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aus dem Paracelsus Magazin: Ausgabe 5/2017

Therapeuten-Porträt

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Horst Boss

 

Horst Boss

Heilpraktiker, Medizinjournalist

 

Bis zum 19. Lebensjahr litt ich unter extremem Asthma. Ein Homöopath fand endlich heraus, dass ich eine schlimme Milch- und Zitrusfrüchte-Allergie hatte. 10 Monate später war ich, nur mit Homöopathie, absolut beschwerdefrei. 1999 erhielt mein Geschäftspartner die Diagnose „Krebs“. Daraufhin zogen wir uns aus dem Geschäftsleben zurück. Ich hatte Zeit zum Nachdenken und beschloss Heilpraktiker zu werden. Seit 1986 habe ich an vielen Heilpraktiker- und Ärzteweiterbildungen sowie an Uni-Vorlesungen teilgenommen. Prüfung 2004. Im Oktober 2004 startete ich mit der eigenen Praxis. 2005 bis 2011 war ich zudem Beisitzer bei Heilpraktiker-Prüfungen. Der Medizinjournalismus nimmt seit einigen Jahren eine immer größere Rolle ein.

Heilpraktiker zu sein bedeutet für mich …

weit über den Tellerrand hinausschauen. So wenig wie nötig Schulmedizin und dafür so viel wie möglich Naturheilkunde. Demut anstelle von Arroganz. Schulmedizin mit Naturheilkunde verbinden, im Idealfall durch Naturheilkunde sogar ganz ersetzen. Dadurch Nebenwirkungen minimieren und dem Körper möglichst wieder auf die Sprünge helfen. Wirklich fit sein im Job.

Wann und warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

Die Erkrankung meines Geschäftspartners brachte die für mich ausschlaggebende Wende. Plötzlich wusste ich, dass ich ab jetzt anderen Menschen helfen werde.

Wie verliefen Ausbildung und Prüfung?

Die Ausbildung an der Paracelsus Schule München, 1983 bis 1986, machte viel Spaß. Die Prüfung fand allerdings erst im Herbst 2004 statt. Vor lauter Aufregung habe ich das Prüfungs-Team in Grund und Boden geredet. Aber es hat gewirkt.

Was sind Ihre Arbeitsschwerpunkte?

Die Immunmodulation umfasst ein breites Spektrum und sollte immer individuell abgestimmt werden. Oft ergänzen sich Schulmedizin und Naturheilkunde geradezu perfekt. Die manuelle Schmerztherapie ist ein weiteres Arbeitsgebiet.

Was ist das Schönste an Ihrem Beruf?

Wenn es Patienten besser geht bzw. manche Befindlichkeiten sogar ganz verschwinden.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?

6 Uhr aufstehen. Gassi gehen mit dem Hund. Bestellpraxis von 7:30 bis 19 Uhr. Danach Patienten-Telefonate. Zwischendurch Frühstück, Mittagessen, Abendbrot, ggf. Hausbesuche und journalistische Recherchen. Familie.

Nehmen Sie Sorgen und Probleme Ihrer Patienten auch mit nach Hause?

Die sind immer da und nie ganz weg. Ich kann aber sehr gut abschalten, entspannen und fast blitzartig einschlafen. Mein Ausgleich zu meinem Beruf ist … Familie, Theater, Konzerte, Musik und Natur. Die eingebauten Pausen und Abende.

An welches berufliche Erlebnis erinnern Sie sich besonders gern?

Mittlerweile sind es viele. Es sind Notfälle wie Thrombosen, Lungenembolien, Myocarditis, Einriss der Intima am Aortenbogen, Ileus, usw. Wenn jahrelang offene Beine plötzlich verheilen, MRSA in Quarantäne verschwindet oder Krebs rechtzeitig diagnostiziert wird und so Leben gerettet werden können.

Sind Sie mit Ihrem Einkommen zufrieden?

Manchmal sollte man einfach den Mund halten. Jetzt ist so ein Moment. Bei mir sind reich und arm stets willkommen.

Ich lebe nach dem Motto …

Wer auf das Glück ständig wartet, der wird viele glückliche Momente verpassen. Die glücklichen Momente sollten möglichst überwiegen. Die muss man aber erkennen.

Das Paracelsus Magazin …

informiert und verschafft Einblicke. Das ist es doch, was wir wollen. Der Mensch braucht Anregungen und Impulse. Nur so bleiben wir am Laufen.

Welche Themen sollte Paracelsus unbedingt aufgreifen?

Läuft doch gut so. Man muss das Rad nicht neu erfinden.

Horst H. Boss
Praxis für Naturheilverfahren
Peterbauerweg 7
83646 Oberfischbach (Bad Tölz)
Telefon 08041/77477
kontakt@horst-boss.de
www.horst-boss.de

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