Beschreibung
Sucht ist heutzutage ein in allen gesellschaftlichen Schichten anzutreffendes Phänomen. Dabei ist den Betroffenen häufig zunächst nicht bewusst, dass sie sich in einer Abhängigkeitssituation befinden. Die gesellschaftliche Entwicklung hat es mit sich gebracht, dass es heute nicht nur klassische Abhängigkeiten wie Alkohol, Tabak und Drogen, die wir in der Praxis antreffen, gibt, sondern immer mehr auch andere Formen des Suchtverhaltens, wie z.B. Medikamente, Spielen, Internet, Konsum, Essen, Arbeit, Sexualität etc.. All diese Suchtmuster haben gemeinsam, dass sie das soziale Umfeld der Betroffenen stören bis zerstören. Oft sind es die Angehörigen, die mit den sich wiederholenden Situationen nicht mehr zurechtkommen und dann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Die eigentlich Betroffenen, die Abhängigen, wissen häufig nicht um die eigene Sucht und müssen dann erst einmal zu dem Punkt geführt werden, wo sie die Situation erkennen können. Um Verhaltensweisen ändern zu können, ist es aber zwingend notwendig, dass sich alle Betroffenen ihrer Rollen bewusst werden: die Abhängigen ihrer Abhängigkeit und die Angehörigen/Partner/innen ihrer eventuellen, natürlich nicht bewussten, Co-Abhängigkeit. Ziel dieser Ausbildung ist Kompetenz zu erwerben bei: - dem Erkennen und Einschätzen von Abhängigkeiten und deren Ursachen, Verlauf und innere Dynamik - der Beurteilung der pathologischen und psychologischen Lage aller Betroffenen, mit besonderem Augenmerk auf Psychosen und Neurosen im Vorfeld und Verlauf von Abhängigkeiten - den Therapiemöglichkeiten, insbesondere psychologische Beratung sowie die Erarbeitung von Präventionsansätzen - Beratungsstellen/Selbsthilfegruppen Das Ausbildungsangebot richtet sich an Berufsgruppen aus dem psychotherapeutischen Kontext.
Terminübersicht
Dieses Seminar findet an 8 Terminen statt.
Standort
Dozent

Studium der Psychologie, Pädagogik, und Sozialwissenschaften. Ausbildung zum Dipl.-Ergotherapeut, Gesprächspsychotherapeut und Suchttherapeut. Seit 1994 als Therapeut tätig. 2 J. als therap. Leiter einer Suchteinrichtung. 12 J. als therap. Leiter in einer Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie. Publikationen von Therapiekonzepten mit den Schwerpunkten Sucht, Psychopathologie und berufliche Reha verfasst. Seit 2015 in der Eingliederungshilfe (Teilhabe für Menschen - Wohnen, Arbeit ,Freizeit) mit den Schwerpunkten: Konzipierung, Organisation und Management. Vorsitzender eines Vereins der die EUTB gewährleistet. Strategische Beteiligter bei der Umsetzung des BTHG. Dozent für die Fachbereiche Psychiatrie und Neurologie sowie für die Ausbildung als Suchtberater u. Suchttherapeut.













