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Paracelsus Magazin Rezensionen

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Erstellt: 1. Oktober 2024Aktualisiert: 16. Oktober 20261 Minute

Lust auf Gott

Der Theologieprofessor Werner Thiede beschäftigt sich in seinem Buch mit der christlichen Mystik und stellt 34 Porträts vor, darunter bekannte und weniger bekannte Mystiker.

Einführung in die christliche Mystik

Zur Mystik zeigt der Theologieprofessor Werner Thiede ein durchaus offenes, bejahendes Verhältnis, und zwar schon deshalb, weil er den Begriff der Mystik weit umfasst, ebenso den des Christentums. Das fällt besonders in den 34 „Porträts“ im zweiten Teil des Buches auf: Hier kann man sogar Personen begegnen, die nicht bereits schon als Mystiker bekannt sind (etwa Sören Kierkegaard, Karl May), oder solchen, die kaum noch als Vertreter des Christentums anzusehen sind (z.B. Rudolf Steiner), aber zumindest vom Christentum herkommen. Doch Thiedes die Mystik bejahende Grundeinstellung bedeutet keineswegs, dass er all die von ihm Porträtierten undifferenziert mitsamt ihrer Anschauung bejahen würde. Vielmehr spart der Weltanschauungsexperte zuweilen aus Gründen, die er vor allem im ersten, theoretischen Teil des Buches darlegt, nicht mit deutlicher Kritik – etwa bei der politischen Mystikerin Dorothee Sölle oder beim Benediktinermönch und Zen-Meister David Steindl-Rast. Er geht über das Deskriptive hinaus und betreibt im Sinne des Neuen Testaments eine hilfreiche Unterscheidung der Geister. Rezension von Walter Rominger. 

Buchangaben

Werner Thiede, LIT Verlag, 2019, ISBN 978-3643142634 

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