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Erstellt: 20. März 2026

Malassezien und Unverträglichkeiten

Tierheilkunde 4 Minuten

FALLSTUDIE AUS DER TIERHEILKUNDLICHEN PRAXIS

Die 7-jährige Labradorhündin Carley leidet an heftigem Juckreiz und Rötungen überall am Körper. Als sie mir vorgestellt wird, wirkt sie angespannt und unausgeglichen. Augenfällig sind stark entzündete Ohren mit schwarzem Belag. 

ANAMNESE

Nach ausführlicher Anamnese und Befunddurchsicht bestätigt sich der Verdacht auf eine starke Malassezien-Überwucherung. Auch bestehen diverse Unverträglichkeiten auf Futtermittel und Umweltstoffe. Der Tierarzt verschrieb Kortison und Antimykotika, was keinen Therapieerfolg brachte. Ursächliche Störungen, welche die Unverträglichkeiten begünstigt haben, sind unbehandelt. Anzunehmen ist, dass ein überfordertes Immunsystem dieser Malassezien-Ausbreitung nichts mehr entgegenzusetzen hatte. 

UNTERSUCHUNG

Bei meinem Hausbesuch trägt Carley einen Maulkorb. Dieser wird auch nachts nicht abgenommen, da sich die Hündin sonst am ganzen Körper blutig kratzen würde. Aufgrund der nicht zielführenden konventionellen Therapie haben die Besitzer die Antimykotika abgesetzt. Sie wollen trotz Beratung keinen Tierarzt mehr hinzuziehen. 

Ich untersuche die Hündin eingehend und führe eine Bioresonanz-Testung durch. Auch hier kristallisieren sich die bekannten Problemfelder heraus: extreme Malassezien-Belastung, Unverträglichkeiten (Histamin, diverse Futtermittel) und hormonelle Dysbalance. 

BEHANDLUNGSANSATZ

Ich erstelle einen bedarfsgerechten Ernährungsplan mit individuell passendem Futter, das mit hochwertigen Ölen und Nahrungsergänzungsmitteln kombiniert wird. Selbstverständlich müssen alle benötigten Nährstoffe zu 100% abgedeckt sein, jedoch auch der Protein/Energie-Quotient, das Verhältnis von Calcium zu Phosphor und dasjenige von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren in die Überlegungen einbezogen werden. Weiter ist darauf zu achten, dass der Proteingehalt nicht zu hoch ist (zu viel Harnsäure kann Juckreiz auslösen). Die bekannten Unverträglichkeiten sind zu berücksichtigen. Des Weiteren enthält der Therapieplan Maßnahmen zur Entgiftung und Darmsanierung, Präparate zur lokalen Behandlung der Malassezien und 5 Bioresonanz-Anwendungen. 

VERLAUF

Erste Sitzung

Die Bioresonanz zielt als Verfahren der Erfahrungsheilkunde darauf ab, die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen und zu unterstützen. Hierbei entfaltet sie ihre Wirkung auf mehreren Ebenen (materiell, immateriell, informativ), die sich gegenseitig beeinflussen.  

In der ersten Sitzung wird Carleys Organismus mit einem Grundregulationsprogramm auf die folgenden spezifischen Anwendungen vorbereitet. Energetische Blockaden werden ebenso wie mögliche Therapiehindernisse (z. B. Narben, Lateralitätsstörungen, Wirbelsäulenblockaden) gelöst. Die Ausleitungsorgane (Lymphe, Niere und Leber) werden gestärkt. 

Im nächsten Schritt wird der Herzmeridian unterstützt, der einen Bezug zur Haut hat. Außerdem läuft über einen zweiten Kanal ein symptomorientiertes Programm (Juckreiz) mit. Die Programme werden vorab ausgetestet. Abgeschlossen wird mit einem Harmonisierungsprogramm, um eine mögliche Erstreaktion auszuschließen. 

Die erste Sitzung dient insofern zur Einstimmung und allgemeinen Unterstützung des Organismus. Der Körper erhält sanfte Signale, sodass sich nach und nach zeigen kann, wo das eigentliche Problem sitzt. 

Zweite Sitzung

Carley erscheint ohne Maulkorb. Der Juckreiz ist tagsüber zurückgegangen, die Hündin braucht den Maulkorb nur noch nachts. Ich starte die Behandlung mit der Grundregulation und ergänze danach das Therapieprogramm. Hierfür kombiniere ich die zu den Unverträglichkeiten passenden Informationsampullen mit der Malassezien-Ampulle (nach vorheriger Austestung, ob beide angewandt werden können). Im Anschluss erhält Carley ein Stabilisierungs- und ein Harmonisierungsprogramm mit vorher getesteten 5-Elemente-Ampullen (Holz, Erde, Metall, Feuer, Wasser und ihren Meridianen). Auch jetzt lasse ich über einen zweiten Kanal Heilmittel (u. a. zur Juckreizlinderung) als Frequenz bzw. Ampulle mitlaufen. 

Dritte bis fünfte Sitzung

Nach dem zweiten Termin berichtet die Besitzerin, dass Carley nachts keinen Maulkorb mehr tragen müsse. Die roten Stellen sowie der Juckreiz am Körper seien verschwunden. Nur ein Ohr mache weiterhin Probleme. Ich verordne lokal anzuwendende Präparate (Spenglersan Kolloid G in Kombination mit desinfizierenden Ohrreinigungsmitteln). Der Ablauf der letzten drei Bioresonanz-Behandlungen ähnelt dem der zweiten Sitzung – mit der Abweichung, dass ich beim Hauptprogramm einen Hammer-Applikator benutze. Dieser ist stark magnetisch und intensiviert die Behandlung am Ohr. 

STATUS QUO

Bei der Abschlusstestung kann ich keine Unverträglichkeiten feststellen. Malassezien testen noch positiv, aber längst nicht so intensiv wie zu Beginn. Die Behandlung der hormonellen Dysbalance steht noch aus. Ich verordne eine Behandlungspause von 2 Monaten, damit der Organismus Zeit bekommt, sich zu regulieren. Gerade bei Hautproblemen erweisen sich Therapiepausen immer wieder als sehr hilfreich. Carleys Entgiftung kann während des Behandlungszeitraums abgeschlossen werden. Die Darmsanierung wird noch weitergeführt, da es bis zu 1 Jahr dauern kann, bis sich die Darmflora so erholt, dass keine unterstützenden Mittel mehr nötig sind. Der Ernährungsplan wird beibehalten. In 6 Monaten soll Carley noch einmal auf Unverträglichkeiten untersucht werden. 

FAZIT

Meiner Erfahrung nach ist es immer eine Kombination verschiedener Behandlungsansätze, die den Erfolg bringen. Bei Carley war es eine Mischung aus bedarfsdeckendem Futter und der Unterstützung durch Bioresonanz, was einen passgenauen Therapieplan ergeben hat. 

ANDREA PETERS

Tierheilpraktikerin und Tierernährungsberaterin mit Schwerpunkten Naturheilkunde und Bioresonanz

info@tiernaturheilpraxispeters.de

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