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aus dem Paracelsus Magazin: Ausgabe 03/2024

Aktuelles aus dem VFP Zwei Ängste – eine Therapie?

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Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen, die bereits unter einer Angststörung leiden, eine weitere entwickeln. Dass diese nicht unbedingt separat therapiert werden müssen, belegt eine neue Studie der Ruhr-Universität in Bochum. Die Wissenschaftler untersuchten 50 Menschen, die sowohl unter Spinnen- als auch unter Höhenangst litten. Die erste Angststörung wurde mittels Expositionstherapie behandelt. Es zeigte sich, dass infolge der „Spinnen-Therapie“ auch die Höhenangst abnahm. Belegt wurde dieses Ergebnis zum einen durch Fragebögen, zum anderen durch das Verhalten der Probanden im Hinblick auf Spinnen und Höhe. Wie sich der Behandlungserfolg einer Therapie bei verschiedenen Angststörungen erklären lässt, ist noch nicht analysiert. Wahrscheinlich, so vermuten die Wissenschaftler, spielt die im Rahmen der Expositionsbehandlung erlebte Selbstwirksamkeit der Probanden eine große Rolle.

Psycho, logisch!

Der neue Podcast des VFP – Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V. ist in aller Munde. Die ersten 10 Folgen von „Psycho, logisch!“ wurden in deutlich höherer Anzahl als bereits erwartet gestreamt, was uns in unserer Arbeit bestärkt und belegt, wie wichtig unsere Themen für die Bevölkerung sind. Im 14-tägigen Rhythmus erwarten Sie neue Interviews und Fachgespräche mit Experten zu spannenden Themen aus der großen Welt der Freien Psychotherapie. Auf www.vfp.de/podcast können Sie alle bislang erschienenen Folgen noch einmal hören. Hier die Agenda:

#001 Heilpraktiker für Psychotherapie: Hat der Beruf Zukunft?

#002 Ausbildung zum Psychologischen Berater und Heilpraktiker für Psychotherapie

#003 Welche Vorteile bringt eine VFP-Verbandsmitgliedschaft?

#004 Durch den Zertifizierungsdschungel: Ist es wirklich so kompliziert?

#005 Bindung als Methode: Interview mit Alexandra Rotermund-Federer

#006 Von illegalen Substanzen und stoffgebundenen Süchten, mit Kati Kumschlies

#007 Ins Leben getreten! Adoption und Pflege aus Sicht des Kindes: Interview mit Ralf Lengen

#008 Wo hören Coaching und Beratung auf? Wo beginnt die Therapie?

#009 Die Geschichte und Hintergründe des VFP e.V.

#010 Potenzialentfaltung: Interview mit Gerald Hüther

Immer mehr Antipsychotika für Jugendliche

Von 2011-2020 hat die Menge der für Kinder und Jugendliche verschriebenen Antipsychotika deutlich zugenommen. Betroffen sind v.a. Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Universitätsklinikums Ulm, dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie, dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung und der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Offenbar, so die Autoren, werden Antipsychotika zunehmend auch zur Behandlung von Ängsten und Schlafstörungen eingesetzt. Als möglichen Grund für den um 17% häufigeren Einsatz dieser Medikamente nennen sie einen unzureichenden Zugang zu freien Psychotherapieplätzen. Die Autoren warnen, dass das Risiko für negative Veränderungen u.a. im Stoffwechsel selbst bei geringer Dosierung erhöht sei. Mögliche Auswirkungen des Einsatzes von Antipsychotika bei Kindern und Jugendlichen seien zudem noch nicht umfassend belegt.

Dr. paed. Werner Weishaupt
Heilpraktiker für Psychotherapie, Dozent für Kinesiologie und Psychotherapie, Präsident des VFP e.V., Autor
dr.weishaupt@vfp.de

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