Fragen & Antworten aus den Paracelsus-Internet-Foren
Häufige Fragen
zu 1. Sie dürfen natürlich schon mit dem Betrieb Ihrer Praxis beginnen und müssen nicht erst auf eine Bestätigung Ihres Finanzamtes warten.
zu 2. Grundsätzlich sind Ihre Umsätze aus der Heilpraktiker-Praxis umsatzsteuerfrei, so dass nur eine jährliche Abrechnung mit Ihrem Finanzamt erfolgt. Sollten Sie aber auch Umsätze tätigen, die nicht umsatzsteuerfrei sind, müssen Sie anfangs monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben. Die einkommenssteuerrechtliche Abrechnung erfolgt weiterhin jährlich.
zu 3. Ein reines Geschäftskonto ist nicht notwendig, es genügt auch Ihr privates Konto.
Ich würde die Familienaufstellungen entsprechend dem Schwerpunkt entweder der Heilpraktikertätigkeit bzw. dem Coaching zuordnen. Ersteres ist dann steuerfei, letzteres ist Umsatzsteuerpflichtig.
Es ist richtig, dass Supervisionsleistungen nach § 4 Nr. 14 UStG nicht umsatzsteuerfrei sind. Insoweit Sie allerdings für Ihre freiberufliche Tätigkeit die Kleinunternehmerregelung gewählt haben, dürfen Sie keine Umsatzsteuer auf den Rechnungen ausweisen, da Sie diese ansonsten auch an Ihr Finanzamt abführen müssen.
Hierfür muss lediglich ein Zusatz auf Ihre Rechnung, dass aufgrund der Anwendung der Kleinunternehmerregelung keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird.
Die 19% Vorsteuer aus dem Autokauf können Sie nur geltend machen, wenn Sie den Pkw auf Ihre umsatzsteuerpflichtige gewerbliche Tätigkeit kaufen.
Bei einer rein gewerblichen Nutzung des Fahrzeugs ist ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch ein Muss. Wobei getrennt werden muss, welche Fahrten für das Gewerbe und welche für die Praxis sind.
Aufgrund des Vorsteuerabzugs beim Kauf wird der Pkw dem Betriebsvermögen Ihres Gewerbes zugeordnet und sollte hierfür auch zum überwiegenden Teil genutzt werden.
Der Ansatz von Kosten in der Praxis ist abhängig davon, zu welchem Anteil das Fahrzeug für die Praxis genutzt wird, also ob man hier dann die Kilometerpauschale abrechnet oder evtl. mit Kosteneinlage arbeitet.
Eine Rechnungsoffenlegung gegenüber dem Finanzamt, sei es bei der Veranlagung oder einer Betriebsprüfung, ist kein Verstoß gegen die Schweigepflicht.
Im Gegenteil, Sie haben seitens des Finanzamtes eine Mitwirkungspflicht zu erfüllen. Diese beinhaltet u.a. auch die Offenlegung Ihrer Kundendaten in Bezug auf Ihre Rechnungsstellung, falls dies im Zuge einer Betriebsprüfung gefordert werden sollte.










