Beschreibung
Psychische und emotionale Gewalt hinterlässt keine sichtbaren Spuren und zeigt sich häufig erst im Nachgang bei den Betroffenen. Es sind z.B. unerklärliche Ängste oder selbstschädigende bzw.andere destruktive Verhaltensweisen. Ziel dieser Fortbildung ist es, Sie zu befähigen, psychische und emotionale Gewalt in ihren vielfältigen Erscheinungsformen zu erkennen, professionell zu begleiten und Betroffene ressourcenorientiert zu unterstützen. Die Teilnehmer/innen lernen, dysfunktionale Beziehungsmuster zu verstehen, Beratungsprozesse sicher zu gestalten und geeignete Methoden zur Stabilisierung und Selbstermächtigung einzusetzen Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte, die beruflich mit erwachsenen Menschen arbeiten, die psychische Gewalterfahrungen gemacht haben. Beispielsweise Psychotherapeuten, Heilpraktiker, Psychologische Berater, Sozialarbeiter, Pädagogen sowie Coaches. Psychische Gewalt kann sich in allen Beziehungsebenen zeigen: in Partnerschaften, Familien, am Arbeitsplatz (z. Mobbing, Bossing) und im sozialen Umfeld. 1.Einführung und gesellschaftlicher Kontext oGrundlagen und Formen psychischer Gewalt oErkennen von psychischen Gewaltmustern 2.Formen und Auswirkungen psychischer Gewalt oPsychische und physische Folgen oEmotionale Abhängigkeit, Traumaband, kognitive Dissonanz 3.Systemische Perspektive oWirklichkeitskonstruktion, Wechselwirkungen, Kontextualisierung oOpfer-/Täterrollen differenziert betrachten 4.Beratung, Gesprächsführung und Therapiemethoden oAuftragsklärung, Setting, Einstieg oGesprächsführung und Interventionstechniken oRessourcenaktivierung, Selbstwertstärkung oSelbstschutz und Psychohygiene für Fachkräfte oGrenzen der Beratung und Möglichkeiten der Weitervermittlung 5.Praxis und Reflexion 6.Hilfsangebote und Selbsthilfe oRechtliche Rahmenbedingungen und Schutzkonzepte oExterne Unterstützungsstrukturen oHilfe zur Selbsthilfe für Klienten
Terminübersicht
Dieses Seminar findet an 2 Terminen statt.
Standort
Dozent

Jg. 1971, Ausbildung zum Psychologischen Berater (VPF), Systemischen Berater (AFS), Seelsorger sowie Masterstudium mit Abschluss in Systemischer Beratung (M.A.). Praktische Erfahrung sammelte Dirk Fietkau u.a. in einem Praktikum in einer Beratungsstelle für stoffliche und nichtstoffliche Abhängigkeiten. Ergänzend absolvierte er eine Fortbildung zum Mobbingberater. Seit 2019 ist er in einer Beratungs- und Seelsorgestelle tätig, seit 2024 zudem als Präventionsbeauftragter für Gewalt bei der Ev. Kirchengemeinde Worms-Innenstadt. Er leitet zwei Selbsthilfegruppen für Menschen mit psychischer Gewalterfahrung und absolviert derzeit eine Ausbildung zur psychosozialen Notfallversorgung.
Mehr zum DozentenLiteratur zum Thema
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