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aus dem Paracelsus Magazin: Ausgabe 6/2013

Fallstudie aus der tierheilkundlichen Praxis: Das Tier als Spiegel des Menschen

Cover

© sasel77 - Fotolia.comPatient

10-jähriger Mischlingsrüde, Benno

Eine Hundebesitzerin ruft mich an: Ihr Hund hat mehrere offene und entzündete Stellen. Er kratzt oder leckt sich fast ständig daran und dadurch wird es immer schlimmer. Auch am Kinn und am Hals beginnt er sich zu kratzen, bis es blutet.

Anamnese

Natürlich fallen als Erstes die entzündeten und auch blutig gekratzten, z.T. verkrusteten Stellen an seinem Körper auf. Das Fell fühlt sich plackig an und er hat fettige Schuppen. In den Ohren befindet sich üppiges Ohrenschmalz. Die Augen- und Mundschleimhäute sind himbeerrosa und die Zähne zeigen Zahnstein.

Anhand dieser Anzeichen ist bereits klar, dass außer dem chronischen Juckreiz und Kratzen auch eine Stoffwechselproblematik vorliegt. Der Körper versucht, über „falsche“ Wege sich von Schlackstoffen zu entledigen.

Jetzt symptomatisch vorzugehen wäre ein Fehler, als Erstes muss der Stoffwechsel eingestellt werden, damit sich der Körper der Schlackstoffe entledigen kann.

Therapie

Stoffwechsel:
Benno erhält zur Entlastung und Aktivierung des Stoffwechsels 14 Tage lang ein homöopathisches Arzneimittel.

Zu Beginn und zum Ende der 14 Tage bekommt Benno eine biodynamische Craniosacral-Behandlung. Dadurch wird der Energiefluss im Körper angeregt und der Abfluss von Schlackund Schadstoffen im gesamten Organismus unterstützt.

Juckreiz:
Zur Erleichterung lasse ich Benno von seiner Besitzerin mit einer 10%-Sulfurseife vorsichtig waschen (max. 1-2 Mal pro Monat!). Diese wirkt sich positiv auf den natürlichen pHWert der Haut aus und unterstützt somit die Abheilung von außen. Weiterhin können die schorfigen Stellen mit Melkfett oder Rescue- Salbe eingecremt werden. Beides unterdrückt nicht, ist luftdurchlässig und wirkt auf der Haut entspannungslindernd an den besonders trockenen und schorfigen Stellen. Nachts oder zu Zeiten, wenn der Juckreiz besonders heftig ist, empfehle ich, Benno ein T-Shirt überzuziehen.

Impfungen und Wurmkuren:
Ich informiere die Besitzerin über die Themen Impfungen und Wurmkuren. Durch Impfungen (jährlich) und Wurmkuren (4 x jährlich) wird der Leber- und Nierenstoffwechsel stark belastet.

Wichtig wäre es, wenn notwendig, nur bedarfsgerecht zu impfen und wenn, nur Einzelimpfstoffe einzusetzen mit einem entsprechenden Impfabstand.

Ebenso sollte Bennos Besitzerin auf Impfstoffe bestehen, deren Hersteller einen mehrjährigen Schutz bieten. Jährliche Wiederholungsimpfungen sind bei einigen Herstellern nach einer Grundimmunisierung nicht notwendig!

Ähnlich ist es beim Thema Wurmkuren. Grundsätzlich ist der Hund ein Aasfresser, d.h., dass sein Organismus mit Würmern umgehen kann. Ist der Organismus durch Stress von außen oder Krankheit belastet, wird der Wirt zu „gastfreundlich“ und Wurmbefall wird ein Thema. Nur dann ist eine Wurmkur angesagt. Gerade im jetzigen Zustand von Benno ist jedes Medikament, das nicht unbedingt sein muss bzw. lebensnotwendig ist, kontraproduktiv und eine zusätzliche Belastung für den chronisch kranken Organismus.

Benno werden zwar die oben besprochenen Maßnahmen Erleichterung bringen, aber das alleine wird für diese chronische Erkrankungsebene nicht ausreichen, da sich an seinen äußeren Lebensumständen, die ihn beeinflussen, noch nichts verändert hat.

Ich erkläre der Besitzerin folgende Zusammenhänge: „Unsere Haustiere leben in unserem Energiefeld – sie registrieren und reagieren wie ein Sensor auf die Energien ihrer Bezugsperson. Gerade auch auf die dem Menschen oft unbewussten Schwingungen!

Wir möchten, dass sich unsere Tiere an uns orientieren und dass sie uns folgen. Darum müssen sie uns auch emotional bzw. energetisch folgen oder sich an uns orientieren! Anders ausgedrückt: Das Tier lebt in dem Energiefeld des Besitzers, es geht damit in Resonanz und somatisiert diese Einflüsse.“

In der Anamnese lautete eine meiner Fragen: „Was war in der Zeit (oder auch davor), in der der Juckreiz und das Kratzen auftrat, in Bennos Umfeld los?“

Worauf Bennos Frauchen auf die Trennung von ihrem Mann zu sprechen kommt. Solche tiefgreifenden Veränderungen in unserem Leben sind immer mit heftigen intensiven Gefühlen verbunden. Aufgrund von Tagesgeschäft, Beruf und Verpflichtungen versuchen wir das häufig zu verdrängen, aber unten drunter „brodelt“ es in uns weiter! Und das senden wir aus. Unsere Tiere spüren diese Energien und gehen damit in Resonanz. Und genau das drückt Benno über die Haut aus.

Ich empfehle Bennos Besitzerin drei Sitzungen biodynamische Craniosacral-Therapie in den nächsten acht Wochen. Danach sollte sie spüren, dass sich etwas verändert.

Nach der dritten Sitzung berichtet Bennos Besitzerin, wie sich ihre Anspannungen langsam lösen und immer häufiger innere Ruhe und Ausgeglichenheit einkehrt.

In diesem Fall können wir parallel dazu mit der homöopathischen Konstitutionsbehandlung für Benno beginnen, denn durch die Mitarbeit von Frauchen ändern sich nun auch die äußeren Einflüsse auf Benno.

Nach ca. einem halben Jahr kratzt sich Benno nicht mehr, alle Stellen sind verheilt und das Fell ist nachgewachsen. Er benötigt schon seit längerer Zeit keinerlei Medikamente, Globuli oder anderweitige Behandlung mehr.

Sabine Hofmann Sabine Hofmann
Tierheilpraktikerin, Mobile Tierheilpraxis und Energetische Verfahren für Mensch und Tier

info@tierheilpraxis-hofmann.de

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