Vastu – die indische Lehre vom Wohnen

Obwohl Vastu ursprünglich aus dem indischen Kulturkreis stammt, in dem es über mehr als 5000 Jahre hinweg millionenfach erprobt wurde bzw. zur Anwendung kam, steht es unserem Empfinden im Westen näher als sein kleinerer Bruder, das Feng-Shui. So beeinflusste Vastu schon durch den römischen Baumeister Marcus Vitruv vor mehr als 2000 Jahren die Baukunst der klassischen europäischen Architektur. Selbst seine legendäre Überlieferung “De re architectura” entspricht in seiner Kapitelaufteilung dem Mansara, einer klassischen Vastu-Schrift. Durch ihn inspiriert hat auch der Florentiner Baumeister Andrea Palladio im 16. Jahrhundert die Vastu-Prinzipien in seinen weltberühmten Renaissance-Bauwerken umgesetzt. Doch erst jetzt werden zum ersten Mal die Ursprünge offengelegt, aus deren Quellen diese Wegbegleiter abendländischer Baukunst ihr Wissen schöpften.

Wohngefühl Vastu

Betritt man die Bauwerke alter Baumeister wie Andrea Palladios Stadtvillen in Florenz, so erfährt man ein Wohlbefinden, das einem Räume moderner Gebäude kaum noch vermitteln können. Dem gleichen Gefühl von Harmonie und Kraft begegnet man in fast allen Meisterwerken alter Bautraditionen, seien diese in Europa, Indien, Südamerika oder in anderen Teilen der Welt. Man fühlt sich in diesen Gebäuden deshalb so wohl, weil sie nach universell gültigen Naturgesetzen gebaut sind. Die Erfahrung in Indien hat gezeigt, dass es vor allem solche Gebäude sind, die Naturkatastrophen, Zerstörungen und den natürlichen Verfall überdauern, die exakt nach den Prinzipien des Vastu gebaut sind.

Was ist Vastu?

Vastu ist ein ganzheitliches Architekturkonzept, nach dem in Indien seit Jahrtausenden Häuser, Tempel und ganze Städte sowie deren Außenanlagen gebaut werden. Es beruht auf den Naturgesetzen der Raumenergie, mit deren Kenntnis man den Wohnraum und das Grundstück in Resonanz mit der Natur und seinen Bewohnern bringen kann. Das Haus und sein Außenbereich sind für den Menschen eine Art zweiter Körper. Es stellt eine Linse dar, welche die natürlichen Umwelteinflüsse auf den Menschen fokussiert. Die Qualität des Wohnraums und des Gartens beeinflussen die Gesundheit des Menschen ebenso wie sie seine mentale und emotionale Befindlichkeit mitbestimmen.

Die altindische Geomantie Vasati hat in Jahrtausenden der Erfahrung und Beobachtung ein wissenschaftliches System entwickelt, mit dessen Hilfe sich die Wirkung der natürlichen Umwelteinflüsse auf den Menschen bestimmen lassen. Hiermit sind gerade die Einflüsse gemeint, von denen man im allgemeinen nicht annimmt, dass sie die Gesundheit des Menschen wesentlich beeinflussen, wie das Magnetfeld der Erde, die feinstofflichen Energien von Erde und Sonne, die Bahn der Sonne und des Mondes und die Gravitation.

All diese Einflüsse zusammengenommen bestimmen die Qualität des Grundstückes, des Hauses oder der Wohnung, wo der Mensch lebt. Dieser Raum kann als Biofeld angesehen werden, das mit dem bioenergetischen Feld des menschlichen Körpers in Wechselwirkung tritt. Diese Wechselwirkung unterliegt Naturgesetzen, die im Vastu beim Bau eines Hauses, bei der Bebauung eines Grundstückes und bei der Anlage des Gartens berücksichtigt werden.

Die Anfänge der Vastu-Lehre datieren heute die Historiker zwischen 6000 und 7000 vor Christus. Die altindische Kultur basierte auf den vedischen Schriften. Die Schriften sind ein Gesamtwerk von Zehntausenden von Sanskrittexten über alle Bereiche der menschlichen Kultur. Sie umfassen philosophische, religiöse und spirituelle Inhalte und beschäftigen sich mit der Perfektion vieler Wissensbereiche der Kultur. Die Vastu-Lehre geht davon aus, dass verschiedene Energien, wie die Strahlen der Sonne, des Mondes und anderer Planeten, aber auch magnetische, bioelektrische und thermische Energiefelder auf unseren Planeten einwirken. Weitere naturgegebene Gesetzmäßigkeiten, die Vastu berücksichtigt, sind die Eigenschaften der fünf Elemente: Äther, Luft, Erde, Wasser, Feuer.

Untersuchungen, die der indische Wissenschaftler A.R. Hari in den letzten Jahren durchgeführt hat, zeigen, dass sich ein großer Teil auftretender chronischer Krankheiten in der in der Wohnsituation widerspiegelt. Wird gegen die Naturgesetze der Raumenergie verstoßen, so scheint die Manifestation chronischer Erkrankungen gefördert zu werden, während ein starkes bioenergetisches Wohnfeld die Widerstandskraft seiner Bewohner stärkt.

Zielgruppe

Alle Menschen, die ihre Wohnung, ihren Arbeitsplatz und die Außenanlagen in Einklang mit den alten, immerwährenden Gesetzen der Natur gestalten und damit eine wesentliche Basis für Vitalität, Lebensfreude, Gesundheit und Harmonie schaffen möchten.

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