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aus dem Paracelsus Magazin: Ausgabe 5/2023

Chronische Schmerzen ganzheitlich betrachtet

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Bereits im Säuglingsalter erleben wir, wie sich Schmerzen anfühlen. Ein kleiner Stoß hier, ein kleiner Stich dort, und schon sind wir um Erfahrungen reicher, die wir im Gehirn abspeichern und mit künftigen Erlebnissen automatisch abgleichen.

Bei emotionalen Schmerzen, z.B. verlassen oder vernachlässigt zu werden, verhält es sich ähnlich. Auch diese können sich auf der körperlichen Ebene ausdrücken.

Welche Faktoren eine Rolle spielen, warum jeder Mensch einen Schmerzreiz anders verarbeitet, wie sich Schmerzen chronifizieren können und ob es möglich ist, als chronischer Schmerzpatient ein schmerzfreies Leben zu führen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Warnsignal und Schutzreaktion

Die Internationale Gemeinschaft der Schmerzwissenschaftler beschreibt das Phänomen Schmerz folgendermaßen: „Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder möglicher Gewebeschädigung verbunden ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.“

Schmerzen sind also eine sinnvolle und notwendige Empfindung, die uns dabei helfen, Gefahren und Verletzungen zu meiden. Unser Körper signalisiert uns, dass etwas nicht stimmt und fordert uns auf, etwas zu verändern, um unser Überleben zu sichern. Hätten wir diese Empfindung nicht, würden wir als Individuum, aber auch als Menschheit wahrscheinlich nicht lange existieren können.

Reflexartig reagiert unser Körper durch Signalübertragungen in unserem Nervensystem. Fassen wir auf eine heiße Herdplatte, brauchen wir nicht darüber nachdenken, ob es eine Gefahr für uns bedeutet, die Hand länger auf ihr ruhen zu lassen – das Wegziehen geschieht automatisch.

Entstehung von Schmerzen

Im Bruchteil von Sekunden finden verschiedene Mechanismen im Nervensystem statt, bis es zum Schmerz kommt. Der Prozess beginnt mit einem Reiz, der von auf Gefahrensignale spezialisierten Nervenenden wahrgenommen wird, die sich in der Haut, in Muskeln, Gelenken und Organen befinden. Dabei kann es sich z.B. um einen mechanischen Reiz (Stoß), um einen chemischen (Entzündung) oder einen Temperaturreiz (Verbrennung) handeln.

Als Nächstes wird ein Impuls an das Hinterhorn, einen speziellen Bereich im Rückenmark, weitergeleitet. Hier wird ein motorischer Reflex ausgelöst, wenn der Reiz stark genug ist (z.B. die Hand von der heißen Herdplatte wegzuziehen). Außerdem wird hier entschieden, ob ein Schmerzimpuls an das Gehirn weitergeleitet wird oder nicht. Die nächste Umschaltstelle ist der Thalamus, ein Teil des Zwischenhirns. Kommt der Impuls hier an, wird mit Hilfe von drei Systemen die Schmerzintensität bestimmt:

  1. Das sensorische System beurteilt die Art des Schmerzes und lokalisiert ihn.
  2. Die Gefahr wird im kognitiven System bewertet. Hier wird außerdem mit vergangenen Erfahrungen abgeglichen.
  3. Im emotionalen System wird der Schmerz auf der Gefühlsebene beurteilt.

Individuelle Schmerzbewertung

Alle drei Systeme entscheiden gemeinsam über die Intensität des Schmerzes. Deshalb kann ein und derselbe Reiz von jeder Person in unterschiedlicher Intensität verspürt werden. In der Forschung sind diese Erkenntnisse große Erfolge gewesen. Denn sie belegen, dass unser Gemütszustand maßgeblich darüber mitbestimmen kann, wie wir Schmerzreize verarbeiten und in welcher Intensität wir sie wahrnehmen. Sollten wir uns z.B. bei fabelhafter Laune eine Schnittwunde zufügen oder uns stoßen, würden wir weniger Schmerzen verspüren als in einem gereizten und gestressten Zustand.

Aus diesem Grund ist es v.a. für chronische Schmerzpatienten wichtig, auch die Betrachtung und Einbeziehung aller „weichen“ Faktoren im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie zuzulassen. Meine Arbeit machte mir deutlich bewusst und belegt über die Jahre immer wieder, wie wichtig es ist, auch auf geistig-emotionaler Ebene einen entspannten und schmerzfreien Zustand anzustreben. Dies bedeutet im Klartext für den Patienten: Gute Gedanken, die Vergangenheit klären durch Vergebungsbereitschaft, Ruhe und aktive Entspannung, Achtsamkeit und Meditation sowie eine bewusstere, gesündere Lebensführung.

Der Prozess der Reizverarbeitung wird auch als „aufsteigende Schmerzbahn“ bezeichnet. Die „absteigende Bahn“ meint den Prozess der körpereigenen Ausschüttung von Serotonin und Endorphinen, die nach einem Reiz die Schmerzen lindern oder die Weiterleitung an das Gehirn verhindern. Dies erklärt u.a., warum Sportler trotz Verletzung während eines Wettkampfes ihre Schmerzen nicht wahrnehmen. Je mehr sich das Nervensystem wieder beruhigt, desto stärker treten die Schmerzen zu Tage.

Chronifizierung

„Normale“ Schmerzen nehmen in ihrer Intensität ab, wenn die auslösende Ursache behoben ist (z.B. Abheilung einer Wunde). Als „chronisch“ werden Schmerzen bezeichnet, wenn sie seit mindestens 3 Monaten ohne erkennbare Ursache oder einen Zusammenhang bestehen. Forscher fanden heraus, dass bei chronischen Schmerzen eine Veränderung in der Schmerzreizleitung vorliegt. Zum einen ist die Reizweiterleitung im Rückenmark dauerhaft durchlässig, zum anderen erfüllen reizhemmende Neuronen ihre Aufgabe nicht mehr zuverlässig. Durch diese Dauerdurchlässigkeit kommt es zum „Schmerzgedächtnis“.

Auch im Gehirn findet eine Veränderung statt: Es werden an den entscheidenden Stellen mehr Sensoren gebildet, die Schmerzen wahrnehmen können. Über die Ausschüttung bestimmter Stoffe wird das Gehirn gegenüber Schmerzreizen besonders empfindlich, sodass die Schmerzempfindung auch bei kleinsten Reizen ausgelöst werden kann.

Fehlende Körperwahrnehmung

Unser Körper versucht, sich der bevorzugten Haltung stets muskulär anzupassen. Dabei führt v.a. häufiges und langes Sitzen oft zu chronischen Dysbalancen und folglich zu Verspannungen und Schmerzen. Warum die wenigsten Menschen intuitiv das Bedürfnis nach Bewegung, Dehnung und Mobilisation verspüren, liegt u.a. am fehlenden Körperbewusstsein.

Dies ist einerseits das Ergebnis unserer schnelllebigen Welt, die uns durch übermäßig viele Reize daran hindert, uns selbst wahrzunehmen. Andererseits spielen Themen wie Achtsamkeit, Meditation und Entspannung in unserer Gesellschaft höchstens eine untergeordnete Rolle, was ebenso wenig zur Entwicklung unserer Selbst- und Körperwahrnehmung beiträgt.

Durch Leistungs- und Erfolgsdruck verlieren wir schließlich den Zugang zu unseren wahren Bedürfnissen und unserem Körper. Insofern führt umgekehrt ein gutes oder gut trainiertes Körperbewusstsein dazu, dass man auch subtilere Signale bemerkt, die zu Schmerzen führen, sodass man frühzeitig gegensteuern kann.

Tiertypische Bewegungsmuster als Vorbild

Tiere können, was das Körperbewusstsein angeht, als hervorragendes Beispiel dienen (vorausgesetzt, sie wurden durch Quälerei oder Misshandlung nicht traumatisiert). Beobachten Sie einen Hund, der nach einer längeren Erholungspause aufsteht: Er wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach erst mal strecken und dehnen, bevor er sich in Bewegung setzt.

Trotz der Unterschiede in der Anatomie können wir von den meisten tiertypischen Bewegungsarten sowohl körperlich als auch seelisch-emotional profitieren. So sind z.B. viele Haltungen im Yoga oder in ganzheitlich orientieren Bewegungskonzepten der Tierwelt nachempfunden. Primär geht es bei diesen Ansätzen darum, das Körperbewusstsein zu stärken, um wahrnehmen zu können, welche Bewegungen wir brauchen, damit wir langfristig gesund, beweglich und schmerzfrei bleiben oder wieder werden.

Leider wird das unangenehme Schmerzsignal in vielen Fällen lieber mit Medikamenten oder anderen dämpfenden Mitteln unterdrückt, weswegen es den Menschen nicht notwendig erscheint, tiefer zu graben und nach der wahren Ursache der Schmerzen zu suchen. Wir haben heute vermeintlich „einfach keine Zeit“ mehr dafür.

Ursachenforschung

Mit bildgebenden Verfahren kann man das Empfinden von Schmerzen sichtbar machen. Wissenschaftler fanden heraus, dass kein klar lokalisiertes Schmerzzentrum im Gehirn existiert, sondern im Schmerzfall unterschiedliche Areale aktiviert werden, die normalerweise für andere Funktionen zuständig sind. So stellte man fest, dass Schmerz auch andere Systeme anspricht und diese wiederum den Schmerz beeinflussen können. Dabei handelt es sich z.B. um die Körperwahrnehmung, Entscheidungsfindung, Erwartungen, den aktuellen Gemütszustand und die Aufmerksamkeitssteuerung.

Die Forschung steckt trotzdem mehr oder minder noch in den Kinderschuhen, v.a. in Bezug auf chronische Schmerzen ohne klare Ursache. Um sie besser diagnostizieren und therapieren zu können, laufen aktuell viele Studien. Durch eine Art Schmerz-Landkarte sollen individuelle Schmerzen genauer klassifiziert werden, um die Behandlung besser an den Patienten anzupassen.

Psychosoziale Begleiterscheinungen

Leidet ein Mensch seit längerem unter chronischen Schmerzen, kann der Alltag stark beeinträchtigt sein. Die Belastung der Betroffenen kann bis zur kompletten Arbeitsunfähigkeit führen. Manchmal entstehen Depressionen, Schlafprobleme oder chronische Müdigkeit. Viele fühlen sich nicht verstanden und bevorzugen es, allein zu sein. Es entsteht eine Abwärtsspirale, die eine Besserung aller Symptome noch schwieriger machen kann. Des Öfteren habe ich von meinen Patienten gehört, dass ihnen von Familienmitgliedern, vom Arbeitgeber oder von Kollegen vorgeworfen wurde, sie würden simulieren. Diese Umstände können eine Tendenz zur sozialen Isolation verstärken, wodurch andere psychische Erkrankungen genährt werden.

Zum Glück aller betroffenen Menschen werden chronische Schmerzen mittlerweile offiziell im ICD-10 kategorisiert. Dies trägt dazu bei, dass immer mehr Mediziner diese Erkrankung ernst nehmen und Patienten sich gesehen fühlen. In den vergangenen Jahren ist die Häufigkeit an chronischen Schmerzerkrankungen deutlich angestiegen:

  • 12-15 Millionen Menschen leiden in Deutschland an chronischen Schmerzen
  • 10% der Gesamtbevölkerung, also über 8 Millionen, klagen über chronische Rückenschmerzen
  • 19% der Betroffenen sind der Meinung, dass die Schmerzen nicht angemessen behandelt werden
  • 18% der Patienten sind arbeitsunfähig
  • 39% stellen negative Auswirkungen in Bezug auf das Zusammenleben mit Familie und Freunden fest
  • 21% fühlen sich gesellschaftlich isoliert

Risikofaktor-orientierte Therapie

In der Fachliteratur werden Risikofaktoren, die zu chronischen Schmerzen führen können, als „yellow flags“ bezeichnet und beinhalten neben körperlichen Aspekten auch das soziale, familiäre und berufliche Umfeld, Emotionen und Gefühle, Verhaltensweisen sowie die innere Haltung. In modernen Kliniken basiert die Behandlung deshalb auf dem bio-psychosozialen Schmerzmodell, in dem alle Faktoren in die Behandlung einbezogen werden, um den chronischen Schmerzen auf allen Ebenen erfolgreich entgegenwirken zu können. Ziel ist u.a. die Wiederherstellung eines „normalen“ Zustandes im Nervensystem. Viele Betroffene haben ihre chronischen Schmerzen, die seit Monaten oder Jahren bestehen, hingenommen oder aufgegeben, dagegen vorzugehen. Zwar befinden sich einige in physiotherapeutischer Behandlung und sprechen regelmäßig beim Arzt vor, doch reicht dies oft nicht, um Schmerzen langfristig zu lindern und eine bessere Lebensqualität wiederherzustellen. Es ist eine genaue Beleuchtung unterschiedlicher Lebensbereiche notwendig, um wirklich alle Faktoren aufzudecken, die zu chronischen Schmerzen geführt haben.

Nervensystem als Dreh- und Angelpunkt

In meiner Praxisarbeit hebe ich daher die Bedeutung des Nervensystems hervor und empfehle, das parasympathische Nervensystem regelmäßig durch Entspannungsübungen und Meditation zu aktivieren, denn nachweislich liegt bei Menschen mit chronischen Schmerzen eine Überaktivierung des Sympathikus vor. Wo genau der Ursprung für die ständige Alarmbereitschaft des Nervensystems liegt, spielt keine Rolle. Doch ist es manchmal ratsam, die Vergangenheit zu klären und Frieden zu schließen mit bestimmten (traumatischen) Erlebnissen, um langfristig in einen ausgeglichenen Zustand finden zu können.

Auf der körperlichen Ebene kann die mangelnde Regulationsfähigkeit u.a. zu einem erhöhten Muskeltonus, so zu Verspannungen und folglich zu Muskel- und Gelenkschmerzen führen. Auch die typischen Begleitsymptome von chronischen Schmerzen, z.B. Antriebslosigkeit oder erhöhte Sensibilität, können auf eine Dysbalance im neuronalen Netzwerk zurückgeführt werden.

Möglichkeiten der Eigeninitiative

Eine Therapie sollte individuell auf die Person zugeschnitten werden. Grundsätzlich sind neben Yoga, Meditation und Achtsamkeitsübungen spezielle Entspannungsverfahren empfehlenswert. Bestimmte Rituale, die einen festen Platz im Alltag finden, z.B. regelmäßige Spaziergänge in der Natur oder sanfte Bewegungsübungen mit mäßiger Anstrengung, können unterstützend wirken. Wichtig ist, Dysbalancen und Gelenkverschleiß vorzubeugen, die durch Bewegungsmangel entstehen und so die Schmerzen schleichend verstärken.

Meine Patienten erhalten einen individuellen Plan, angefangen von Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen am Morgen über sanfte Körperübungen am Tag bis hin zu geführten Meditationen für den Abend, um einen entspannten Schlaf zu fördern. Der Tag sollte möglichst friedlich abgeschlossen werden, um den Muskeltonus herunterzufahren und am nächsten Morgen entspannter aufzuwachen.

In vielen Fällen ist eine begleitende Psychotherapie hilfreich: Über das Herausarbeiten von Visionen und Zielen sowie die Etablierung einer positiven Erwartungshaltung wird der Lebenswille gestärkt und der Fokus weg vom Schmerz hin zu den Aspekten gelenkt, die den Umgang mit Schmerzen erleichtern.

Übung „Bodyscan“

Der Bodyscan ist für eine bewusste Wahrnehmung des Schmerzes und des gesamten Körpers hervorragend geeignet. Nutzen Sie dazu am besten eine (dünne) Yogamatte, um den Rücken optimal zu spüren. Nachweislich wirkt der Bodyscan regulierend auf das Nervensystem.

Legen Sie sich rücklings auf den Boden.

Die Arme ruhen neben dem Körper, die Handflächen weisen nach oben. Die Füße kippen nach außen. Eine kleine Decke oder ein Handtuch, zusammengerollt unter den Knien, kann die Entspannung fördern.

Nehmen Sie einige tiefe Atemzüge und entspannen Sie Ihren Körper bewusst. Nehmen Sie in den Füßen beginnend jede Region Ihres Körpers für einige Atemzüge achtsam wahr … und spüren Sie zum Schluss den gesamten Körper als Einheit.

Beenden Sie die Übung mit einem tiefen Atemzug, öffnen Sie Ihre Augen und verweilen Sie vor dem Aufstehen für einige Momente sitzend auf der Matte.

Übung „Wechselatmung“

Die Wechselatmung (Sanskrit: Nadi Shodana), eine wichtige Übung aus der Yoga-Tradition, wirkt emotional ausgleichend, beruhigt und fördert die Konzentrationsfähigkeit.

Setzen Sie sich aufrecht auf die vordere Hälfte eines Stuhls und schließen Ihre Augen. Die Schultern bleiben entspannt, die Fußsohlen ruhen auf dem Boden.

Während die linke Hand auf dem Oberschenkel liegt, wird die rechte Handfläche nach oben gedreht, Zeige- und Mittelfinger werden gebeugt. Legen Sie den Daumen der rechten Hand an Ihren rechten Nasenflügel und atmen Sie einmal vollständig ein und aus.

Vor dem nächsten Einatmen wird das rechte Nasenloch mit Hilfe des Daumens vorsichtig geschlossen. Durch das linke Nasenloch wird vollständig eingeatmet und danach beide Seiten verschlossen.

Das linke Nasenloch wird nun mit Zeige- und Mittelfinger geschlossen, während Sie rechts vollständig aus- und einatmen, bevor beide Nasenlöcher wieder verschlossen werden.

Nun wird auf der linken Seite vollständig aus- und eingeatmet und anschließend beide Nasenlöcher wieder verschlossen.

Wiederholen Sie diesen Zyklus etwa 10 Mal pro Seite. Spüren Sie abschließend mit geschlossenen Augen ein paar Atemzüge nach.

Fazit

Zusammenfassend möchte ich Behandlern empfehlen, Patienten mit chronischen Schmerzen immer ernst zu nehmen, um mit Geduld und Einfühlungsvermögen den wahren Ursachen der Schmerzen auf die Schliche zu kommen.

Der Schwerpunkt der ganzheitlichen Schmerztherapie kann von Mensch zu Mensch variieren. Doch aufgrund der Tatsache, dass unterschiedliche Hirnregionen durch Schmerzen aktiviert werden, die auch aus psychologischer Sicht relevant sind, sollten genau diese Bereiche innerhalb der Therapie einen festen Platz finden, um Schmerzen langfristig lindern zu können.

Zusätzlich sind seitens des Patienten auch eine gewisse Offenheit und Bereitschaft vonnöten, um gewohnte Pfade zu verlassen. Der Prozess der Veränderung von Lebensansichten und Gewohnheiten kann für sie zunächst als mühsam oder anstrengend empfunden werden.

Aus dieser Perspektive betrachtet bieten die Schmerzen sowohl eine Chance zu persönlichem Wachstum als auch zu einem bewussteren Leben.

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Valentin Fröhlich
Heilpraktiker für Psychotherapie mit Schwerpunkt Psychotraumatologie, Yogalehrer (u.a. Medical Yoga, Traumasensitives Yoga), Autor

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