Beschreibung
Interventionsansätze bei stoffgebundener und nicht stoffgebundener Sucht 10% aller Arbeitnehmer/innen konsumieren auf riskante Weise Alkohol, Medikamente oder andere Suchtmittel bzw. Drogen. Der Weg in eine Suchterkrankung verläuft schleichend und ist für die Betroffenen und ihr Umfeld oft nicht erkennbar. Nichtstoffgebundene Suchtformen (Pathologisches Glücksspiel, Medienabhängigkeit, Kaufsucht, Sex- und Arbeitssucht) treten im Arbeitsalltag noch verdeckter auf. Suchtbedingte Verhaltensweisen beeinträchtigen betriebliche Abläufe und Beziehungen zu Kollegen/innen. Kompetente Interventionsstrategien können jedoch einen möglichen Suchtkreislauf durchbrechen, wenn sich Verantwortliche über diese Thematik informieren und gezielt zu handeln lernen. Spezielle Gesprächstechniken, Betriebs-/Dienstvereinbarungen und sogenannte Stufenpläne sind Instrumente, die hier zur Anwendung kommen können. Wichtiges Hintergrundwissen über die Versorgungssysteme der Suchtkrankenhilfe ist in diesem Zusammenhang unerlässlich. Der Einfluss der Arbeitsplatzvertreter/innen kann helfen, einen konstruktiven Umgang mit Sucht im Betrieb anzuschieben und entsprechende Maßnahmen zu etablieren. Seminarinhalte: • Vorstellung stoffgebundener und nicht-stoffgebundener Suchtformen,Gemeinsamkeiten, Unterschiede und deren Einfluss am Arbeitsplatz • Ursachen von Sucht • Präventionsansätze am Arbeitsplatz • Co-abhängiges Verhalten und ihre Rolle im Betrieb • Rolle des Betriebs- und Personalrates im Umgang mit Suchtkranken am Arbeitsplatz • Gesprächsführung und Interventionsstrategien • Therapiemöglichkeiten und Wiedereingliederung für Suchtkranke • Betriebs- / Dienstvereinbarungen und Stufenpläne zum Thema Sucht als Handlungsinstrument Dieses Seminar ist geeignet für psychologisch und beratend Tätige in eigener Praxis, in Institutionen, Einrichtungen und Betrieben.
Terminübersicht
Dieses Seminar findet an 5 Terminen statt.
Online-Teilnahme
Dieses Seminar findet live über Zoom statt. Den Teilnahmelink erhalten Sie rechtzeitig per E-Mail vor Seminarbeginn.
Dozent

Jg. 1977. Herr Lindt ist staatlich examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger, geprüfter Psychologischer Berater, Trauerbegleiter und Trauerredner, MEDICPROOF-Pflegegutachter, Aromapraktiker sowie geprüfter MPU- und Suchtberater. Weitere Schwerpunkte: Burnout-, Mobbing-, Demenz- und Sexualberatung. Im Gesundheitsamt verantwortet er die Überprüfung und Zulassung ambulanter Pflegedienste sowie nichtärztlicher Heilberufe. Als Dozent verbindet er fundierte Theorie mit Praxis und verfolgt eine ganzheitliche Perspektive. Schwerpunkte: Stressbewältigung, Gesundheitsförderung, Trauerbegleitung, Trauerreden, Pflegeberatung, Aromatherapie.


