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aus dem Paracelsus Magazin: Ausgabe 6/2010

Fit in den Winter

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© Elenathewise - Fotolia.comLaut Ayurvedalehre besteht alles aus 3 Strukturprinzipien (Doshas): Vata, Pitta und Kapha. Diesen können nicht nur Menschen, Tieren und Pfl anzen, sondern auch die Tages- oder Jahreszeiten zugeordnet werden.

Bekanntlich leiden wir besonders im Herbst unter Erkältungen. Aus ayurvedischer Sicht hat das mit dem Dosha Vata zu tun. Vata ist von den Elementen her Luft (Wind) und Raum und hat alle Eigenschaften der Luft (des Windes), ist also kalt, trocken, rau, immer in Bewegung.

Der Herbst ist die Zeit der kalten Winde, die Blätter an den Bäumen trocknen, unsere Haut wird schneller rau. In der Übergangszeit zum Winter ist das gesamte System im Umbruch. Vata ist in dieser Zeit von der Natur her besonders stark angeregt und gerät sehr leicht aus dem Gleichgewicht. Unser Körper ist noch an die warmen Temperaturen des Sommers, an lange Tage und leichte Kleidung gewöhnt. Die Umstellung auf die neue Jahreszeit kostet Energie und schwächt Konstitution, Körper, Seele und Geist. Häufige Störungen sind kalte Füße, Erkältungen, schnelle Erschöpfung, Unruhe und Schlafstörungen.

Um diesen unangenehmen Erscheinungen vorzubeugen, gilt es, das Vata optimal auszubalancieren:

  • Füße warm halten
  • Kopf im Wind schützen
  • warme Speisen essen (z.B. Brot besser toasten, wenig bis gar keinen Salat)
  • warmen Tee trinken
  • Heißwasser-Kur
  • zeitig schlafen gehen
  • genügend Ruhepausen einlegen
  • Stimulanzien wie Kaffee, Tee, Nikotin und Alkohol reduzieren
  • weniger Stress kreieren
  • nach 20 Uhr nicht mehr telefonieren
  • warme Ölmassagen

Diese vorbeugenden Maßnahmen gelten auch, wenn es einen schon erwischt hat. Wenn die Nase läuft, der Mund trocken ist, der Kopf brummt, der Schlaf unruhig ist, dann ist es besonders wichtig, viel Warmes zu trinken, Kopf und Füße warm (evtl. mit Wärmflasche ins Bett) und viel Ruhe zu halten. Im Allgemeinen dankt uns unser Körper diese einfachen Handlungen mit schneller Erholung oder vorbeugend mit einem stabilen Immunsystem.

Heißwasser-Kur

Kochen Sie Wasser mindestens 10 Minuten sprudelnd, füllen es dann in eine Thermoskanne und trinken jede halbe Stunde 1 bis 2 warme Schlückchen. Sie werden sich in der Regel schon nach 1 bis 3 Tagen deutlich besser fühlen. Dass Sie öfter zur Toilette müssen, gehört am Anfang dazu und gibt sich wieder, ist aber ein Zeichen der guten Wirkung. Dauer dieser entschlackenden Kur: 1 bis 3 Wochen.

Warme Ölmassagen

Eine Ganzkörpermassage mit warmem, gereiftem Sesamöl ist als Vata-reduzierende Maßnahme sehr zu empfehlen. Das Sesamöl wird gereift (d. h. auf 120 Grad erhitzt) und erhält dadurch eine andere Molekularstruktur. Es dringt in die Zell-Zwischenräume ein, verbindet sich mit fettlöslichen Schlackenstoffen, wird verstoffwechselt und der Rest ausgeschieden. Auch wirkt die sanfte Massage ohne Druck der Haut mit warmem Öl beruhigend auf Körper, Seele und Geist. Die beste Zeit für eine Massage ist morgens. Sollten Sie dafür keine Zeit haben, ölen Sie nur die Ohren (Vata-dominiertes Organ) ein, damit lässt sich schon ein großer Effekt erzielen.

Jutta Reibel
Jutta Reibel
Ayurveda-Therapeutin

jutta-reibel@gmx.de

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