Beschreibung
Die Grundlage der Arbeit des/der Osteopathen/in mit Patienten basiert auf der Behandlung der osteopathischen Dysfunktion, auch Läsion genannt. Man spricht von primärer Dysfunktion, wenn an einer Stelle des Körpers eine Einschränkung der Beweglichkeit eines Gelenks oder verschiedener Gewebe entsteht, so z. B. bei einer Verdrehung der Wirbelsäule – beim sogenannten Hexenschuss. Der Körper verursacht, bei diesem Beispiel bleibend, eine Wirbelblockierung, um den Wirbel vor noch größerer Bewegung und möglichem Schaden zu bewahren. Diese Dysfunktion schränkt allerdings die in der Nachbarschaft liegenden Strukturen in ihrem funktionellen Zusammenspiel mit ein, sodass es je nach Kompensationsfähigkeit des Patienten zu einer mehr oder minder lang ausgeprägten Kette an Versuchen kommt, die bestmögliche Funktion des Körpers zu erhalten. Jede auf die „primäre Dysfunktion“ folgende Kompensation versteht sich als sekundäre oder Folgedysfunktion. Der Beginn von Krankheit o. die Entwicklung von wahrgenommenen Symptomen richtet sich dabei immer nach einer Art Prioritätensystem, bei dem es zunächst darum geht, lebenswichtige Areale im Körper zu schützen, weniger wichtige in einer Einschränkung zu tolerieren. Aus diesem Grund nehmen Patienten ihre Symptome oft an einer Stelle des Körpers wahr, die mit einem möglichen Unfall oder einer „Verdrehung“ nicht mehr viel zu tun haben, sondern als Schmerzen im Sinne eines fortgeleiteten Prozesses an ganz anderer Stelle des Körpers auftreten. Das Seminar richtet sich an Ärzte/-innen, Massagetherapeuten/-innen, Heilpraktiker/innen (-anwärter/innen), Physiotherapeuten/-innen sowie alle, die diese Methode erlernen möchten. Das Modul ist Teil unserer laufenden Ausbildung z. Osteopathen/Osteopathin und kann separat gebucht werden.
Terminübersicht
Dieses Seminar findet an 4 Terminen statt.
Standort
Dozent

Jg. 1981. Herr René Neumann schloss Ende der 1990 Jahre seine Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister ab. Nach ersten beruflichen Stationen im Diakoniewerk, auf einem Kreuzfahrtschiff und in einer Schweizer Privatpraxis kehrte er 2000 in seine Heimat zurück und machte sich selbstständig. Parallel dazu absolvierte er die Ausbildung zum Physiotherapeuten und zum Heilpraktiker und spezialisierte sich auf die Behandlung schwerverletzter Verkehrsunfallopfer. Kontinuierliche Fortbildungen in moderner Physiotherapie sowie ein umfassendes Osteopathiestudium prägten seine fachliche Entwicklung. Zusätzlich engagiert er sich seit vielen Jahren in der Ausbildung therapeutischer Nachwuchskräfte und vermittelt sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Erfahrung.
Mehr zum Dozenten








