, und unkontrollierte Bewegungen beider Arme und Beine. Ihr Arzt behandelte sie nur psychosomatisch und verordnete Beruhigungsmittel. Nach Einlieferung in ein Krankenhaus wurde festgestellt, daß der Folsäurespiegel zu niedrig war. Ihr wurde Folsäure verordnet und die Symptome besserten sich langsam aber stetig.

Folsäure lindert nervlich bedingte Fehlfunktionen in den Beinen, wie verlangsamte Reflexe, unkontrollierte Muskelbewegungen, prickelndes Körpergefuehl und Brennen in den Fußsohlen.

Folsäure vertreibt Trübsal:
In einer wissenschaftlichen Untersuchung stellte man fest, daß der Folsäuregehalt im Blutserum bei depressiven Patienten erheblich niedriger war, als bei körperlich Kranken. Daher geht man davon aus, daß Depressionen auch durch Folsäuremangel bedingt sein können.

Jeder Mensch braucht Folsäure, aber einige Gruppen müssen ganz besonders darauf achten: Ältere Menschen ab 70 Jahren laufen besonders Gefahr durch einen Folsäuremangel zu erkranken, aufgrund der nachlassenden Fähigkeit des alternden Körpers, die in der aufgenommen Nahrung enthaltene Folsäure dem Körper zugute kommen zu lassen. Daher empfehlen Ärzte und Heilpraktiker, daß ein älterer Mensch täglich eine ausgewogene Nahrungsergänzung zu sich nehmen sollte, in der Folsäure enthalten ist.

Wichtig ist, nicht nur Folsäure einzunehmen, sondern sie mit Vitamin B12 zu kombinieren, sonst könnte die Folsäure einen Mangel an Vitamin B12 überdecken und das könnte ernste Folgen haben.

Schwangere Frauen: Folsäuremangel kann sowohl bei der Mutter wie auch beim Kind Schäden verursachen. In einer Studie wurde festgestellt, daß fast 50% der Schwangeren einen niedrigeren Folsäurespiegel hatten als nicht schwangere Frauen. Viele Schwangere leiden unter nervösen Beinleiden, unter Depressionen nach der Geburt und unter Zahnfleischentzündungen. Diese Probleme lassen sich sehr oft auf Folsäuremangel zurückführen.

Frauen die orale Verhütungsmittel nehmen: Es ist schon lange bekannt, daß Frauen, die die Pille nehmen, weniger Vitamine der B-Gruppe im Blut haben, als andere Frauen. Dieses bezieht sich auch auf die Folsäure.

Wichtig:
Zu langes Kochen kann die Folsäure zerstören. Frischer Blumenkohl verliert bereits nach 10 Minuten im kochenden Wasser 84% seines Folsäuregehaltes.

Die wissenschaftlich empfohlene Tagesdosis an Folsäure beträgt 400 Mikrogramm. In der Schwangerschaft verdoppelt sich die Menge.

Biotin (Vitamin H)W

Biotin kann man durchaus als "Antistressvitamin" bezeichnen. Biotin wird vom Körper in das Coenzym R (CoR) umgewandelt, um das Vitamin nutzen zu können. So gesehen, ist CoR die aktive Form des Biotins.

CoR ist für die Gesundheit der Nebennieren, sowie für die Bildung der Nebennierenhormone entscheidend.

Durch einen genügend hohen Biotinspiegel werden psychische und physische Energien frei, die es erlauben, mit jeder Form von Stress besser fertig zu werden. "Gestresste" Menschen, die ausreichend Biotin zu sich nehmen, haben nur eine mäßige Verringerung an weißen Blutkörperchen, die vor Infektionen schützen. Außerdem bleibt auch der Anteil an Ascorbinsäure (Vitamin C) höher und es wird weniger Harnsäure ausgeschieden (Zeichen für die Beanspruchung des Körpers) und der Cholesterinspiegel ist niedriger.

Biotin greift regulierend in den Fettstoffwechsel ein.

Schnellere Genesung nach Operationen: Man verabreichte einer Gruppe von Patienten am Tag ihrer Operation sowie an 5 weiteren Tagen 500 mg Biotin. Diese Patienten hatten deutlich weniger mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen und erholten sich auch deutlich schneller als die Gruppe ohne Biotingabe.

Schutz gegen Röntgenstrahlung: Der Körper wird besser mit der Strahlenbelastung fertig.

Angeblich soll Biotin das Leben verlängern. Es wurden Versuche mit Mäusen gemacht, denen ausreichend Biotin zugeführt wurde. Diese Gruppe lebte im Durchschnitt 653 Tage. Die Mäuse der Kontrollgruppe, die kein Biotin bekamen, lebten im Durchschnitt nur 550 Tage.

Biotin soll Allergien verringern. Hauterkrankungen, wie: Dermatitis seborrhoides, Akne und dystrophische Störungen der Haut und der Schleimhäute, wurden durch hohe Gaben von Biotin gebessert.

Nächtliches Zähneknirschen soll durch Einnahme von Biotin und Calcium abgestellt werden.

Mangel an Biotin (CoR): Der Mangel an Biotin kann die folgenden Krankheiten und Symptome hervorrufen oder begünstigen:
  • Kolitis mit folgenden Symptomen, je nach Schweregrad:
    • Durchfall
    • Blut im Stuhl
    • Blässe, aber auch:
  • Fieber
  • Hautausschlag
  • Graufärbung der Haut
  • Bleiche Zunge mit atrophierten Papillen
  • Hypercholesterinaemie
Biotin ist in fast allen, besonders aber in den tierischen Nahrungsmitteln enthalten. Tiefkühlung und industrielle Verarbeitung reduzieren den Biotingehalt allerdings extrem. Tiefgekühltes Gemüse z.B. verliert zwischen 37% und 57%, Gemüse in Dosen zwischen 46% und 78%, industriell verarbeitetes Fleisch zwischen 50% und 75% Biotin. Baby-Fertignahrung enthält in der Regel nur 25% des Biotinbedarfs der Kleinkinder.

Es gibt keine offiziell empfohlene Tagesdosis, 5 mg bis 10 mg soll "wahrscheinlich" ausreichend sein.

Vitamin C (Ascorbinsäure)W

Vitamin C ist wohl das bekannteste Vitamin. Wenn man die Wirkbreite und Wirksicherheit betrachtet, ist das auch nicht verwunderlich.

Aufgaben:
  1. Es schützt vor Erkältungskrankheiten:
    Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, daß Menschen, die täglich Vitamin C zu sich nahmen, zwischen 30% und 68% weniger Erkältungskrankheiten bekamen als die Kontrollgruppe, die Placebos zu sich nahm.
  2. Es lindert Asthmaanfälle:
    Die durch körperliche Anstrengung ausgelöste bronchiale Verkrampfung kann durch Vitamin C gelindert werden.
  3. Es lindert Allergien:
    Triefnase, geschwollene Schleimhäute etc. Werden, im Falle einer Allergie, durch Histamine bewirkt. Vitamin C ist ein natürliches Antihistaminikum.
  4. Es soll gegen Parodontose wirken:
    Eine der Ursachen für Parodontose soll ein leichter Vitamin C-Mangel sein.
  5. Es hilft gegen Harnwegsinfekte:
    Vitamin C hat eine bakterizide Wirkung gegen einige Bakterien, unter anderem auch gegen den Keim, der am häufigsten Blasenentzündung verursacht. (Escherichia coli). Da sich Vitamin C in hohem Maße im Harn anreichern kann, entfaltet es seine Wirkung an Ort und Stelle. Superdosen können allerdings auch, bei prädisponierten Menschen, die Bildung von Nieren- und Blasensteinen begünstigen.
  6. Wunden heilen besser:
    Vitamin C ist das wichtigste Wundheilungs-Vitamin. Es wird benötigt für die Kollagenbildung. Kollagen ist ein Eiweisstoff, der für den Zusammenhalt der einzelnen Zellen verantwortlich ist. Fehlt dem Körper Vitamin C, verzögert sich die Wundheilung oder bleibt ganz aus.
  7. Es strafft das Bindegewebe und bekämpft so Cellulite.
  8. Es stärkt die Immunabwehr.
  9. Es senkt den Cholesterin-Spiegel und verringert die Lipoproteine.
  10. Es verhindert die Bildung von Blutgerinseln.
Aus den beiden letzten Punkten ergibt sich eine protektive Wirkung vor Herzerkrankungen.

  1. Vitamin C als Zusatztherapie gegen Krebs.
  2. Das Wachstum bestimmter Leukämiezellen wird behindert. Auch Melanokarzinomzellen werden gehemmt. Vitamin C behindert wahrscheinlich das Wachstum wuchernder Zellen. Bei Studien fand man heraus, daß Patienten mit unheilbarem Krebs, die hochdosiert Vitamin C bekamen, Krebspatienten ohne zusätzliche Vitamin C Gaben, 4mal so lange überlebten. Außerdem berichteten sie über weniger Schmerzen und fanden dadurch das Leben lebenswerter. Natürlich ist Vitamin C kein Krebsheilmittel, kann die Lebensqualität der Patienten jedoch erhöhen.
  3. Vitamin C ist zur Behandlung und Vorbeugung von Hitzepocken wirksam. (Brennender und juckender Hautausschlag durch Blockierung der Schweißdrüsen)
  4. Es reagiert auf über 50 chemische Umweltgifte und verringert die Gefahr von Arsen, Kadmium, Zyanid, Blei, Quecksilber, Benzol, Venylchlorid, Kohlenmonoxid, Ozon und PCB.
Rauchen raubt Vitamin C: Raucher besitzen 25% weniger Vitamin C im Blut, als Nichtraucher. Diejenigen, die mehr als eine Schachtel pro Tag rauchen, verringern ihren Vitamin C Gehalt um 40%. Manche Wissenschaftler glauben, daß der Körper Vitamin C benutzt, um sich vom Kadmium zu entgiften, einer Substanz, die im Zigarettenrauch enthalten ist.

Vitamin C in unserer Nahrung:

Vitamin C ist leider ein sehr instabiles Vitamin. Eine frisch gepflückte Kiwi enthält 70 mg Vitamin C. Bis sie auf unserem Tisch landet, bleiben gerade noch 5 mg übrig. Da Vitamin C nicht hitzebeständig und zusätzlich wasserlöslich ist, sollten Vitamin-C-haltige Nahrungsmittel möglichst nicht gekocht werden. Eine in der Schale gekochte Kartoffel verliert 20% ihres Vitamin C Gehalts, eine Bratkartoffel verliert beim Braten 70% ihres Vitamin C Gehalts.

Man sollte der optimalen Wirkung wegen die Aufnahme von Vitamin C in kleineren Mengen über den Tag verteilen, statt die gesamte Menge auf einmal einzunehmen. Der Grund besteht darin, daß der Körper überschüssiges Vitamin C ungenutzt mit dem Urin ausscheidet. Häufige kleinere Dosen werden dagegen vom Körper optimal verwertet.

Die wissenschaftlich empfohlene Tagesdosis beträgt 200 mg bis 1000 mg, je nach körperlicher Belastung. Eine Überdosierung kann vereinzelt zu Durchfällen führen.

Vitamin DF

Vitamin D gehört zu der Gruppe der antirachitischen Vitamine. Anders als die meisten anderen Vitamine wird das Vitamin D auch im Körper des Menschen hergestellt. Als fertiges Vitamin kommt es in der Nahrung kaum vor. Damit das Vitamin im Körper hergestellt werden kann, benötigt es ein Provitamin, daß dann in verschiedenen Stufen zum Vitamin D umgebaut wird. Da die Sonne und das Licht für diese Umbaumaßnahmen eine katalytische Wirkung haben, wird es auch als "Sonnenscheinvitamin" bezeichnet. In der dunkelen Jahreszeit des Winters sinkt der Vitamin D Spiegel im Köper meistens ab.

Die Wirkung des Vitamins:

Ohne Vitamin D kann nicht genügend Calcium und Phosphor resorbiert und eingelagert werden. Diese beiden Mineralien werden zum Aufbau von Knochen, Zähnen und dem Blut benötigt. Für Kinder ist die ausreichende Zufuhr dieser Mineralien besonders wichtig, da sie das gesunde Wachstum und das Zahnen entscheidend beeinflussen.
Natürlich verliert das Vitamin D auch für den älteren Menschen nicht an Bedeutung. Unter anderem beugt es aus den vorgenannten Gründen der Karies vor. Dringend benötigt wird es, wenn die Gefahr besteht, daß sich bei der Frau, durch die hormonelle Umstellung nach der Menopause, eine Osteoporose ausbilden kann.

Vitamin – D Mangel:

Die schlimmste Vitamin–D – Mangelerkrankung, die Rachitis, tritt in unseren Breiten so gut wie gar nicht mehr auf. Die katastrophale Wohnsituation großer Bevölkerungsschichten im vorigen Jahrhundert, ohne Licht, Luft und Sonne (>> Zille sein Millieu <<), war meist Auslöser dieser Erkrankung. Wer kennt nicht die Bilder rachitischer Kinder, mit ihren O-Beinen, der deformierten Wirbelsäule und den schlechten, von stärkster Karies befallenen Zähnen?

Die ersten echten Symptome eine Vitamin-D-Mangels sind uebermäßiges Schwitzen und Magen-Darm-Störungen. Wenn diese Sypmtome auftreten, ist der Knochen bereits geschädigt.

Die empfohlene Tagesmenge: 400 – 800 I.E. In der Schwangerschaft und Stillzeit 600 – 700 I.E. Frühgeborene 800 – 1400 I.E.

Vitamin E (α -Tokopherol)F

Es fördert die Wundheilung: Vitamin E wird von einigen Ärzten, vor allem aber von Heilpraktikern, zur Therapie von schlecht heilenden Wunden (z.B. Brandwunden, eitrige Wunden etc.) eingesetzt. Die Patienten bekommen Vitamin- und Zinktabletten und Vitamin E-Salbe oder Vitamin- E Öl auf die Wunde. Wenn man Vitamin E-zugibt, dann ist das neu gebildete Gewebe frischer und die Wunde heilt schneller. Allerdings muß außer der lokalen Behandlung, immer auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin E im ganzen Körper geachtet werden.

Bläschenausschlag verschwindet: In Grossbritannien wurde einer Gruppe von Patienten Vitamin E dirkt auf den Herpes simplex- Ausschlag gegeben. Zum einen beobachtete man eine schnelle Linderung der Schmerzen und zum anderen heilten die Wunden schneller aus.

Vitamin E ist ein natürliches Heilmittel gegen die gefürchtete Gürtelrose (Herpes zoster): Gürtelrose ist mit dem oben beschriebenen Bläschenausschlag verwandt, jedoch sehr viel schmerzhafter. Vitamin E scheint die Schmerzen zu lindern, nachdem die Krankheitserreger eingedrungen sind. In einer Studie behandelten 2 Ärzte 11 Patienten die an Gürtelrose litten, mit Vitamin E. Die Patienten nahmen täglich 400 I.E. bis 1600 I.E. Vitamin E oral ein und zusätzlich wurde der Ausschlag lokal mit Vitamin E behandelt. Nach Einnahme von Vitamin E berichteten 9 Patienten über eine völlige oder fast völlige Kontrolle der Schmerzen.

Vitamin E reduziert Zysten in der Brust: Die gutartigen Knoten, die bei manchen Frauen in der Mitte der Menstruation durch einen leichten Anstieg der Östrogenbildung auftreten, werden durch Vitamin E häufig in Menge und Größe reduziert und die Beschwerden lassen ebenfalls nach. In einer Studie gab es bei 80% der Frauen, die täglich 600 I.E. Vitamin E einnahmen, erfolgversprechende Ergebnisse. Die Wirkung des Vitamins scheint darin zu liegen, daß es die abnorm hohe Rate an Östrogen und Progesteron verringert, die während des Menstruationszyklus im weiblichen Körper vorhanden ist. Natürlich muß jeder Knoten in der Brust erst histologisch untersucht werden, um einen bösartigen Tumor auszuschließen.

Der Kreislauf braucht Vitamin E: Einige Forscher stellten fest, daß Vitamin E den Blutkreislauf verbessert und dadurch gesundheitliche Probleme, wie z.B. Bluthochdruck, Thrombophlebitis (Venenentzündung mit Ausbildung von Blutgerinseln) oder sogar einen Herzanfall verhindern helfen kann. Vitamin E verhindert eine Verklumpung der Blutplättchen (Thrombozyten) und hält die Blutgefäße frei von Fettablagerungen (oxydierte Fette). Für viele Ärzte und Heilpraktiker gibt es kein Zweifel, daß Vitamin E von größter Wichtigkeit für das Aufrechterhalten eines gesunden Kreislaufes ist. Außerdem gilt es als ein hochwirksames Antioxydationsmittel.

Vitamin E verringert Brustschmerzen: In Finnland verabreichte man einer Gruppe herzkranker Patienten Vitamin E mit Selen. Die Patienten litten alle unter ständigen Brustschmerzen, was ein sicheres Zeichen für verengte Arterien ist, und sie brauchten große Mengen von Nitroglyzerin und anderen Medikamenten, um diese Symptome unter Kontrolle zu halten. Schon zwei Wochen nach Behandlungsbeginn zeigte sich eine Besserung und nach 1-2 Monaten hatte man die stärkste Wirkung erreicht. Bei den meisten Patienten sank der tägliche Gebrauch von Nitroglyzerin erheblich.

Vitamin E hilft den Cholesterinspiegel unter Kontrolle zu halten: Es gibt Beweise, daß Vitamin E das "gute" Cholesterin (HDL) erhöht und das "schlechte" Cholesterin (LDL) verringert. Der Vitamin E Gehalt von 15-50 I.E., der häufig in den Multivitaminpräparaten vorhanden ist, reicht wahrscheinlich nicht aus, um auf den Cholesterinspiegel Einfluß zu nehmen. Es wird empfohlen, in diesem Fall täglich 600-800 I.E. zu sich zu nehmen. Trotzdem sollte die Dosis nicht bei allen Menschen von Anfang an so hoch sein. Dies betrifft vor allem Menschen, die an hohem Blutdruck, Herzkrankheiten, oder Diabetes mellitus leiden, denn Vitamin E verbessert den Tonus des Herzmuskels und daher kann der Blutdruck bei sehr hohen Dosen in die Höhe schiessen. Außerdem wird die Speicherung von Glykogen verbessert und daher könnten Zuckerkranke, die mit Insulin behandelt werden, einen Insulinschock erleiden. Deshalb sollte die Dosis nur unter der Kontrolle eines Arztes oder Heilpraktikers langsam erhöht werden. Den eben angesprochenen Problemen kann man aus dem Weg gehen, wenn man auf moderne Nahrungsergänzungsmittel zurückgreift. In diesen Mitteln ist das Vitamin E so dosiert, daß es mit den anderen Bestandteilen einen Synergismus eingeht. Dadurch kann die Dosierung niedriger sein, ohne daß sie an Wirksamkeit verliert. Überdosierungen sind bei regelgerechtem Gebrauch dieser Mittel ausgeschlossen.

Es schützt vor der allgemeinen Luftverschmutzung: Wie bereits weiter oben erwähnt, schützt Vitamin C die Lungen vor Ozon. Ozon (O3) kann auch die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) angreifen; dagegen ist Vitamin E hilfreich.

Vitamin E fördert die Fruchtbarkeit.

Vitamin E hilft gegen Rheuma.

Konservierte und tiefgefrorene Kost verliert bis zu 65% ihres Vitamin E Gehalts. Geröstete Nüsse verlieren sogar bis 80% ihres Gehalts an Vitamin E. Wenn Sie absolut sicher sein wollen genügend Vitamin E zu sich zu nehmen, sollten Sie auf die eben erwähnten Kombinationspräparate zurückgreifen.

Die wissenschaftlich empfohlene Tagesdosis für Vitamin E beträgt 60 mg.

Wichtig ist es, noch einmal herauszustellen, daß die Vitamine Bestandteile der Enzyme des menschlichen Körpers sind und grundsätzlich in ausreichendem Maße dem Organismus zugeführt werden müssen, da es sonst leicht zu einer Stoffwechselentgleisung kommen kann.

Die gesamten hier beschriebenen Vitamine, sind in der Aleuronschicht des Reiskorns enthalten.

Wenn nun ein Nahrungsergänzungsmittel, das die gesamten Vitamine in sich birgt, diese aus nur einer Quelle bezieht, entsteht automatisch die bereits angeführte Harmonie der Stoffe.

Die Mineralien

Mineralien und Spurenelemente sind wichtige Katalysatoren für alle Stoffwechselvorgänge im Körper. Obwohl sie "nur", wie der Name "Spurenelemente" aussagt, in verschwindend kleinen Mengen im Körper vorhanden sind, löst ihr Mangel schwere Störungen aus.

Die folgende Übersicht, wiederum alphanumerisch geordnet, zeigt die wichtigsten Mineralien, die dem Organismus täglich zugeführt werden müssen. Die benötigte Menge bestimmt, in wie weit es sich um ein Spurenelement handelt.
  • Calcium 0,8 g
  • Chlorid 0,8 g
  • Ferrum 10 mg
  • Fluor 0,0015 – 0,004 mg
  • Kalium 1,9 – 5,63 g
  • Kupfer 2 – 3 mg
  • Magnesium 0,35 g
  • Mangan 2 – 5 mg
  • Molybden 0,15 – 0,5 mg
  • Natrium 1,1 – 3,3 g
  • Phosphor 0,8 g
  • Selen 0,05 – 0,2 mg
  • Sulfur 0,2 g
  • Zink 15 mg

Calcium

Calcium ist ein Leichtmetall.
Die Calcium-Ionen haben eine antiphlogistische, antiallergische und gefäßabdichtende Eigenschaft.
Calcium ist ein wichtiger Faktor bei der Blutgerinnung.

Chlorid

Chlor bildet mit Natrium eune dissoziierende Verbindung > NaCl = Kochsalz. Diese Verbindung ist wichtig für den Wasserhaushalt, den Säurebasengleichgewicht, der Nieren- und Magensekretion.

Ferrum

Eisen ist eines wichtigsten Mineralien.
Es ist vermehrt im Hämoglobin, als Haemin ( 3wertiges Eisen) enthalten
Das Hämoglobin hat die Aufgabe der Sauerstoffbindung, des -transports und der -abgabe im Körper. In der Lunge bindet das in den Erythrozyten befindliche Hämoglobin aus der eingeatmeten Luft pro Haem-Eisenatom, ein Molekuel Sauerstoff. Es entsteht Oxy-Hämoglobin, das den locker gebundenen Sauerstoff in den Kapillaren der Gewebe wieder abgibt.

Fluor
Das Spurenelement Fluor ist in allen Körpergeweben vorhanden. Es wirkt bakterizid und hemmt glykolytische Prozesse.
Therapeutisch wird es in kleinen Dosen zur Kariesprophylaxe verwendet., z.B. mit fluoridiertem Trinkwasser ( 1 mg/l Wasser).
Fluorhaltige Zahnpasten sind wirkungslos!

Kalium
Kalium gehört zu den Alkalimetallen und ist in jeder Köperzelle vorhanden. Die Erythrozyten sind besonders reich an Kalium.
Bei einem Kaliummangel kann es zur Adynamie der Muskulatur mit stark verminderten oder sogar gar nicht vorhandenen Reflexen, bis zur Lämung kommen. Es kann Apathie, Somnolenz, sogar Bewußlosigkeit bis zum Koma erscheinen.
Weiterhin könen aufgrund eines Kaliummangels Magendarmstöungen, Hypotonie, Herzrhythmusstöungen, und Digitalisüerempfindlichkeit auftreten.

Kupfer
Kupfer ist ein rotgoldenes Schwermetall von großer Dehnbarkeit und guter Leitfähigkeit. Als Spurenelement ist Cuprum, so der lateinische Namen, in der Erythropoese tätig.

Magnesium
Magnesium ist im menschlichen Körpergewebe stark vertreten. Das Blutplasma enthält z.B. 1,4 – 2,1 mval/l.
Ein Absinken durch Erbrechen, Durchfälle und renalem Verlust aber auch durch eine Dystrophie, führt zu nervöser Übererregbarkeit bei gleichzeitiger muskulärer Adynamie. Muskelkrämpfe treten zwar seltener auf, sind aber durchaus möglich.

Mangan
Mangan ist ein silbergraues Schwermetall und ist als Spurenelement im menschlichen Köper enthalten (30 – 40 mg, im Blutserum 5 – 20 γ%)
Es ist ein Bestandteil der Arginase und der Phosphatase und steigert die Verwertbarkeit von Vitamin B1.

Molybdaen
Molybdaen ist ein 2 – 6 wertiges Metall und im Köper des Menschen als Spurenelement vorhanden. Es ist ein Antagonist des Kupfers.

Natrium
Natrium ist ein Alkalimetall. Es ist ein lebenswichtiges Ion des Köpers und muß hm städig zugefürt werden. Es besteht ein Synergismus aber auch ein Antagonismus zwischen Natrium und Kalium.

Phosphor
Über Phosphor sei nur so viel gesagt, daß es die physiologisch wichtige Ortho- Prophosphorsäure bildet. Die Phosphorsäuren sind ein wichtiger Bestandteil fast aller körperlich- physiologischer Vorgänge, besonders auch im Enzymbereich.

Selen
Selen ist ein Spurenelement, das hauptsächlich in den Knochen und Zähnen vorhanden ist.

Sulfur
Schwefel ist Bestandteil einiger, für den Körper lebenswichtiger, Eiweissstoffe. Es ist z.B. im Keratin, Serumalbumin, Lactalbumin enthalten. Dafür liegen schwefelhaltige Aminosäuren: Cystin, Cystein, Methiodin zugrunde. Genauer auf den Schwefel einzugehen, hieße diesen Rahmen zu sprengen, es käme einem Studium der Biochemie gleich. Nur noch so viel, auch Schwefel muß, als wichtiges Spurenelement, dem Körper in ausreichenden Mengen zugeführt werden.

Zink
Zink ist ein wichtiges Spurenelement und muß dem Körper täglich zugeführt werden. Die Dosis liegt bei ~20 mg. Zink hat eine beruhigende Wirkung auf das Z.N.S.
Sämtliche, hier aufgeführten Mineralien sind in der Aleuronschicht des Reiskorns enthalten.

Freie Radikale

Immer wieder hört man von den sog. "freien Radikalen", doch in der Regel ist dieser Begriff für die meisten Menschen nebulös. Das ist durchaus verständlich, wenn man bedenkt, wie schwierig gerade dieses Gebiet der Biochemie ist, weil es direkt in die Atomphysik mündet. Ich erlaube mir, im Folgenden, aus einem Fachbeitrag aus: "DER FREIE ARZT", M&M Verlag, von Prof. Dr. Dr. R. E. Geiger einen kurzen Auszug zu zitieren:

"Die Atomphysik zeigt uns nun, daß sich immer nur zwei Elektronen in einem dieser definierten Räume aufhalten können. Verliert nun solch ein Raum ein Elektron aus irgendwelchen Gründen auch immer, und ist dann nur noch ein Elektron in diesem Raum, diesem Orbital, in dem ursprünglich zwei Elektronen waren, dann spricht man von einem freien Radikal. Nehmen wir als Beispiel das Sauerstoff-Molekül (O2), bei dem alle Orbitale mit zwei Elektronen besetzt sind. Es kommt nun vor, daß bei biochemischen Reaktionen das Sauerstoff-Molekül ein Elektron verliert und ein Raum seiner Molekülhülle nicht mehr mit zwei Elektronen besetzt ist. Das so gebildete veränderte Molekül wird jetzt als sog. Sauerstoff-Radikal (O2.- = Superoxid-Anion) bezeichnet. (ff)"

Das ist die rein wissenschaftliche Erklärung. Einfacher ausgedrückt kann man sagen: Freie Radikale entstehen bei jedem Stoffwechselvorgang und sind molekulare Bruchstücke, die die Körperzellen angreifen und fehlprogrammieren können. Diese freien Radikalen entstehen aber nicht nur durch Stoffwechselvorgänge, sondern auch durch Umwelt- und Genussgifte, sowie durch verschiedene Medikamente und auch durch denaturierte Lebensmittel. Die Gefahr, durch freie Radikale zu Schaden zu kommen, hat sich in den letzten 50 Jahren vervielfacht.

Durch freie Radikale können folgende Schäden im molekularen Bereich auftreten:

Schaden Folge
1. Oxidation von Lipiden Änderung der Zellkommunikation und Membranstruktur→Tumoren
2. Oxydation von Kohlenhydraten Änderung der Zellkommunikation und Membranstruktur→Tumoren
3. Zerstörung von Zellmembranen Änderung der Permeabilität und Integrität→Zusammenbruch der Funktionen→ anaerober Stoffwechsel→Tumoren
4. Zerstörung von Membranen der Zellorganellen (Mitochondrien) Änderung der Permeabilität und Integritaet→Zusammenbruch der Funktion→ gestörte Energieproduktion→Tumoren
5. Zerstörung von Membranen der Spermatozoen Änderung der Fertilität→ männl. Unfruchtbarkeit
6. Schädigung der Nukleinsäure-Stränge Alterung der DNA→Mutationen→Tumoren
7. Inaktivierung der Enzyme Änderung der physiologischen Funktionen der Organe und Gewebe→Fehlfunktionen→Krankheiten
8. Protein Oxidation Änderung der physiologischen Funktion→Krankheiten.

Aus dieser Aufzählung geht klar hervor, wie gefährlich die freien Radikale sind und wie wichtig es ist, dem Körper Antioxidantien in ausreichendem Maße zuzuführen.

Von den Antioxidantien werden die freien Radikale im Körper chemisch gebunden und ausgeschieden. Die stärksten bekannten Antioxidantien waren bisher Vitamin C und E. Jetzt kommt aufgrund neuester Forschungen noch das Procyanidin hinzu, das in der chemischen Struktur eine große Ähnlichkeit mit dem Vitamin B12 aufweist. Auch dieser Stoff ist im Silberhäutchen des Reiskorns enthalten. Man kann gar nicht oft und deutlich genug sagen, wie wichtig der Aufbau eines genügend hohen antioxidativen Potentials ist.

Allgemeines

Der große Naturheilpraktiker Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt unter den Namen Paracelsus, hat einmal gesagt:
"Gegen jede Krankheit hat Gott ein Pflänzlein wachsen lassen!" Dem kann man nur zustimmen.

Allerdings ist es auch möglich, daß eine einzelne Pflanze b.z.w. ein Pflanzenteil, wie das Silberhäutchen des Reis, in einer modernen, schonenden und die Inhaltsstoffe schützenden Aufbereitung, die Paracelsus natürlich noch nicht kennen konnte, außerordentliches, durch die Harmonie der Ausgangsstoffe sogar besseres, leisten kann.

Grundsätzlich ist eine Nahrungsergänzung ein wertvoller Beitrag zur Gesundheit, sollte sie aus prophylaktischer oder aus therapeutischer Sicht genommen werden. Immer erhöht sich das Wohlbefinden und die Spannkraft steigt. Natürlich wird auch der alltägliche Stress, sei er beruflicher oder privater Natur, viel besser vertragen.

Die Gelenke

Verschiedene Formen der Arthritis und Arthrosis basieren auf einer zu geringen Produktion von Synovia. Dadurch kommt es zu einer Abnutzung der Synovialis, die oftmals so stark ist, daß bei jeder Bewegung Knochen auf Knochen reibt. Daraus resultieren äußerst starke Schmerzen und später auch Deformationen der betroffenen Gelenke.

Für einen ausreichenden Aufbau an "Gelenkschmiere" werden Proteine benötigt, die essentielle Aminosäuren enthalten. Diese Proteine und essentiellen Aminosäuren sind im Silberhäutchen des Reiskorns in ausreichendem Maße enthalten. Durch die regelmäßige Einnahme eines Präparates, das die Inhaltsstoffe des Silberhäutchens des Reiskorns enthält, wird mehr Synovia gebildet.

In der Regel kann eine Besserung der Gelenksituation objektiviert werden. Subjektiv nehmen die Patienten eine bessere Beweglichkeit der betroffenen Gelenke wahr und der Bewegungsschmerz nimmt ab oder verschwindet im günstigsten Fall ganz. Die bei Leistungssportlern gemachten Erahrungen zeigen, daß der überdurchschnittliche Verschleiß der Gelenke durch Spitzenbelastung und der daraus resultierenden Überbeanspruchung reduziert werden kann.

Selbst beim normalen Joggen, das eigentlich für den gesamten Körper sehr gesund ist, treten meistens zu hohe Gelenksbelastungen auf, da nicht selten auf einem zu harten Untergrund und oft mit den falschen Schuhen gelaufen wird. Auch hier empfiehlt es sich, die Gelenke durch eine regelmäßige Einnahme eines "Silberhäutchenpräparates" zu schützen.

Das Herz
Forscher an der Universitaet von Massachusetts, USA, konnten unter der Leitung von Professor Dr. Robert Nicolasi nachweisen, daß die Bestandteile des Silberhäutchens des Reis bei regelmäßiger Einnahme, durch die Hemmung eines Enzyms, das für die Synthese von Cholesterin zuständig ist, durch seine Hemmung, den Cholesteringehalt im Blut nachhaltig senken konnte. Seit 1994 ist es bekannt, daß durch diese und andere Wirkungen das Risiko von Herzerkrankungen deutlich verringert werden kann.

Ein Präparat, das die Inhaltsstoffe des Siberhäutchens in ausreichendem und ausgewogenen Maße enthält, kann man durchaus als Prophylaktikum gegen Herzerkrankungen bezeichnen.

Diabetes
Silberhäutchenpräparate sind keine Antidiabetika!
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß bei regelmäßiger Einnahme der Glucosespiegel im Blut, bei Diabetes Typ I und II, sinkt. In vielen Fällen konnte die Insulindosis, ebenso die Dosen der Begleitmedikamente, gesenkt werden. Zurückzuführen ist das auf eine nachhaltige Verbesserung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels.

Zusammenfassung

Aus dem Gesagten geht hervor, wie wichtig es ist, den Körper mit lebenswichtigen Nährstoffen ausreichend zu versorgen., um ihn gesund und widerstandsstark zu erhalten oder ihm diese Reaktionen zurückzugeben.

In der Regel wird dies nur durch eine Nahrungsergänzung möglich sein. Hier bietet sich dann ein Präparat an, das die Inhaltsstoffe aus dem Silberhäutchen des Reis in sich birgt, da die Ausgewogenheit und die Harmonie der Inhaltsstoffe, sie stammen schließlich aus nur einer Pflanze, für einen wirklichen Erfolg garantiert.




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