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Paracelsus Magazin Ausgabe 4/2011

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Tierheilkunde

Erstellt: 1. April 2011Aktualisiert: 16. Oktober 20262 Minuten

Fallstudie aus der Tierheilpraktiker-Praxis: Auffälligkeiten beim Kotabsetzen und Wasserlassen

Die Fallstudie behandelt den Labrador Paul, der nach heftigem Toben unter Beschwerden beim Kotabsetzen litt. Eine tierheilpraktische Behandlung zeigt, wie diese erfolgreich gelindert wurden.

Patient: Paul, 3-jähriger Labrador 

© Klemens Oezelt - Fotolia.com

Anamnese

Die Besitzerin berichtet, dass Paul auf dem Hundespielplatz sehr heftig getobt habe und seitdem nicht mehr der Alte sei. Der Rüde jault beim Kotabsetzen und hat Probleme, sich zu biegen und zu kratzen. 

Paul wird in Ruhe und in der Bewegung begutachtet. Dabei wird eine leichte Lahmheit mit Hinterherziehen der linken hinteren Extremität festgestellt. An den vorderen Extremitäten bestehen keine besonderen Auffälligkeiten. Der Bereich TH10 und L2 ist deutlich druckdolent. Nach ca. 15 Minuten Bewegung zeigt sich eine Lahmheit 2. bis 3. Grades. 

Wieder in der Praxis wird der Besitzerin geraten, ein Blutbild zur Bestimmung der Parameter durchführen zu lassen. Es wird Blut entnommen und zu der Klinik gebracht, mit der meine Praxis zusammenarbeitet. 

Diagnose

Das Blutbild zeigt eine Erhöhung der Parameter: Creatinin-Kinase, Leukozyten, g-GT. Aufgrund der erhöhten Werte werden zur weiteren Diagnosefindung eine röntgenologische und eine sonographische Untersuchung in der Klinik durchgeführt. Es wird ein leichtes paravertebrales Hämatom im Bereich L2 bis L3 festgestellt, aber keine Frakturen, und auch der Interspinalraum ist deutlich zu erkennen. 

Behandlung

Um das Hämatom abzubauen, wird Paul palliativ mit Laser behandelt. 

Medikamentös empfehle ich zur Behandlung: 

  • Traumeel S 

  • Ignatia C30 

  • Lymphdiaral 

Nach zwei Behandlungen ist das Hämatom in der Sonographie deutlich rückläufig, es wird ein Behandlungsplan zur Physiotherapie aufgestellt, zur Muskeldetonisierung. 

Paul wird nach ca. zwei Wochen chiropraktisch behandelt und mobilisiert. Ich empfehle eine Aufbautherapie mit Mittel-Frequenz-Therapie mit dem AmpilMed und zur Aktivierung der peripheren Durchblutung das Pneumatron 2000 sowie für die Rekonvaleszenz eine Ultraschalltherapie (mit VetriSon). 

Nach ca. vier Wochen lasse ich mir Paul wieder vorstellen, es zeigen sich keine Schmerzsymptomatiken mehr in oben genannten Arealen und keine Bewegungsauffälligkeiten. 

Die Besitzerin sagt mit strahlenden Augen: „Er ist wieder der Alte, und wissen Sie was? Er macht nun wieder beim ‚Pooh-Pooh-Machen‘ den Rücken krumm!“ 

Dirk Röse

Dirk Röse

Tierheilpraktiker, Leiter der Lehrpraxis auf Gut Rosenbraken

info@rosenbraken.deAlle Beiträge von Dirk Röse

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