Beschreibung
Die medizinische Verwendung von Blutegeln hat eine faszinierende und lange Tradition. Heutzutage gelten sie aufgrund ihrer Speichelinhaltsstoffe als Fertigarzneimittel und unterliegen damit den gleichen Anforderungen in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit wie alle zulassungspflichtigen Arzneimittel. Blutegel werden aufgrund ihrer Wirkstoffe eingesetzt, die sie beim Saugen abgeben - der Blutentzug (Aderlass) spielt nur eine untergeordnete Rolle. Diese Stoffe haben eine gerinnungs- und entzündungshemmende Wirkung und fördern somit die lokale Blutzirkulation im Bereich der Ansatzstelle. Beißt der Blutegel sich fest, gibt er schmerzlindernde Stoffe ab, so dass dieser Vorgang kaum spürbar ist. Danach saugt er etwa 15-90 Minuten und leitet dabei die speziellen Wirkstoffe in das Gewebe ein; anschließend fällt er von allein ab. Die kleine Bisswunde bleibt etwa 8-12 Stunden offen; sie blutet nach und wird mit saugfähigem Verbandsmaterial versorgt. Die Wirkung der Blutegelbehandlung kann unmittelbar im Anschluss an die Behandlung, aber auch später eintreten. In diesem Seminar werden Sie sowohl theoretisch als auch praktisch angeleitet und erlernen viele Indikationen. Da der Umgang mit Blutegeln etwas Erfahrung voraussetzt, sollte für einen späteren Einsatz in der eigenen Praxis unbedingt so oft als möglich geübt werden. Für die Ausübung in der Praxis benötigen Sie die Heilerlaubnis als Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/in. Die anfallenden Materialkosten sind bereits im Seminarpreis enthalten.
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Standort
Dozentin

1978 wurde Frau Baumann im heutigen Chemnitz geboren. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne. Nach ihrer Ausbildung zur Zahntechnikerin fühlte sie sich zur Naturheilkunde hingezogen und absolvierte berufsbegleitend die Heilpraktikerausbildung an einer Paracelsus Schule. Seit 2015 ist sie Heilpraktikerin und seit 2018 in eigener Praxis tätig. Sie bildete sich zur Massagetherapeutin, in der Dorn-Therapie, Breußmassage und in Ohrakupunktur fort.











