Harriet Rücknagel, Heilpraktikeranwärterin

Harriet Rücknagel, Heilpraktikeranwärterin

Harriet Rücknagel, Heilpraktikeranwärterin

Harriet Rücknagel, Heilpraktikeranwärterin

Ich war schon immer sehr naturverbunden, da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin. Nach meinem Realschulabschluss wusste ich nicht so recht, welchen Weg ich einschlagen soll. So viele Möglichkeiten in der großen, weiten Welt standen mir offen. So entschied ich mich, erst einmal das Abitur zu machen, vielleicht würde ich ja danach meinen Weg finden.

Nach drei Jahren war ich wieder an dem gleichen Punkt angelangt und hatte mich noch nicht entschieden, wie es weitergehen soll. Kurzer Hand entschloss ich mich mit meinem damaligen Freund, ein halbes Jahr nach Neuseeland zu gehen, um dort die Mentalität der Menschen kennenzulernen und mit meinem Mountainbike Spaß zu haben, da ich seit meinem 15. Lebensjahr aktiv den Mountainbikesport „Downhill“ betreibe – eine junge Extremsportart. Hierzu brauche ich einen Berg, einen Lift, ein vollgefedertes Fahrrad und viel Mut, da es über große Sprünge, Wurzeln und Steine den Berg hinab geht. Das Motto lautet „Der schnellste gewinnt“ und Adrenalin ist vorprogrammiert.

Harriet Rücknagel, Heilpraktikeranwärterin

Dieses Jahr bin ich endlich Deutsche Meisterin geworden, was mich sehr stolz macht. Außerdem bin ich auf der ganzen Welt viel unterwegs, da ich an der Weltcuprennserie teilnehme. Dort platziere ich mich meist zwischen den 12ten- 15ten Platz. Natürlich habe ich größere Ziel für die kommende Saison.

Nun zurück zu meinem Weg zur Ausbildung zur Heilpraktikerin:
Mit vielen neuen Lebenserfahrungen und einem Gefühl der Freiheit bin ich wieder in Deutschland angekommen. Doch was jetzt? Ich entschied mich ein Maschinenbaustudium zu beginnen, da ich dachte, so könnte ich am besten meinem Sport treu bleiben und später Fahrräder zu entwickeln. Nach einiger Zeit merkte ich, dass das gar nichts für mich ist. Nach dem Abbruch des Studiums riet mir meine Mutti, eine Ausbildung zu machen. Aber auch hier fühlte ich mich nicht in meinem Element und die Freiheit, die ich aus Neuseeland mitgebracht hatte fehlte mir so sehr, dass ich diese Ausbildung nicht fortführen konnte.

Harriet Rücknagel, Heilpraktikeranwärterin

Und nun? Da ich viel reise und ständig mit neuen Leuten in Kontakt trete, habe ich auf einem Wettkampf eine junge Frau getroffen, die mir ihren Werdegang von der Masseurin bis zur Yogalehrerin beschrieb. Das interessierte mich und zeigte mir, dass es auch anders geht. Also fing ich an im Internet zu recherchieren und fand den Beruf Heilpraktiker, der mich sofort faszinierte.

Meine Entscheidung stand schnell fest. Das ist mein Gebiet. Ich bin viel mit Menschen zusammen und kann ihn hoffentlich immer helfen, wenn sie Probleme haben. Es gibt so viele Möglichkeiten, die man in diesem Beruf einschlagen kann. Vor allem interessieren mich die Irisdiagnose und die Akkupunktur. Auch kann ich diese Ausbildung gut mit meinem Sport und den vielen Reisen kombinieren. Deswegen würde mir natürlich auch der Sportheilpraktiker sehr zusagen. Genau festgelegt habe ich mich noch nicht, ich bin noch auf Erkundung.

Um neben Sport und Ausbildung mein inneres Gleichgewicht zu behalten, bin ich gerne kreativ tätig. Ich stricke sehr außergewöhnliche Stirnbänder und entwerfe Schmuck. Wenn ich an meine Zukunft denke, bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Aber auf jeden Fall bleibe ich meiner endlich gefundenen Richtung treu!