Beschreibung
Die medizinische Verwendung von Blutegeln hat eine faszinierende und lange Tradition. Heutzutage gelten sie aufgrund ihrer Speichelinhaltsstoffe als Fertigarzneimittel und unterliegen damit den gleichen Anforderungen in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit wie alle zulassungspflichtigen Arzneimittel. Blutegel werden aufgrund ihrer Wirkstoffe eingesetzt, die sie beim Saugen abgeben - der Blutentzug (Aderlass) spielt nur eine untergeordnete Rolle. Diese Stoffe haben eine gerinnungs- und entzündungshemmende Wirkung und fördern somit die lokale Blutzirkulation im Bereich der Ansatzstelle. Beißt der Blutegel sich fest, gibt er schmerzlindernde Stoffe ab, so dass dieser Vorgang kaum spürbar ist. Danach saugt er etwa 15-90 Minuten und leitet dabei die speziellen Wirkstoffe in das Gewebe ein; anschließend fällt er von allein ab. Die kleine Bisswunde bleibt etwa 8-12 Stunden offen; sie blutet nach und wird mit saugfähigem Verbandsmaterial versorgt. Die Wirkung der Blutegelbehandlung kann unmittelbar im Anschluss an die Behandlung, aber auch später eintreten. In diesem Seminar werden Sie sowohl theoretisch als auch praktisch angeleitet und erlernen viele Indikationen. Da der Umgang mit Blutegeln etwas Erfahrung voraussetzt, sollte für einen späteren Einsatz in der eigenen Praxis unbedingt so oft als möglich geübt werden. Für die Ausübung in der Praxis benötigen Sie die Heilerlaubnis als Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/in. Die anfallenden Materialkosten sind bereits im Seminarpreis enthalten.
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Dozentin

Jg. 1975, verheiratet, drei Kinder. Sie absolvierte das Studium der Sozialpädagogik an der Fachhochschule Münster, erlangte eine Qualifikation zum Moderator. An der Konzeption, Ausarbeitung und Durchführung des "Hammer Elterntrainings" war sie beteiligt. Frau Pätzold-Wirp entdeckte ihr Interesse an der Medizin und Osteopathie über die Behandlungen ihrer Kinder. Sie entschied sich für die Alternative Medizin, absolvierte erfolgreich die Heilpraktikerausbildung. Seit 2016 arbeitet sie angestellt in einer Praxis. Es folgten zahlreiche Fort- und Weiterbildungen zur Osteopathin, Kinderostepathin, im Bereich der TCM, der Neuraltherapie, Blutegeltherapie und Kinesio-Taping. Gern gibt sie ihr Wissen als Dozentin an Paracelsus Schulen weiter.
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