Maria Teresa Cicuttini Herwig, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Malen als Muttersprache

Ein Schlüsselerlebnis mit ihrer damals sechsjährigen Tochter ist “schuld” daran, dass Maria Teresa Cicuttini Herwig vor rund zwanzig Jahren ihre Leidenschaft fand: die Maltherapie.

Nächtelang hatte die jüngste Tochter der italienischstämmigen Übersetzerin und Sprachdozentin Alpträume. Ein Lebensberater riet der Familie, dem Mädchen nachts Wachsmalkreiden in die Hände zu drücken. “Über das erste Bild erschrak ich: Es war völlig schwarz. Auf dem nächsten Blatt traute sich meine Tochter, etwas Farbe zuzugeben. Das vierte Bild wurde so bunt und lustig, dass Ada fröhlich zu kichern begann. Seitdem plagte sie der Alptraum nie wieder.”

Von diesem Moment an verschlingt Maria Teresa alle Bücher, die sie zum Thema Kunsttherapie aufspüren kann. Mit Psychologie beschäftigt sich die Architektengattin schon lange – als Ausgleich für die häufigen Umzüge der Familie. So lernt die dreifache Mutter unter anderem, ein Bild in verschiedene Deutungsecken einzuteilen. “Die Vaterecke hängt mit der Beziehung zum männlichen Prinzip, die ganze linke Seite mit der Vergangenheit zusammen, die Mutterecke mit dem weiblichen Prinzip und die rechte Bildseite mit der Zukunft. Trotzdem ist jedes Bild individuell zu deuten.”

An der Paracelsus Schule Hannover qualifiziert sich die Übersetzerin zur Leiterin für Autogenes Training, zur Psychologischen Beraterin, in Mal-, Familien- und psychologischer Schmerztherapie sowie in der Trauerarbeit. Wann immer die Bergfreundin bei Paracelsus als Dozentin auf Symposien auftritt, baut sie das Malen als Ausdrucksform mit ein. Beim Projekt “verlässliche Grundschule” der Stadt Laatzen arbeitet Maria Teresa zwei Jahre lang als Betreuerin von sechs- und siebenjährigen Kindern. Alle nennen sie liebevoll “Maltante”.

Im Jahr 2001 sind die Erwachsenen dran: In wöchentlichen Kursen in “Entspanntem Malen” verbindet die Fachtherapeutin nach dem Heilpraktikergesetz ihre beiden größten Vorlieben: das Autogene Training und die Maltherapie. Die Gruppen -und Einzelstunden im Architekturbüro ihres Mannes sind von Anfang an ununterbrochen ausgebucht. Vor allem Frauen zwischen 24 und 65 Jahren begeben sich vertrauensvoll in die Obhut der erfahrenen Italienerin. “Es tut mir manchmal richtig weh, wenn jemand sich nur mit Mühe äußern kann. Das Malen aber ist eine Sprache. Jeder spürt, wie meine Seminarteilnehmer förmlich aufblühen.”

In Gesprächen über die Bilder bearbeitet die Fachtherapeutin Kinder-, Paar- und Familienprobleme, psychosomatische Schmerzen, Missbrauch und Misshandlungen, ungelebte und unbearbeitete Trauer. “Eine Geschäftsfrau und Reiki- Meisterin mit Symptomen der Wechseljahre stieß beim Malen zum Beispiel auf ein tragisches Ereignis, das ihr bis dahin völlig verborgen war. Innerhalb eines Jahres fielen ihre Wechseljahrsbeschwerden und ihre Müdigkeit von ihr ab.”

Die Menschenkennerin bleibt bescheiden: “Auch mich fasziniert immer wieder, was das Malen bewirkt. Das Schöpferische allein ist bereits therapeutisch. Die Schaffenskraft gehört zum Menschen, künstlerische Begabung braucht es dazu nicht. Perfektionisten muss ich immer wieder darauf hinweisen, dass das Ergebnis nicht schön sein muss. Es soll spontan entstehen und von innen kommen. Bleistift und Radiergummi sind tabu.” Als Material bevorzugt die Italienerin Wachsmalkreiden. “Manche Wischtechniken wie zum Beispiel Aquarell verfälschen den ersten Ausdruck Wachsmalkreiden sind leicht zu bedienen, machen wenig Dreck und sind ganz klar.”

Praxis-Infos:

Heilpraktikerin
Maria Teresa Cicuttini Herwig
geb. 1954 in Kansas City
Internet: www.miti.hjw-h.com
E-Mail: miti.herwig@yahoo.de

Angebote:
– Entspanntes Malen/Maltherapie
– Autogenes Training
– Therapie für Einzelne, Familien und Paare
– Hilfe in Krisen, bei Konflikten und Persönlichkeitsstörungen

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