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Regelmäßige Beschwerden vor und während der Periode sind für sehr viele Frauen ein Problem. Wir zeigen auf, mit welchen alternativen Heilverfahren Sie gegen das monatliche Unbehagen ankämpfen können. Der Zyklus des Mondes und der
Zyklus der Frau sind enge Verbündete. In etwa gleichem
Rhythmus wiederkehrend, sind sie Symbole der weiblichen
Fruchtbarkeit, der ewigen Erneuerung, des Werdens, Vergehens und
wieder neuen Entstehens. Natürliche Abläufe, die mit
Mythen umrankt und oft mit Unannehmlichkeiten verbunden sind.
Denn mit der Regel können
vielfältige Befindlichkeitsstörungen einhergehen. 150
verschiedene Symptome kennt man in diesem Zusammenhang. Deshalb
wird dieser alle 24 bis 32 Tage wiederkehrende natürliche
körperliche Vorgang oft zur vorübergehenden Krankheit
erklärt. Typische Beschwerden während der Menstruation
- die Medizin faßt sie unter dem Begriff Dysmenorrhöe
zusammen - sind z. B. ziehende Bauch- und Rückenschmerzen,
migräneartige Kopfschmerzen, Unbehagen und/oder ein Gefühl
der Schwere im Bauch. Die Bauchschmerzen können sich
steigern bis zu akuten kolikartigen Unterleibskrämpfen, die
in einzelnen Fällen so stark wie Geburtswehen sind,
Brechreiz und Ohnmacht verursachen können. Immer wieder ist davon die
Rede, daß bei der monatlichen Plage der seelische Zustand
der Frau eine große Rolle spielt, die Beschwerden also
nicht nur rein körperlichen Ursprungs sein müssen.
Dennoch: Grund zum stillen Leiden ist das Iängst nicht mehr,
denn vorbei sind die Zeiten, in denen Frau-Sein leiden bedeutet.
Noch Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Frauen deswegen oft die
Eierstöcke oder die Gebärmutter entfernt oder ihnen
Stromstöße durch den Körper gejagt. Heute hat die
Medizin weniger radikale Heilmittel gegen die meisten dieser
Beschwerden anzubieten. Von der Schulmedizin werden synthetische
Hormone wie Östrogene oder Gestagene, krampflösende
Medikamente (Spasmolytika) oder Schmerzmittel empfohlen.
Progesteron bzw. Progestagene setzt die klassische Medizin zur
Behandlung des PMS ein. Weil die Pille eine Menge von künstlichen
Hormonen enthält, wirkt auch diese oftmals schmerzlindernd
oder sogar schmerzbefreiend. Auch die neue Hormonspirale kann
Abhilfe schaffen. Gar nicht so selten werden beim PMS sogar
Antidepressiva verschrieben. Die unangenehmen Nebenwirkungen sind
dabei allerdings meist schwerer zu ertragen als die eigentlichen
Symptome. Die von Nebenwirkungen freien homöopathischen
Präparate erfordern hingegen eine genaue Bestimmung der
Begleitumstände sowie eine individuelle Dosierung der
Mittel. Dem, was sich hier so
kompliziert anhört, setzt sie vor allem einen simplen Rat
entgegen:,,Das Zyklische annehmen lernen" bringt die
Probleme zwar nicht zum Verschwinden, doch "es gelingt
besser, damit umzugehen". Nicht Zähne zusammenbeißen
und sich nichts anmerken lassen, sondern mit Partner und Kindern
darüber sprechen. Sie sind meist froh zu wissen, daß
sie nicht selbst die Ursache für Spannungen und Konflikte in
dieser problematischen Zeit sind. Weil die Versorgung mit
essentiellen Fettsäuren durch die Nahrung zur Behandlung des
PMS jedoch meist nicht ausreicht, gibt es inzwischen wirksame
Arzneimittel. Die bekannteste Substanz dafür ist das
Nachtkerzenöl. Die Nachtkerze, eine seit langem weltweit in
hohem Ansehen stehende Pflanze, ist reich an mehrfach
ungesättigten Fettsäuren, insbesondere an
Gamma-Linolensäure, die wichtig zum Aufbau der
Prostaglandine ist (Nachtkerzenölkapseln sind exklusiv in
Apotheken erhältlich). Was abseits davon noch helfen
kann:,,Sport, wenig Schlaf, Sauna, Angenehmes wie ausgehen, sich
selbst verwöhnen oder verwöhnen lassen", empfiehlt
Dr. Gabi Sprickler-Falschlunger. Dabei gilt es, einen Weg
zwischen Genuß und Vernunft zu finden: Statt Verbots- und
Gebotslisten aufzustellen ist es mitunter sinnvoller, sich
ausnahmsweise das Stück Kuchen als kleinen Tröster zu
gönnen, vorausgesetzt, die Kost ist leicht. Denn aufgedunsen
fühlt sich der Körper ohnehin an. |