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aus dem Paracelsus Magazin: Ausgabe 2/1999

Die Oligotherapie

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nach Dr. Ménétrier

In vielen Fällen, bei denen Spurenelemente zum Einsatz kommen, werden die in diese gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Da fragt man sich doch nach dem “Warum”. Ist vielleicht das nicht passende Element zum Einsatz gekommen oder war es gut gewählt, hat aber seinen Zielort nicht erreicht? Ist es also so wieder ausgeschieden worden, wie es zugeführt wurde?

Für die Resorption und die damit gegebene Verstoffwechslung der Spurenelemente bedarf es eines gesunden Darms! Daß dieser in unserer heutigen Zeit jedoch mehr oder minder geschädigt ist, dürfte einem jeden von uns klar sein. Exogene Belastungen wie Umweltgifte, Medikamente, Fehlernährung und Streß sowie endogene Faktoren, z.B. intestinale Störungen und Infektionen tragen ihren Teil dazu bei, daß dieser Teil des Körpers zur Kloake degradiert wird und somit seine lebenswichtigen Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen kann. Purgierende Maßnahmen sind daher zwingend. Nicht umsonst heißt es, daß der Tod im Darm lauere und Felke dieser Erkenntnis den Ausspruch: “Heilen heißt Reinigen” entgegensetzte. Die Vorgehensweise hierzu ist an anderer Stelle zu beschreiben.

Kehren wir also zurück zu den Spurenelementen. Ein schlecht organisierter Darm ist unfähig, die ihm zugeführten Mineralien, Spurenelemente und Vitamine aufzunehmen und entsprechend zu verarbeiten! Betrachten wir hierzu zunächst den Aufbau der Darmflora (Bild 1) und die Orte der Nährstoffresorption (Bild 2).

Hieraus geht einleuchtend hervor, daß nur ein gesunder Darm Garant für die Wirksamkeit von zugeführten Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen sein kann. Folglich ist es ratsam – vor einer Behandlung mit derartigen Mitteln – eine Stuhluntersuchung zu veranlassen, die in der Lage ist, über eine Dysbiose, Mangelverwertung von zugeführter Nahrung und (wohlgemerkt) pathologischen Pilzbefall Auskunft zu geben. Die Therapie des erkrankten Darm steht also im Vordergrund. Erst dann ist es möglich, zufriedenstellende Ergebnisse mit obigen Präparaten zu erlangen.

Aber was kann in der Zwischenzeit getan werden? Hier bieten sich die Oligoelemente an, die bereits über die Mundschleimhaut resorbiert werden können. Damit entfällt die Chelatbildung im Magen und die Spurenelemente kommen wirklich als Spuren (daher: oligo = wenig) in den Organismus. Das ist wichtig zu wissen, da bei der Arbeit mit solchen Elementen nicht die Quantität, sondern die Qualität zählt.
Das nötige Zusammenspiel von Oligoelementen in ionisierter (!) Form, Mundschleimhaut und Trägerproteinen bewirkt den Transport der Elemente an deren Wirkungsort, die Zelle.

Der französische Arzt Dr. Ménétrier hat diese Zusammenhänge in den 40er Jahren unseres Jahrhunderts erkannt und die Wirkungsweise der Oligoelemente erforscht und dokumentiert. In Frankreich ist seine Therapie so gut bekannt wie bei uns die Homöopathie nach Hahnemann. Seine Forschungsergebnisse wurden und werden auch weiterhin verifiziert. Ménétrier prägte auch den Begriff der Diathese, was dem der Konstitution entspricht, nur, daß den Diathesen bestimmte Spurenelemente zugeordnet werden. Seine Diathesenlehre mußte in neuerer Zeit erweitert werden, da die vier von ihm beschriebenen Diathesen (2 Basis- und 2 Entwicklungsdiathesen. Bild 3) nicht mehr ausreichten, um unsere heutigen Krankheitsdispositionen abzudecken. Deshalb kamen noch 2 weitere, sogenannte Stördiathesen, hinzu, die sich mit dem endokrinen System des menschlichen Körpers befassen. Parallel zur Diathesenbehandlung gesellt sich eine Ausleitungstherapie, die ebenfalls über Oligoelemente, deren Träger pflanzliche Zubereitungen (Brennessel u. Artischocke) sind, gesteuert wird.

Es ist möglich, mit den Präparaten der Oligotherapie eine breite Palette von Krankheitssyndromen zu behandeln, da man durch die Erstellung einer Oligoanamnese in die Lage versetzt ist, den gemeinsamen Nenner vieler Symptome zu finden, d.h. die gestörte Diathese zu demaskieren. Diese Vorgehensweise im Rahmen dieses Artikels genau zu beschreiben, würde dessen Rahmen allerdings sprengen.
Nur so viel: Ziel ist die Rückführung eines erkrankten Organismus in seinen Optimalzustand, d.h. die Bereinigung des jeweilig gestörten Terrains (Bild 4).

Die Beschäftigung mit der Oligotherapie lohnt allemal, zeigt sie doch viele Parallelen zu den uns geläufigen Handlungsweisen auf. Für weitere Information wenden Sie sich bitte an den Verfasser.

Autor:
HP Reiner Schad
Rheinhöhenweg 14
51465 Bergisch Gladbach

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