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aus dem Paracelsus Magazin: Ausgabe 6/2010

Vom Sinn der Sinne

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© Key909 - Fotolia.comDas Ergebnis aller quantenphysikalischen Forschungen lautet: Es gibt keine Materie – es gibt nur Schwingungsmuster. Und das bedeutet letztlich: Alles ist Schwingung.

Die sogenannte „Stringtheorie“ erklärt die elementaren Bausteine der Materie, aus denen sich unsere Welt zusammensetzt, nicht als kleinste Teilchen im Sinne von Punkten, sondern als schwingende, vibrierende, eindimensionale Objekte, die Strings (englisch = Saite) genannt werden. Die einzelnen und verschiedensten Elementarteilchen (z.B. Quarks, Photonen, Elektronen, Neutrinos) entstehen durch die sich ändernde Frequenz ihrer Schwingung, sie „tönen“ unterschiedlich.

Geist, Seele und Leib haben unterschiedliche Schwingungsebenen, die aufeinander bezogen und verbunden sein wollen, um Gesundheit als Ausdruck von zunehmender Ganzheit zu erhalten.

Wasser – unser Lebenselixier – kommt in 3 verschiedenen Aggregatzuständen vor:

  • als Eis im festen,
  • als Wasser im flüssigen,
  • als Dampf im gasförmigen Zustand.

Diese 3 Zustände unterscheiden sich durch die Frequenz ihrer atomaren und molekularen Schwingung. Je niedriger diese ist, desto dichter und fester wird die Verbindung – je höher die Schwingung, desto flüchtiger wird sie. Wir erreichen das, indem wir dem Wasser Wärmeenergie zuführen oder wegnehmen.

Zur Schwingungswahrnehmung dieser 3 Aggregatzustände der Materie hat uns der Schöpfer jeweils ein Sinnesorgan gegeben:

den Tast- und Wärmesinn von Haut und Händen zur Wahrnehmung der festen Materie,

den Geschmackssinn zur Wahrnehmung von Flüssigkeiten,

den Geruchssinn zur Wahrnehmung der gasförmigen Substanzen.

Mit diesen 3 Sinnesorganen, deren Sinne wir auch als unsere „irdischen Sinne“ bezeichnen, nehmen wir die materielle Schöpfung wahr. Sie stehen den „höheren Sinnen“ wie Hörsinn, Sehsinn und Selbstsein (Drittes Auge) gegenüber. Die höheren Sinne nehmen die weit höheren Schwingungen wahr:

der Hörsinn für die Wahrnehmung der Schwingungen der Luft und des Wassers als Töne, Klänge und Geräusche, aber auch Ort des inneren Wissens und Gewissens und der Intuition;

der Sehsinn für die Wahrnehmung der Schwingungen des Lichts und der Farben (jede Farbe ist durch eine ganz genaue Schwingung in Hz definiert), aber auch Ort des inneren Sehens, des bildhaften Vorstellungsvermögens, der Imagination;

den Selbstsinn, das Dritte Auge, das Zentrum unseres Selbstbewusstseins (als Ausdruck unserer Bewusstseinsschwingung), ohne welches wir überhaupt keine Sinneswahrnehmung haben können. Es ist der Ort unserer Inspiration. Das Dritte Auge basiert auf der Funktion der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), die im Englischen als „master gland“, als übergeordnete dirigierende Hormondrüse (Dirigent des Hormonorchesters) bezeichnet wird;

das siebte Sinnesorgan, das Herz, als Zentralorgan, welches Sinneswahrnehmungen überhaupt erst durch das fließende Blut möglich macht. Das merken wir z.B. daran, wenn uns eines der übereinander geschlagenen Beine beim Sitzen einschläft und wir dort kein Tastgefühl mehr haben.

Aus diesen Zusammenhängen ergibt sich ein Bild von 7 verschiedenen Sinnesebenen, wenn man nicht nur den Herz-Sinn, sondern auch das Dritte oder Göttliche Auge als Zentrum unseres Bewusstseins und Selbstbewusstseins einbezieht.

Aus der Musikforschung kennen wir das Oktavierungsgesetz, das uns erlaubt, die Schwingung eines Tones zu messen und dann zu verdoppeln, um zum selben Ton auf der nächsthöheren Oktave zu kommen. Nun kann man die Schwingung eines Tons (Frequenz in Hertz) so lange verdoppeln (oktavieren), bis wir in den Frequenzbereich gelangen, der diesen Ton als Farbe sichtbar macht. Der Schweizer Mathematiker und Musiker Hans Cousto hat hier Bahnbrechendes geleistet und die mathematisch-musikalischen Relationen von Farben und Tönen aufgezeigt. Der Ton „F“ z.B. entspricht der Farbe Magenta, der Ton „H“ der Farbe Gelbgrün.

Töne sind hörbare Farben – Farben sind sichtbare Töne

Wir können von sensorischen Schwingungsebenen sprechen und die Sinne als Wahrnehmungsorgane erkennen, denen bestimmte Abschnitte im kosmischen Frequenzspektrum zugeordnet sind. Diese sind zwar voneinander getrennt, aber doch durch das Selbstbewusstsein und die Blutversorgung des Herzens miteinander verbunden.

Auch Gedanken und Bewusstsein sind Schwingungen. Dieses Phänomen kennen wir von der Gedankenübertragung (Telepathie), die der Biologe Rupert Sheldrake wissenschaftlich untersuchte. Er sieht die Ursachen dafür in einem unsichtbaren geistigen Feld, das für alle Gestaltungsvorgänge sowie für die Entwicklung von Strukturen in der Materie verantwortlich ist. Diese Gestaltungsfelder seien die Ursache für telepathische Kommunikation zwischen Tieren, Menschen und zwischen Mensch und Tier.

In der Cosmo-Therapie (das altgriechische Wort „Cosmos“ beinhaltet den Begriff „Ganzheit“ = „All“) werden alle Sinne, alle Schwingungsebenen gleichzeitig stimuliert:

  • 2010-06-Sinn2der Tastsinn mit Edelsteinen
  • der Geschmackssinn mit Blütenwässern
  • der Geruchssinn mit pflanzlich-ätherischen Ölen
  • der Hörsinn mit Tönen und Klängen
  • der Sehsinn mit Farben
  • der Selbstsinn (Drittes Auge) durch selbstständige Auswahl der Behandlungselemente

Diese simultane Stimulation führt zu einer Kohärenz der synchronen Reize, die alle Sinne wieder aufeinander abstimmt, was sich dem Behandelten als Wohlgefühl offenbart.

Es werden hier die irdischen Sinne (Haut, Mund, Nase) mit den mehr geistigen Sinnen (Ohren, Augen, Drittes Auge) über das Herz des Klienten verbunden. Das Herz arbeitet bei jedem Schlag mit einer simultanen Polarität: mit gleichzeitiger Vorhof-Zusammenziehung (Systole = Kontraktion der Herzmuskelfasern) und Kammererweiterung (Diastole = Dehnung der Herzmuskelfasern) und umgekehrt. Die Welt des Herzens erlöst die polare Welt und verbindet die Wahrnehmung der irdischen Sinne mit der der geistigen Sinne und vereinigt sie zu einer Welt ohne Gegensätze.

YIN – Sinnes-Tao nach Dr. Gümbel

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Übung

Schauen wir für 15-20 Sekunden auf einen roten Farbfleck und dann auf ein weißes Papier, dann erscheint der farbige Schatten dieses roten Flecks als türkiser Farbfleck.

Alle roten, irdischen Farben (Rot, Orange, Gelb) haben immer eine blaue, himmlische Komplementärfarbe (Türkis, Blau, Violett) und umgekehrt.

Demnach sind die Farben Rot und Türkis komplementär zueinander. Das heißt, dass sich diese ergänzen – aber wozu? Wenn man die Scheinwerfer zweier Farbstrahler mit rotem und türkisem Licht auf einer weißen Wand zusammenbringt, sich diese also mischen, dann entsteht weißes Licht!

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Merke Komplementärfarben ergänzen sich immer zu weißem Licht.

Alle 7 Spektralfarben zusammen oder auch nur ein Paar komplementärer Farben ergeben zusammen wieder weißes Licht. Das natürliche Sonnenlicht beinhaltet alle Farben und regt uns immerwährend zur Ganzheit des Menschseins an. Die Verbindung von Geist und Materie ist nach Paracelsus (1493-1541) die Aufgabe des Menschen, sich als Mikrokosmos aus Körper, Seele und ewigem Geist zu begreifen, um durch die Vereinigung dieser 3 Ebenen in unserem Herzen eine Neuschöpfung zu ermöglichen.

Der Weg dorthin bedeutet, alle Sinnesebenen zu entwickeln und Gegensätze zu verbinden, um zu einer komplementären Einheit im Leben zu gelangen. Zudem bestehen über das psycho-endokrinale und immunitäre System Verbindungen zwischen den Sinnesorganen und allen inneren Organen. Die inneren Organfunktionen können durch selbst gewählte Sinnesstimulationen in ihren Funktionen gestärkt werden.

In der Paracelsus-Sinnes-Trainer-Ausbildung werden diese Beziehungen aufgezeigt und erläutert, aber auch Cosmo-Behandlungen für die Teilnehmer angeboten.

Dr. Dietrich Gümbel
Dr. Dietrich Gümbel
entwickelte die Cosmo-Therapie und ist Dozent an verschiedenen Paracelsus Schulen

Dr.Guembel@wanadoo.fr

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