Fabian Weiß, Heilpraktiker für Psychotherapie i.A.

Die Abenteuer hinter dem Tellerrand

Fabian Weiß hat schon immer über den Tellerrand gekuckt. Zehn Jahre lang bediente der Paracelsus-Schüler in Münchner Restaurants und Kneipen Gäste, erst hinter der Bar, dann im Service und zuletzt als Betriebsleiter. "Ich will in meinem Job etwas bewegen und meine Konzepte weitergeben. Wenn ich mitten in der Nacht heimkam, habe ich Bücher über Mitarbeitermotivation und Führung verschlungen. Dabei war ich in der Schule eher faul."

Alles sieht danach aus, als ob Fabian sich bald mit einem eigenen Restaurant selbstständig machen würde. Doch dann liegt die Kündigung im Briefkasten, sein Chef kann ihn nicht mehr zahlen. Da fällt der gebürtige Münchner, der bei seinem Vater am Ammersee aufgewachsen ist, erst einmal in ein Loch. Innerlich wägt er die Vor- und Nachteile der Gastronomie ab. Dafür spricht sein bislang guter Verdienst, dagegen, dass er eine Familie gründen will.

Also legt Fabian folgende Eckpfeiler fest: Er will selbstständig sein, Menschen um sich haben und sich sozial engagieren. Multitasking liegt ihm gar nicht so sehr. Verschiedene berufliche Alternativen schwirren im Kopf des Künstlersohns herum: Heilpraktiker? Mediator? - Schließlich ist Fabian auf den Paracelsus-Tagen von der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie begeistert. Seine Freundin Claudia bestärkt ihn, die beiden sind schon seit zwölf Jahren zusammen.


Der Intensiv-Lehrgang passt ideal in Fabians Tagesablauf: "Ich gehe vormittags zur Schule und jobbe abends stundenweise an einer Theke in einem Kulturzentrum." Der Klassenverband, die einjährige Dauer der Ausbildung, die Behandlung der Themen in Wochenblöcken, all das gefällt ihm sehr. Besonders wichtig ist Fabian auch die Selbsterfahrung. "Jeder in unserer Klasse arbeitet während der Kursphase intensiv an sich. Und wir fangen uns gegenseitig gut auf."

Nach einem halben Jahr täglichem Unterricht kristallisieren sich langsam die persönlichen Schwerpunkte des Münchners heraus: "Auf jeden Fall biete ich später Gesprächstherapie und Familienstellen an. Auch Kunsttherapie interessiert mich, sie ist eine wunderbare Möglichkeit, mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Und irgendwann würde ich am liebsten mit zwei bis drei Kollegen ein Therapiezentrum auf dem Land aufmachen."


Seit der Ausbildung sind Fabians Antennen für psychische Ungereimtheiten bei sich und bei anderen noch gewachsen, er ist noch feinfühliger geworden, als er es ohnehin bereits war. Schon hinter der Bar hat er seinen Stammgästen geduldig zugehört. Nur manchmal hatte er Ärger mit seinen Leuten im Service: "Motivationsgeschick hin oder her. Immer wieder habe ich das Team daran erinnert, wie die Teller zu tragen sind und dass ein Lächeln beim Gast Wunder vollbringt."

Fabian dagegen, der Autodidakt, hat es sich angelesen und antrainiert, die Dinge auch von der anderen Seite zu betrachten. "Ich erkenne schnell Verhaltensmuster. Wenn ich etwas gelernt habe, kann ich es gut auf andere Bereiche übertragen." sagt er. Schon wieder blickt der Hobbyfotograf über den Tellerrand. Das Selbstlob ist ihm ein wenig peinlich, daher wechselt er das Thema. "Obwohl die Inhalte so spannend sind, hapert es manchmal an meiner Motivation, richtig zu ackern. Im Sommer habe ich mich mit Lerntechniken und gehirngerechtem Denken beschäftigt. Ich will das Lernen konzentriert und effizient angehen. Sehr viel bringt mir das spielerische Arbeiten mit den anderen: "In Lerngruppen werfen wir wie wild mit sämtlichen lateinischen Fachausdrücken herum, jeder weiß etwas dazu."

Fabian Weiß
Behamstraße 18
80687 München

Geb. 1972 in München
Tel: 089-54643632
E-Mail: fabi@weisslkram.de

Paracelsus-Ausbildung:
- Heilpraktiker für Psychotherapie

 

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