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Paracelsus Magazin Ausgabe 5/2022

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Naturheilkunde

Erstellt: 1. Mai 2022Aktualisiert: 16. Oktober 20262 Minuten

Editorial

Der Artikel beleuchtet das Thema Altern und seine Ursachen. Er untersucht, wie genetische Faktoren, Hormonstatus und äußere Einflüsse unseren Alterungsprozess bestimmen.

Liebe Leserin · Lieber Leser 

Unser Leben ist ein Geschenk, das wir jeden Tag genießen sollten, aber es hinterlässt auch Spuren. Degenerative Erkrankungen entstehen durch Verschleiß und Abnutzung, liegen jedoch in den Genen. Sie schalten sich, zunächst unbemerkt, durch meist unbekannte Trigger an und schreiten über die Jahre stetig fort. 

Spannende Fragen lauten: Warum altern wir? Warum verschleißen wir? Warum trifft es den einen schneller und intensiver, während sich andere bis ins hohe Alter kaum verändern und vital fühlen? Es existieren verschiedene Theorien: von der klassischen Alterstheorie (Altern und Sterben zur Erhaltung der Art, Prozess der natürlichen Auslese, Selektion) über die Alternsuhrhypothese (unser Lebensprogramm steht unter Kontrolle einer Alternsuhr) bis hin zur Schadenstheorie (Abnutzung, Oxidation, Ansammlung schädlicher Stoffwechselprodukte). 

Altern ist ein biologisches Schicksal, dem wir aber nicht hilflos ausgeliefert sind. Denn unser biologisches Alter, das ein (Schätz-)Maß für die gegenwärtige gesundheitliche Situation und Belastbarkeit eines Menschen ist, hängt neben der genetischen Disposition vom Hormonstatus, der körperlichen Fitness (Funktionstüchtigkeit einzelner Organe) sowie vom individuellen Tagesablauf ab (Beruf, Familie, Stress). Während das primäre Altern seine Ursache in zellulären Alterungsprozessen hat, altern wir aufgrund äußerer Einwirkungen (Fehlernährung, Bewegungsmangel, Drogen u.v.m.) sekundär. Hier spielt das „Wohlstandssyndrom“ (Metabolisches Syndrom), das mit Übergewicht, Insulinresistenz, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck einhergeht, eine nicht unerhebliche Rolle. 

Der Schlüssel, nicht vorzeitig zu altern und übermäßig zu verschleißen, liegt also darin, das biologische Alter möglichst jung zu halten. Hierzu steht uns in der Naturheilkunde eine Fülle an Möglichkeiten zur Verfügung. In dieser Ausgabe erfahren Sie u.a. individuelle Regenerations- und Erhaltungskonzepte erfahrener Heilpraktiker aus der Praxis für die Praxis. 

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen! 

Sonja Kohn

Sonja Kohn

Heilpraktikerin, Zweiter Vorstand des VUH e.V.

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