Beschreibung
Neurobiologische Veränderungsprozesse verstehen - Trauma nachhaltig begleiten Viele emotionale Reaktionen entstehen nicht allein durch gegenwärtige Ereignisse, sondern durch unvollständig verarbeitete Erfahrungen, die sich im Nervensystem verankert haben. Erinnerungen sind jedoch keine unveränderlichen Speicher: Beim Erinnern kann ein Zeitfenster entstehen, in dem neuronale Verknüpfungen aktualisiert und neu integriert werden können. Dieser Prozess wird als Gedächtnisrekonsolidierung (Memory Reconsolidation) bezeichnet. In diesem zweitägigen Seminar lernen Sie zentrale Erkenntnisse aus Neurobiologie, Traumaforschung und somatischer Prozessarbeit kennen. Am ersten Tag stehen Gedächtnissysteme, Neuroplastizität, emotionale Netzwerke sowie die Bedeutung von Aufmerksamkeit, Emotion im Mittelpunkt. Der zweite Tag führt in die physiologischen Grundlagen ein. Sie beschäftigen sich mit frühen Orientierungs- und Schutzreaktionen, der Entstehung traumatischer Muster sowie der körperorientierten Begleitung tiefer neuronaler Prozesse. Anschauliche Modelle, Demonstrationen, Partnerübungen, Selbsterfahrung und Fallarbeit unterstützen den Transfer in die Praxis. Inhalte • Neuroplastizität • Implizites und explizites Gedächtnis • Hippocampus, Amygdala, präfrontaler Cortex und Hirnstamm • Predictive Coding und somatische Marker • Grundlagen des Reorienting-Prinzieps • Orientierungsreflex, Schreckreaktion und autonome Schutzsysteme • Interozeption und Stressregulation • Ressourcenaufbau und traumasensible Prozessbegleitung • Integration in Coaching, Therapie und Körperarbeit Das Seminar richtet sich an Heilpraktiker/innen, Psychotherapeut/innen, Osteopath/innen, Physio- und Ergotherapeut/innen, Coaches sowie Fachkräfte aus Gesundheits- und Sozialberufen. Sie erhalten ein praxisnahes Konzept, um körperliche Aktivierungsmuster zu erkennen und Veränderungsprozesse sicher, ressourcenorientiert und wirkungsvoll zu begleiten.
Terminübersicht
Dieses Seminar findet an 2 Terminen statt.
Standort
Veranstaltungsort
Dozentin

Jg. 1974. Nach erfolgreicher Karriere im Hochleistungssport absolvierte Barbara Schütza ihr Diplom-Studium an der Deutschen Sporthochschule Köln, dozierte an diversen Fachhochschulen, Universitäten und Akademien und wechselte auf die Trainerseite. In enger Zusammenarbeit mit der Praxis Springer betreute sie Sportler/in als PT und erweiterte ihr Repertoire durch Massagen und Physiotherapie. 2012 sattelte Frau Schütza zur Heilprakterin um und arbeitet seit 2014 in eigener Praxis mit den Schwerpunkten Chiropraktik, Atlas-Therapie und Sportosteopathie. Ihre Fortbildungen: Manuelle Therapie, Medizinische Trainingstherapie, Manuelle Lymphdrainage, FDM, Massage und Sportmassage, Neuraltherapie, Osteopathie.
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