Homöopathie

Im Jahre 1790 machte Samuel Hahnemann (geboren 10. 4. 1755 in Meißen, gestorben 2. 7. 1843) im Selbstversuch mit Chinarinde eine Beobachtung: die Substanz erzeugte Symptome, die auffällig denen glichen, gegen welche sie als Arznei eingesetzt wurde. Als er seine Versuche auf weitere Substanzen, pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs ausdehnte, fand er seine Vermutung bestätigt: Arzneien verursachen an Gesunden charakteristische Symptome, die sie bei Kranken wiederum heilen.

Beliebtestes Heilverfahren der Naturheilkunde

Hahnemanns „Homöopathie“ wirkt ganzheitlich in Körper/Geist/Seele Kontext und trat als Therapieverfahren einen weltweiten Siegeszug an. Homöopathie ist heute das beliebteste Heilverfahren der Naturheilkunde. Die Homöopathie hat ihre völlig eigenen und sehr aufwändigen Regeln zur Feststellung der zu behandelnden Krankheit und erfordert nach den Regeln der „Klassischen Homöopathie“ enorm viel Aufmerksamkeit, Zeit und spezifisches Wissen, das geeignete Arzneimittel zu ermitteln und ggf. zum Erreichen der optimalen Wirkung zuzubereiten (potenzieren).

Die „Komplexhomöopathie“ hingegen will es Patienten und Therapeuten leicht machen und entwickelt durch Mischen von Einzelmitteln Breitband-Homöopathika, die gegen eine breite Indikationsliste helfen sollen.

Die Paracelsusschulen möchten in den hier angebotenen Homöopathie Ausbildungen die Therapeuten möglichst authentisch zur hohen Kunst der klassischen Homöopathie nach Hahnemann führen. Mehr über Homöopathie

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Fachausbildungen & Seminare zum Thema Homöopathie

Wählen Sie Ihre Paracelsus Schule:
Seminar Ort Datum Dozent
Praxisworkshop Veterinär- Homöopathie 3 Landshut

17.11.2018 N. N.
Erste Hilfe und Homöopathie bei Hunden 3 Heilbronn

17.11.2018 HP Monika Frank
Die homöopathische Notfallapotheke 1 Göttingen

17.11.2018 N.N.
Homöopathie in der Kinderheilkunde - Basiskurs 1 Freilassing

17.11.2018 HP Cornelia Mallet
Kostenloser Infoabend: Große Fachausbildung - Klassische Homöopathie 1 Kassel

19.11.2018 Dozententeam
Mehr über Homöopathie

Geschichte und Denkansatz der Homöopathie

Medizinhistoriker datieren den Beginn der Homöopathie auf das Jahr 1796 in welchem Hahnemann seine Erkenntnisse in Hufelands Journal erstmals der wissenschaftlichen Öffentlichkeit präsentierte. Aus seinen Experimenten leitete er folgenden Lehrsatz ab:
„Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden erregen kann als sie heilen soll!“
Diese „Ähnlichkeitsregel“ bildet die Grundlage aller homöopathischen Therapien. Homöopathie heißt wörtlich übersetzt „ähnliche Krankheit“. Hahnemann schrieb seine Erkenntnisse im 1810 erschienenen „Organon“ nieder.

Darin finden sich die drei Säulen der Homöopathie:

  • Ähnlichkeitsregel
    Eine Behandlung mit dem Arzneimittel, das beim gesunden Menschen die meisten ähnlichen Symptome erzeugt, vermag – in besonderer, potenzierter Form verabreicht – die Krankheit zu heilen (simila similibus curantur, § 25 Organon). Die Therapie mit „Gegenmitteln“ lehnt Hahnemann wegen der Gefahr der langfristigen Verschlimmerung oder der Entstehung neuer Krankheiten ab (§ 57 f. Organon), in Notfällen ist sie jedoch erlaubt.
  • Arzneimittelprüfung
    Die Symptomatik geläufiger Vergiftungen mit stark wirkenden Pflanzen (Tollkirsche, Mutterkorn) erleichtert auch heute am ehesten und überzeugendsten den Einstieg in die Homöopathie. Hahnemann hat an sich, seiner Familie und seinen Mitarbeitern über 100 Mittel geprüft. Die Gesamtheit aller durch eine Substanz hervorgerufenen Symptome ergibt das sogenannte Arzneimittelbild dieser Substanz. Alle geprüften Substanzen und ihre Arzneimittelbilder werden in der Arzneimittellehre (materia medica) zusammengefasst (§ 143 Organon).
  • Gabenlehre
    Grundlage der Arzneimittel sind Pflanzen, deren Verarbeitung meist in frischem Zustand erfolgt, Tiere oder tierische Produkte und Mineralien. Aus den Urtinkturen bzw. Urstoffen werden mit Alkohol oder Milchzucker folgende Arzneiformen bereitet:

    • Dilutionen (dil.), flüssige Zubereitungen
    • Triturationen (trit.), pulverförmige Verreibungen
    • Tabletten (tabl.)
    • Globuli (glob.), auch Streukügelchen genannt
    • In neuerer Zeit sind Ampullen für Injektionszwecke und Salben hinzugekommen

Die Verdünnungen erfolgten bei Hahnemann noch in 100er Sprüngen (C-Potenzen). Später verwendete er auch Potenzen, welche durch ein mehrstufiges Verfahren in der Verdünnung 1:50.000 hergestellt wurden (LM- oder G-Potenzen). Heute gibt es im Handel folgende Potenzen in der Homöopathie:

  • D-Potenzen (decem = 10) im Verhältnis 1:10 verdünnt
  • C-Potenzen (von centum = 100) im Verhältnis 1:100 verdünnt
  • LM- oder G-Potenzen im Verhältnis 1:50.000 verdünnt

D 1 entspricht in der Homöopathie einem Verdünnungsgrad von 1:10, D 2 von 1:100, D 3 von 1:1.000 usw. Analog gilt das für C-Potenzen: C 1 = 1:100, C2 = 1:10.000, C3 = 1:1.000.000. Vom Arzneigehalt her ist C 1 der D 2 und C 2 der D 4 gleichzusetzen.

Wenn Hahnemann später die Verdünnungen „Potenzen“ (lat. potentia = Kraft) nannte, so hatte er dafür Gründe: Sein Verfahren war kein einfaches Verdünnen. Durch dieses stufenweise Verdünnen und eine spezielle Manipulation mittels Schütteln und Verreiben glaubte er, den Arzneien einen höheren Wirkungsgrad verleihen zu können, als von ihrer stofflichen Konzentration zu erwarten war. Er nahm mit diesem Verfahren Probleme der koliodalen Zustandsänderungen und anderer physikalischer Phänomene wie Katalyse, Affinität und Resonanz vorweg, über die wir erst heute einige Klarheit besitzen. Erst in allerletzter Zeit findet auch die Teilchen- und Quantenphysik Zugang zu Erklärungsversuchen zur Wirkungsweise der Homöopathika. Wir wissen, dass alle Materie nur ein Aggregatzustand von Energie darstellt, können deren ganz spezifische Schwingungen messen, beeinflussen, verändern. Liegt das Geheimnis der Homöopathie in der Ähnlichkeit der Schwingungen, die der Krankheit und dem Homöopathikum zu eigen ist?

Wie ernst auch heute die Angaben Hahnemanns genommen werden, geht aus dem neuen amtlichen noch Homöopathischen Arzneibuch, dem Regelwerk heutiger Homöopathie, hervor.

Als Richtschnur für die Verordnung gilt allgemein: Je akuter und gröber die gesundheitliche Störung, umso tiefer ist die Potenz zu wählen und umso häufiger gilt es sie zu verabreichen. Je feiner und chronischer das Krankheitsbild sich darstellt, umso höher ist die Potenz zu wählen und umso weniger, evtl. nur einmalig, wird sie verabreicht.

Eine sogenannte Erstverschlimmerung zeigt dem Therapeuten, dass er mit der Mittelwahl richtigliegt. Für den Patienten macht sich eine Erstverschlimmerung wie folgt bemerkbar: Wiederaufflammen der Symptomatik innerhalb der nächsten drei Tagen nach Gabe des homöopathischen Mittels, die Symptome bessern sich und verschwinden in einem Zeitraum von 24 Stunden und sind nicht mehr so schlimm, wie sie waren. Durch das nochmalige körperliche Durchleben der Symptomatik wendet sich das Krankheitsbild zu einer raschen Genesung.
Hahnemann verabreichte nur Einzelsubstanzen.

Schwerpunktthemen der Homöopathie-Ausbildung sind:

  • Erstanamnese, die in Form von Live-Anamnesen einen intensiven Kontakt zum Patienten ermöglicht. Wichtige Punkte sind z. B. der Spontanbericht, offene Fragestellung, Vorgehensweisen in „Sackgassen-Situationen“ u.v.m.
  • Hierachisation der Symptome: Dazu sind die auffallenden, sonderlichen, ungewöhnlichen Symptome des Krankheitsfalles von besonderer Wichtigkeit. Diese zu erkennen ist eine wichtige Aufgabe.
  • Repertorisation, das Auffinden von passenden Rubriken als Hilfe zur Mittelfindung.
  • Studium von Arzneimittelbildern in der Materia Medica und die Erweiterung anhand von Arzneimittelvorträgen.
  • Follow-up (die weitere Behandlung) des Patienten.
  • Arbeiten nach dem Organon
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